Merz liefert sich TV-Schlagabtausch mit Kinderärztin
Das will der Kanzler nicht auf sich sitzen lassen: Vor laufenden Kameras wirft eine Medizinerin ihm vor, mit dem Gesundheits-Sparpaket seinen Amtseid zu brechen und menschenverachtend zu handeln.
Das will der Kanzler nicht auf sich sitzen lassen: Vor laufenden Kameras wirft eine Medizinerin ihm vor, mit dem Gesundheits-Sparpaket seinen Amtseid zu brechen und menschenverachtend zu handeln.
Mentale Beeinträchtigung, körperliche Symptome: Einer Umfrage der Techniker-Krankenkasse zufolge sprechen sich mehr als die Hälfte Teenager in Deutschland für ein Social-Media-Verbot aus. Und das, obwohl der Großteil der Befragten die Nutzung selbst positiv erlebt. Einige Fachleute sehen das Verbot allerdings kritisch.
Ab wann greifen die Sparmaßnahmen für Vertragsärztinnen und -ärzte, die mit dem GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz beschlossen wurden? Darüber herrschte bislang Unklarheit. Jetzt hat der Erweiterte Bewertungsausschuss wichtige Beschlüsse gefasst.
Typ-2-Diabetes gilt als typische Folge von Übergewicht und Insulinresistenz. Doch auch schlanke Menschen entwickeln die Erkrankung – und offenbar nicht mit demselben Komplikationsprofil. Eine aktuelle Analyse zeigt auffällige Unterschiede bei Folgeerkrankungen und Stoffwechselmerkmalen. Ist die einheitliche Behandlung noch zeitgemäß?
Eine unbeabsichtigte Bestrahlung des Thymus während der Behandlung eines Lungenkarzinoms (NSCLC) könnte mit einem ungünstigeren Krankheitsverlauf und früherem Tod verbunden sein. Darauf deutet eine Analyse mehrerer Kohorten mit 1.107 Patienten hin.
Die KVB baut ihre Niederlassungs- und Anstellungsförderung aus. Es profitieren davon Fachärztinnen und Fachärzte ausgewählter Fachbereiche sowie Psychiaterinnen und Psychiater.
Jeder Zweite scheitert an der Registrierung für die elektronische Patientenakte, zeigt eine aktuelle Studie. Die Anmeldung fällt vor allem Personen mit geringer Bildung und niedrigem Einkommen schwer. Der Studienautor stellt daher den Anspruch einer „ePA für alle“ infrage.
Es gibt eine neue S3-Leitlinie zur Therapie der rheumatoiden Arthritis. Neu geregelt sind vor allem die Behandlungsschritte bei einem unzureichenden Therapieerfolg. Erstmals enthält die Leitlinie eine Empfehlung zur RA-assoziierten interstitiellen Lungenerkrankung.
Das Forschungsprojekt PCS-Journey der Universitätsmedizin Göttingen beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Symptome des Post-COVID-Syndroms über die Zeit verändern. Es zeigt: Eine Verbesserung der Symptome heißt nicht, dass die Betroffenen geheilt sind. Vor allem die Fatigue scheint sich hartnäckig zu halten.
SGLT-2-Hemmer haben sich längst über die reine Blutzuckersenkung hinaus etabliert. Nun rückt ein weiterer möglicher Effekt der Wirkstoffklasse in den Blick. Eine große Analyse deutet darauf hin, dass auch die Atemwege profitieren könnten.
Ob Notfallreform oder Primärversorgungssystem: Für die Kassen ist die Ersteinschätzung Dreh- und Angelpunkt. Und deren Entwicklung wollen sie nicht allein der Ärzteschaft überlassen, machten sie bei der Sitzung des GKV-Verwaltungsrats deutlich.
Als kopflos bezeichnet Sandra Blumenthal-Beier, (Co-)Vorsitzende des BDA Hausärzteverbands Berlin/Brandenburg die Honorarkürzungen im Vorfeld der Einführung der Primärversorgung. Sie fordert eine Förderung für die Primärversorgung und mehr Unterstützung aus der Landespolitik.
Das GKV-Spargesetz ist längst beschlossene Sache, doch der Unmut darüber ist noch nicht verschwunden. Ein Ärzteverband will mit einer Petition Änderungen am Gesetz erreichen, ein Bündnis aus Therapeutinnen und Therapeuten ruft zum Protest auf.
An den Folgen einer Malaria-Erkrankung sind bereits zwei Beschäftigte am Frankfurter Flughafen gestorben. Der erste Todesfall ereignete sich schon Anfang Juli, wie das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt mitteilte. Auf welche Symptome man achten sollte, erklärte Christian Sommerbrodt vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen.
