Das Trockene Auge ist eine häufige Erkrankung, die nicht nur die Augen, sondern häufig auch die Lebensqualität belastet. Eine bevölkerungsbasierte Studie aus Hongkong liefert nun Hinweise darauf, dass die subjektiven Beschwerden häufig nicht mit den objektiven Symptomen zusammenpassen und eine ganz andere Ursache dahinterstecken kann.
Trockene Augen werden häufig zusammen mit psychischen Erkrankungen beobachtet. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Hongkong zeigt nun, dass vor allem die subjektiv wahrgenomm...
Bislang wurde stets vermutet, dass Vapes den Einstieg in die „richtige“ Zigarettensucht erleichtern. Ein Cochrane-Review kommt nun allerdings zu einem anderen Schluss: Nikotinhaltige E-Zigaretten können beim Rauchstopp wirksamer sein als konventionelle Nikotinersatztherapien wie Pflaster oder Kaugummis.
Die als „Living Systematic Review“ angelegte Analyse umfasste 80 abgeschlossene randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 29.861 Teilnehmenden bis Januar 2026; neun Studien kamen seit der vorherigen Aktualisierung hinzu. Die Qualität der Studien war allerdings sehr heterogen, betonen die Autoren.
Mehr erfolgreiche Rauchstopps als mit Pflastern und Kaugummis
Die Auswertung der Studien mit hoher Evidenz (insgesamt zwölf St...
Sehr geehrte Kollegen, wie lange soll man ASS protect bei einem Unterschenkel Arterienverschluss geb...
Der Nutzen von Stuhltests zur Darmkrebsvorsorge könnte bislang deutlich unterschätzt worden sein. Eine große schwedische Analyse zeigt, wie stark sich die Darmkrebssterblichkeit bei tatsächlicher Teilnahme am Screening verringerte.
Programme zur Darmkrebsvorsorge mit Stuhltests sind in vielen Ländern fest etabliert. Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass sie die Sterblichkeit an kolorektalen Karzinomen senken können. Wie groß dieser Nutzen unter Alltagsbedingungen tatsächlich ausfällt, untersucht...
Auch bei normalem Körpergewicht kann sich überschüssiges Fett im Bauchraum ansammeln. Eine Kohortenstudie untersuchte nun, ob normalgewichtige Menschen mit zentraler Adipositas häufiger kardiometabolisch erkranken. Die Ergebnisse zeigen: Der Bauchumfang fällt ins Gewicht.
Ein normaler Body-Mass-Index (BMI) schließt eine vermehrte Fettansammlung im Bauchraum nicht aus. Welche kardiometabolischen Folgen dieser Befund im weiteren Verlauf haben kann, wurde bislang überwiegend in Querschnittsstudien untersucht.
Forschende aus China gingen der Frage daher in einer longitudinal...
62-jähriger Pat., seit ca. 10 Wochen trockener Reizhusten, v. a. abends und nachts. Nichtraucher, ke...
Eine langjährige Bindung an dieselbe Hausarztpraxis geht mit weniger ungeplanten Krankenhauseinweisungen einher. Darauf weist eine retrospektive Kohortenstudie aus den Niederlanden hin, die in der Fachzeitschrift Annals of Familie Medicine veröffentlicht wurde.
Die langfristige Betreuung durch dieselbe Hausarztpraxis gilt als zentrales Merkmal einer guten Primärversorgung. Sie wird mit einer besseren Versorgungsqualität und einer geringeren Inanspruchnahme medizinischer Leistungen in...
Oho, die EOS: Marburger Forschende haben ein „Frühwarnsignal im Blut“ entdeckt, das bei einer Pneumonie auf erhöhten Behandlungsbedarf hinweist. Ihrer Studie zufolge geht eine niedrige Eosinophilenzahl bei der Krankenhausaufnahme mit einem höheren Risiko für eine Intensivbehandlung einher.
Das Forschungsteam um Dr. Barbara Weckler und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Uni...
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Pat. Mitte 80, langjährige chronische Diarrhoe, Ende Mai Darmve...
20 Jahre nach einer Leihmutterschaft bleiben die meisten Frauen wohl psychisch stabil – und viele behalten sogar Kontakt zu „ihren“ Familien. Doch längst nicht alle Erfahrungen verlaufen gleich.