Basalzellkarzinome könnten bei Hochrisikopatienten bereits in einem subklinischen Stadium erkannt werden. Darauf deutet eine Machbarkeitsstudie hin, in der eine KI-gestützte Bilderkennung zur systematischen Untersuchung klinisch unauffälliger Gesichtshaut eingesetzt wurde.
Multiple Sklerose beginnt nur selten im Kindes- oder Jugendalter. Niederländische Langzeitdaten zeigen jedoch, dass die Erkrankung bei Minderjährigen häufiger auftritt als noch vor knapp zwei Jahrzehnten. Der aktuelle Befund bestätigt damit eine Entwicklung, die sich bereits in früheren Erhebungen angedeutet hatte.
Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will Ärztinnen und Ärzte besser vor gewalttätigen Übergriffen geschützt sehen. Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt bereits vor. Die Ärztekammer Brandenburg hält das für ein „wichtiges Signal“.
Bei einem 76-Jährigen mit schwerem ischämischem Schlaganfall erfolgt eine mechanische Thrombektomie. Die Histologie des geborgenen Materials macht eine seltene Ursache des Gefäßverschlusses sichtbar.
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat die Regierung aufgefordert, die geplante Reform der Primärversorgung trotz des Wechsels an der Spitze des BMG zügig voranzutreiben – und legte dazu in Berlin ein Eckpunktepapier vor.
Mukoviszidose betrifft nicht nur die Lunge, sondern häufig auch Nase und Riechvermögen. Für die Riechfunktion könnte dabei das Alter bei Therapiebeginn ein wichtiger Faktor sein. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich die Riechfunktion besonders bei jungen Kindern unter Behandlung verbessern kann.
Die Koalition hat eine Steuer auf gezuckerte Getränke vereinbart - Ziel ist auch eine gesündere Ernährung. Soll sie etwa auch für zuckerfreie Produkte gelten? Nach einem Tag kommt eine Klarstellung.
Bürger sehen künstliche Intelligenz als Unterstützung für Ärzte an, nicht als Ersatz. Das zeigt eine Umfrage der Debeka.
Typ-2-Diabetes entsteht meist über viele Jahre. Prävention beginnt jedoch oft erst, wenn die Glukosewerte bereits erhöht sind. Ein internationales Expertenteam unter Tübinger Leitung hat einen Ansatz entwickelt, der Prävention stärker über den gesamten Lebensverlauf betrachtet.
Im großen Stil soll ein Arzt Kindern Impfungen bescheinigt haben, die diese gar nicht bekommen haben. Das hat nicht nur für ihn Folgen.
Bislang wurde stets vermutet, dass Vapes den Einstieg in die „richtige“ Zigarettensucht erleichtern. Ein Cochrane-Review kommt nun allerdings zu einem anderen Schluss: Nikotinhaltige E-Zigaretten können beim Rauchstopp wirksamer sein als konventionelle Nikotinersatztherapien wie Pflaster oder Kaugummis.
Wissenschaftler haben die Ersteinschätzungssysteme in sieben Ländern untersucht und Empfehlungen abgeleitet. Sie raten unter anderem zu ausführlichen Hinweisen zur Selbstversorgung – und betonen die Bedeutung telemedizinischer Instrumente.
Erstmals gibt es eine deutsche Leitlinie zur „Behandlung von Parodontitis - Stadium IV“. Das Hauptziel der Leitlinie auf S3-Niveau ist es, fundierte multidisziplinäre Therapieansätze zu liefern. Zahnverlust soll verringert und die Allgemeingesundheit der Patienten verbessert werden.
Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist nach einer Malaria-Infektion gestorben. Weitere Mitarbeiter sind erkrankt. Ursache der Infektion sollen importierte Mücken sein.
Der Süßstoff Xylit, auch als Birkenzucker oder Xylitol bekannt, könnte in der Allgemeinbevölkerung das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie, die von der Charité Berlin durchgeführt wurde und auf dem kommenden Kongress der European Society of Cardiology in München vorgestellt wird.
Der AOK-Bundesverband fordert grundlegende Änderungen bei Zulassung und Vergütung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA). Zudem müsse es einen mindestens 14-tägigen Testzeitraum für Versicherte geben, da die Abbruchrate hoch sei.
In Hessen fuhr in der vergangenen Woche ein Mann in eine Fußgängerzone, acht Menschen wurden verletzt. Auslöser war ein gesundheitliches Problem. Was weiß die Unfallforschung über solche Fälle? Wie lassen sie sich verhindern? Ein Unfallforscher sieht hier Hausärzte in einer Schlüsselstellung.