Die Interview-Studiezeige, dass keine der teilnehmenden Frauen Anzeichen einer Depression aufweise, fassen die Autoren zu Beginn kurz zusammen. Gleichzeitig erreichten vier Frauen im General Health Questionnaire Werte oberhalb des Schwellenwerts, was statistisch auf ein erhöh...
Wir sitzen zu viel – am Schreibtisch, in der Schule, in der Freizeit am Rechner oder auf der Couch am Handy. Das hat Folgen: Bewegungsmangel führt zu einer immer weiter wachsenden globalen Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie aber lässt sich die körperliche Aktivität steigern, wenn der Alltag die Bewegung einschränkt? Womöglich lautet das Zauberwort: Treppensteigen.
Forschende aus Großbritannien führten eine systematische Literaturrecherche durch und untersuchten, ob Treppensteigen die kardiovaskuläre Mortalität und die Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen, darunter Myokardinfarkt, ischämischer Schlaganfall und Herzinsuffizienz, verringern kann. Veröffentlicht wurde die Analyse im ...
Hat denn jemand bereits Erfahrungen mit dem o.a. Präparat gesammelt? Neben der nichtsegmentalen Viti...
E-Scooter-Unfälle nehmen in Deutschland deutlich zu. Die Polizei registrierte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2025 16.496 Unfälle, das sind 38,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem Männer zwischen 20 und 40 Jahren sind betroffen und weisen häufig schwere Gesichtsverletzungen auf. Davor warnt die Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG).
Eine Auswertung des BG Klinikums Unfallkrankenhaus Berlin aus den Jahren 2020 bis 2024 zeigt, dass rund 40 Prozent der Verletzungen den Kopf- und Ges...
Die Wissenschaft hat geliefert – jetzt droht die Politik den Erfolg zunichtezumachen. Mit dieser eindringlichen Botschaft eröffnete Dr. Raphael Landovitz von der UCLA seine Präsentation auf der Welt-AIDS-Konferenz2026 in Rio de Janeiro und zeigte, was weltweit für uns alle auf dem Spiel steht.
Sein Fazit ist dabeiunmissverständlich klar: Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) gehört zu den größten Erfolgen der modernen Medizin. Das größte Hindernis auf dem Weg zur Beendigung der HIV-Epidemie seien heute aber nicht mehr wissenschaftliche Fragen, sondern vielmehr politische Entscheidungen.
Erfolgsgeschichte der HIV-Prävention
„PrEP funktioniert. Punkt.“ Mit diesem bewusst zugespitzten Titel stellte Landovitz gleich zu Beginn klar, worum es ihm ging. Innerhalb von weniger als zehn Jahren habe s...
Liebe Kolleginnen und Kollegen,es geht um eine Pat. 53J., Uterus myomatosus, perimenopausale Hyperme...
Wenn die Sommerabende lang und warm sind kommen auch die Mücken: Repellentien helfen, die Plagegeister fernzuhalten und schützen so vor unangenehmen Stichen und Krankheiten. Falsch angewendet sind die Mittel aber auch ein Risiko für Augen, Haut- und Schleimhäute, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Vor allem für Kinder unter zwei Jahren sind manche Mittel nicht geeignet.
Der Fachbegriff „Repellentien“ bezeichnet Insekten- und Zeckenschutzmittel, also Substanzen, die Insekten, Zecken und andere Schädlinge abschrecken und Menschen vor lästigen Bissen oder Stichen schützen sollen. Die Mittel blockieren oder stören die Geruchsrezeptoren der Tiere, sodass sie menschlichem Geruch (z.B. Atem, Schweiß) nicht mehr folgen können, teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit, das auf seiner Webseite häufig gestellteFragen und Antworten zu Repellentien und deren gesundheitlichen Risiken zusammengestellt hat. Erhältlich sind Repellentien h...
Wofür steht der änd?
Eine Patientin in ihren 40ern mit vorausgegangenem Schlaganfall, linksseitiger Hemiparese und langjähriger Immobilität fällt durch eine ungewöhnliche Verfärbung ihres Urinbeutels auf: Seit etwa zehn Tagen zeigt sich eine ausgeprägte violette Färbung, schreiben die Autoren des Falls im Fachmagazin BMC Urology.
Symptome wie Fieber oder Schmerzen treten nicht auf. Die Frau ist seit zwei Jahren dauerhaft katheterisiert und vollständig pflegeabhängig, wie es weiter heißt.
Auffälliger Befund ohne klin...
Welchem Zweck dient die Röntgenkontrolle nach einer Osteosynthese oder würden Sie ein zusammengeschr...
Eine 71-jährige Chinesin stellt sich wegen seit mehr als einem Jahr intermittierend auftretenden Schwindels vor, der sich seit zwei Monaten deutlich verstärkt. Gleichzeitig bemerkt die Familie Gedächtnislücken und verlangsamte Reaktionen – die Diagnose istniederschmetternd und rasch letal.
Die Patientin weist vorab keine relevante medizinische Vorgeschichte auf. Wegen des Schwindels suchte sie bereits andere Kliniken auf. Seit etwa zwei Monaten fielAngehörigen zusätzlich auf, dass sie gelegentlich die Namen von Bekannten vergisst und etwas langsamer reagierte, schreiben die Autoren des Fallberichts eingangs im Journal of Medical Case Reports.
Eine Diffusionswichtung der kraniellen MRT zeigt schließlich auffällige Signalanhebungen im Kortex beider Temporal-, Okzipital-, Parietal- und Frontallappen sowie im linken Inselkortex. Im EEG finden sich diffuse gemischte langsame Wellen mit einer Frequenz von 3 bis 5 Hz und wechselnder Amplitude, die vorwiegend anterior auftreten.
Aufgrund diesesMRT-Befunds empfehlen die behandelnden Ärzte eine weitere Abkl...
Statine sind aus der kardiovaskulären Prävention kaum wegzudenken. Doch wenn unter der Therapie die Muskeln schmerzen, geraten Nutzen und Verträglichkeit schnell in Konflikt. Eine neue Studie liefert nun eine mögliche Erklärung, warum Statine bei manchen Patienten die Muskeln belasten.
Statine senken das kardiovaskuläre Risiko und gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Ihre muskuläre Verträglichkeit entscheidet im Behandlungsalltag jedoch oft darüber mit, wie gut eine Therapie fortgeführt werden kann. „Leider führen Muskelnebenwirkungen dazu, dass manche Menschen ihre Dosis reduzieren oder die Einnahme des Medikaments ganz beenden“, betont Seniorautor Jonathan Schertzer in einer Mitteilung der McMaster University.
Mit seinem Team untersuchte er in einer in Science Advances veröffentlichten Studie, über welchen...
Die Vorgeschichte ist ja bekannt. Nach 11 Wochen mit Pred Forte und Nevanac 3% behandelt, ist keine ...
Viele greifen im Klinik- und Praxisalltag fast automatisch zu Einmalhandschuhen – oft in der Annahme, damit Patienten und sich selbst besser zu schützen. Doch genau dieser Reflex kann kontraproduktiv sein. Warum weniger Handschuhe in vielen Situationen sogar mehr Hygiene, mehr Sicherheit und zugleich mehr Nachhaltigkeit bedeuten, erklärt Jonas Loff vom Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen (KliMeG)im Interview.
Herr Loff, SIe sind u. a. beim KliMeG – Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen tätig. Worum handelt es sich dabei und was sind dessen Aufgaben?
Rund fünf Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entstehen im Gesundheitswesen bzw. in seinen vorgelagerten Lieferketten. Gleichzeitig ist das Gesundheitswesen selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen, etwa durch Hitzewellen, andere Extremwetterereignisse oder zunehmende psychische Belastungen. KliMeG unterstützt bettenführende Gesundheitseinrichtungen dabei, sich klimafreundlicher und klimaresilienter aufzustellen. Als Kompetenzzentrum bieten wir eine Wissens- und...
Ein 56-jähriger Mann stellt sich mit seit zwei Tagen progredienten Schmerzen im Genitalbereich und reduziertem Allgemeinzustand vor. In der Anamnese berichtet er über ungeschützten oralen Geschlechtsverkehr vier Tage zuvor – nach anfänglicher Fehleinschätzung eskaliert die Lage rasch, wie die Autoren ihren Fall unlängst auf dem68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft in Berlin vorstellten.