Morgendliche Joggingrunde oder Fahrradfahrt zur Arbeit – schützt beides gleichermaßen vor Demenz? Eine große Metaanalyse deutet darauf hin, dass körperliche Aktivität je nach Kontext unterschiedlich mit dem Demenzrisiko assoziiert sein könnte.
Männer sind nach Herzinfarkten häufiger von schweren Komplikationen betroffen – vermutlich durch die Wirkung von Testosteron. Patienten, die bereits mit einem bekannten Prostata-Medikament behandelt wurden, profitierten offenbar von einer kardialen Schutzwirkung.
Die geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag könnte genau das Gegenteil des gewünschten Effekts erzielen, warnt der Sozialverband VdK.
Bayern verzeichnet nach wie vor ein großes Interesse der Landarzt- und der ÖGD-Quote. Rund 400 Interessierte hatten sich für die 196 Plätze beworben.
Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer. Aber wie genau soll sie aussehen?
Immer mehr Menschen nutzen KI-Chatbots, um über persönliche und psychische Probleme zu sprechen. Damit wächst auch die Sorge, dass die Interaktion mit solchen Systemen negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben könnte. Forschende haben die verfügbaren Studien hierzu untersucht und sehen eine Vielzahl von Risiken.
Mitarbeitende in Praxen und Kliniken sollen besser gegen Gewalt geschützt werden. Das hat Gesundheitsminister Linnemann am Montag angekündigt. Ein Referentenentwurf des Justizministeriums (BMJV) sieht das zum Teil bereits vor. Doch das Kabinett lässt ihn links liegen. Nicht mehr lang, hofft das BMJV.
Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte waren 2025 die zwei beliebtesten Ausbildungsberufe bei Frauen. Doch mit ihrer Ausbildung sind längst nicht alle zufrieden, zeigt der DGB-Ausbildungsreport. ZFA landen sogar auf dem letzten Platz der 25 untersuchten Berufe.
Will da jemand sein Geschäftsfeld retten? Ein minimalinvasiver Kathetereingriff kann einer Metaanalyse zufolge Schmerzen bei Kniearthrose lindern. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik sollte das Ergebnis nicht überbewertet werden. Sie spricht sich für „eine sorgfältige Einordnung“ der Methode aus.
Die extreme Hitzewelle Ende Juni hat die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor erhebliche Probleme gestellt. Kaum eine Klinik war darauf vorbereitet – und die Folgen für Patienten und Mitarbeiter dramatisch, zeigt eine Umfrage.
Rhabdomyosarkome befallen häufig die Knochen und gehen dann mit einer schlechteren Prognose einher. Um die Ausbreitung zuverlässig zu bestimmen, wird eine Knochenmarkpunktion durchgeführt. Eine PET könnte Kindern womöglich die schmerzhafte Prozedur ersparen.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die Telefon-AU abschaffen. Der niedersächsische Gesundheitsminister und aktuelle Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Dr. Andreas Philippi (SPD) widerspricht vehement.
Patienten empfinden die Suche nach einem passenden Arzttermin häufig als zeitaufwendig, hat eine Umfrage der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse ergeben. Viele sind demnach einem zentralen Online-Portal nicht abgeneigt – wollen aber weiter selbst über die Arztwahl bestimmen.
Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist das vierte Mal in Folge auf einen neuen Höchststand gestiegen. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Im vergangenen Jahr gab es zehn Prozent mehr Meldungen als noch 2024. Und auch die Verdachtsmeldungen erleben einen traurigen Rekord.
Wie geht es für die Praxen weiter? Das GKV-Spargesetz wird drastische Einschnitte bringen, so viel ist klar. Doch genaue Honorarprognosen seien noch nicht möglich, ärgert sich der Vorstand der KV Bremen.
Die neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses möchte im Gesundheitssystem und im SGB V aufräumen. Im Moment gebe es „ein sehr zerklüftetes und verschlungenes System, das wir immer noch komplexer machen“, kritisiert sie.
Nach einem Infarkt zeigt sich bei manchen Betroffenen ein interessanter Schutzmechanismus: Es bilden sich Kollateralgefäße, welche die Engstelle umgehen und das Gewebe erneut mit Blut versorgen. Wie genau das abläuft, beschreibt eine neue Studie.
Schwere Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus gelten vor allem bei sehr jungen Säuglingen und Kindern mit Vorerkrankungen als gefürchtet. Eine aktuelle Untersuchung zeigt jedoch, dass auch zuvor gesunde, termingeborene Kinder einen großen Anteil der schweren Verläufe ausmachen.