Klinisch zeigen sich drei vesikuläre Läsionen mit serösem Inhalt am Penis, ein ausgeprägtes Ödem des Penisschaftes sowie eine inguinale Lympha...
Wie behandelt man eine partial rupturierte Tibialis posterior Sehne mit dadurch entstandener chronis...
Eine Frau Anfang 40 stellt sich mit Schwindel, allgemeiner Schwäche sowie drei Episoden von Erbrechen in der Notaufnahme vor. Bei zunächst unspezifischer Anamnese sind die körperlichen Befunde im wahrsten Sinne des Wortes ein Schock.
Die Patientin berichtet ferner über unspezifische thorakale Beschwerden undseit mehreren Monaten intermittierende Palpitationen.Weitere kardiale, neurologische, gastrointestinale oder respiratorische Symptome bestehen zunächst nicht. In den vergangenen Wochen fühlte sie sich psychisch belastet, berichten die Autoren des Fallberichts im Fachmagazin Cureus.
Bei Aufnahme bereits Schocksymptomatik
Bei Aufnahme präsentiert sich die Patientin blass, tachykard (126/min) und tachypnoisch (30/min), der Blutdruck liegt bei 100/80 mmHg. Klinisch zeigt sich lediglich ein Druckschmerz im rechten Unterbauch, neurologische Ausfälle bestehen nicht. Das EKG weist eine Sinustachyk...
Ein Mann in den Sechzigern beklagt eine zunehmende Schwellung des Knies und es besteht der Verdacht auf eine Arthritis. Er hat kaum Schmerzen – angesichts der ausgeprägten Zerstörung des Gelenks ist das verwunderlich. Doch seine Vorgeschichte erklärt den ausgeprägten Befund und führt letztlich zur Diagnose.
Ein 62-jähriger Mann stellt sich mit einer seit neun Monaten progredienten Monoarthritis des rechten Knies vor. In der Anamnese berichtet der Patient über ein riskantes Sexualverhalten sowie eine zurückliegende Behandlung einer chronischen zervikalen Lymphadenopathie vor etwa 40 Jahren. Der Fallbericht erschien auf der Plattform Cureus.
Ausgedehnte Destruktion – ohne Schmerzen
Bei der Unters...
Liebe Kolleginnen und Kollegen,es geht um eine Pat. Mitte 50, BMI 23, Uterus myomatosus, perim...
Ein gesunder 17-Jähriger stellte sich in einer Notaufnahme mit plötzlicher beidseitiger Schwäche und Taubheit beider Arme vor. Er habe sich beim Lernen eigentlich nur gestreckt – anschließend kam es zu einer rasch voranschreitenden Tetraparese.
Der junge Mann beschreibt, dass er beim Strecken ein„knackendes“ Geräusch vernommen habe. Innerhalb weniger Stunden waren erst seine Arme von einer Taubheit und Schwäche betroffen, schließlich auch seine Beine, sodass der Patient nicht mehr gehfähig ist. Der Fallbericht erschien auf der Plattform Cureus.
Akute Tetraparese
Bei der neurologischen Untersuchung zeigen sich ausgeprägte motorische Defizite mit einer distalen Schwäche der oberen Extremitäten (Handkraft 3/5) sowie einer deutlichen proximalen Schwäche beider Beine (Kraft bei Hüftbeu...
Die aktualisierte US-Leitlinie zum Management der Dyslipidämie empfiehlt eine Statintherapie zur Primärprävention künftig für deutlich mehr Menschen als bisher – die Zahlen gehen in die Millionen. Das betrifft insbesondere Personen mit bislang niedrigerem kardiovaskulärem Risiko. Wie ist die Lage in Deutschland?
Die Studie erschien in JAMA Cardiology. Anhand repräsentativer Daten der US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) untersuchten die Autoren, wie sich die 2026 veröffentlichte Leitlinie der American Heart Association (AHA), des American College of Cardiology (ACC) und weiterer Fachgesellschaften auf die Zahl der Erwachsenen auswirkt, für die eine Statintherapie zur Primärprävention empfohlen wird.
Was ä...
Würde gerne mal die erfahreneren Ortho-Kollegen um Meinung bitten: 54-jähriger Pat., seit ca. 5 Mona...