Aktuelle Meldungen

Deutscher Krebskongress

Bestätigungs-PSA reduziert unnötige Diagnostik deutlich

Die Leitlinien der European Association of Urology empfehlen bislang einen einmaligen PSA-Test mit weiterer Abklärung auf ein mögliches Prostatakarzinom ab ≥ 3 ng/ml. Daten der PROBASE-Studie zeigten nun auf dem DKK 2026: Eine bestätigende Zweitmessung kann häufig unnötige invasive Diagnostik reduzieren.

Pränataldiagnostik

Mehr als Aneuploidie: Prognosewert der Nackentransparenz

Die fetale Nackentransparenz (NT) ist ein etablierter Bestandteil des Ersttrimesterscreenings. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass auch bei chromosomal unauffälligen Feten mit zunehmender Nackentransparenz das Risiko für strukturelle Anomalien und ungünstige Schwangerschaftsverläufe steigt.

Fallbericht

Neuer Therapie-Ansatz bei Immunthrombo­zytopenie?

Die Unikliniken Magdeburg und Freiburg melden einen gemeinsamen Therapieerfolg: Mit neuem Immuntherapie-Ansatz konnte eine Patientin mit einer besonders schweren Form der seltenen Blutkrankheit Immunthrombozytopenie (ITP) erfolgreich behandelt werden. Zum Einsatz kam ein sogenannter T-Zell-Engager.

Perspektive

Periprothetische Gelenkinfektionen: Kommt der Feind aus dem Inneren?

Periprothetische Gelenkinfektionen sind selten, aber folgenschwer. Neue Erkenntnisse legen nahe: Oft stammen die Erreger nicht von außen, sondern aus dem eigenen Mikrobiom – womöglich über einen „Trojanischen Pferd“-Mechanismus. Darm, Haut und Nasenschleimhaut rücken damit therapeutisch in den Fokus.

Ernährung bei Krebs

Neue Leitline: keine Evidenz für „Krebsdiäten“ und vegane Ernährung

Die S3-Leitlinie zur onkologischen Ernährungsmedizin wurde nach elf Jahren aktualisiert: Sie spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. „Krebsdiäten“ und spezielle Fastenprogramme seien demnach nicht für Krebspatienten geeignet, bergen aber ein hohes Risiko für Mangelernährung, das auch zum Tod führen könne.

Kasuistik

Blutiger Ausfluss aus dem Ohr

Eine 63-jährige Frau stellt sich mit starken rechtsseitigen Kopf- und Gesichtsschmerzen, Photophobie, Tinnitus und blutigem Ausfluss aus dem rechten Ohr vor. Die Ärzte vermuten eine eitrige Otitis media – doch die ist es nicht.

Tod nach Herztransplantation

Organ wurde falsch gekühlt

Ein zweijähriger Junge mit einer angeborenen Herzerkrankung hatte kurz vor Weihnachten eine Herztransplantation erhalten. Nun verstarb Domenico auf der Intensivstation des Monaldi-Krankenhauses in Neapel nach einer schweren Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Der tragische Fall wird jetzt untersucht.

Depressionen

Kurz wirksames Psychedelikum zeigt Effekt bei Depression

Schneller Wirkeintritt, kurze Behandlungsdauer, anhaltender Effekt: Eine Phase-IIa-Studie untersuchte intravenöses DMT bei moderater bis schwerer Depression. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Symptomreduktion gegenüber Placebo bei guter Verträglichkeit. Damit rückt ein kurz wirksames Psychedelikum als potenziell neuer Therapieansatz in den Fokus der klinischen Forschung.

Präklinische Studie

Tirzepatid als künftiges Medikament gegen Alkoholismus?

Erstmals zeigen präklinische Daten, dass Tirzepatid (Handelsname Mounjaro) nicht nur Körpergewicht und Blutzucker beeinflusst, sondern auch den Alkoholkonsum reduziert. Offenbar scheint der Wirkstoff das dopaminerge Belohnungssystem zu beeinflussen und epigenetische Anpassungen zu bewirken. Die Forschenden hoffen nun auf neue Therapieansätze bei Alkoholabhängigkeit.

Studie

Schwangerschaft ist ein kardiologischer Stresstest

Eine Schwangerschaft verlangt dem weiblichen Organismus viel ab – auch dem Herz-Kreislauf-System. Genau darin liegt offenbar eine Chance für die Prävention: Bestimmte Blutwerte in der Schwangerschaft können Hinweise auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko Jahre später liefern.

Neue Daten

Spontane Koronardissektionen betreffen vor allem Frauen

Die spontane Koronardissektion gilt als eine weiterhin unterdiagnostizierte Ursache des akuten Myokardinfarkts bei jüngeren, häufig kardiovaskulär ansonsten gesunden Frauen. Das bestätigen aktuelle Daten. Diese weisen aber auch auf einen anderen bedeutenden Aspekt hin.

Kongress-Update

Onkologische Notfall­praxis: Hyper­kal­zämie erkennen und behandeln

Die Hyperkalzämie ist eine häufige und prognostisch relevante metabolische Komplikation bei Patienten mit malignen Erkrankungen. Nach klinischer Erfahrung scheint nicht nur die Zahl der Betroffenen zuzunehmen, sondern auch die Krankheitslast zu steigen – bei gleichzeitig eingeschränkter Überlebenszeit, berichtete Ulrike Nitschke aus Halle anlässlich des DKK 2026.

Geburtsbezogene PTBS

Nicht jede Geburt ist von Glück geprägt

Es kann zu den schönsten Momenten des Lebens gehören - doch bis zu 50 Prozent der Frauen empfinden eine Geburt als traumatisch. Darüber berichtete Prof. Kerstin Weidner, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für psychosomatische Medizin (DGPM), in einer Pressekonferenz anlässlich des Psychosomatik-Kongresses vom 4. bis 6. März in Berlin.

Neuer RKI Ratgeber

„Alles“ über invasive Infektionen mit Pneumokokken

Was tun bei invasiven Pneumokokken-Erkrankungen (IPD) wie Bakteriämien, Sepsis oder Meningitiden? Das Robert Koch-Institut bietet im aktuellen „Epidemiologischen Bulletin“ (8/2026) Hilfe an. Das Bulletin enthält als Erstveröffentlichung den neuen RKI-Ratgeber zum Thema „Pneumokokken, invasive Infektion“.

Arthrose

Bewegungstherapie im Evidenztest

Bewegung gilt seit Jahrzehnten als therapeutische Konstante in der Behandlung der Arthrose. Sie ist fester Bestandteil nationaler und internationaler Leitlinien und gilt als sichere, kosteneffiziente und breit einsetzbare Intervention. Eine aktuelle Übersicht im Fachmagazin RMD Open unterzieht dieses Paradigma einer umfassenden Neubewertung – mit Ergebnissen, die zur differenzierten Betrachtung anregen.

Forschung

Eine Impfung gegen multiple Atemwegserreger

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Ein intranasaler Impfstoff könnte erstmals einen breit angelegten Schutz gegen unterschiedliche respiratorische Erreger ermöglichen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die zwar bislang nur im Mausmodell erprobt wurde, doch zeigte: Die Vakzine wirkte gegen SARS-CoV2 und andere Viren, Bakterien und sogar Allergene.

Nach 5.000 Jahren im Eis:

Höhlenbakterien sind resistent gegen moderne Antibiotika

Irgendwie waren sie ihrer Zeit voraus: Bakterien, die aus einer 5.000 Jahre alten Eisschicht einer Eishöhle in Rumänien isoliert wurden, kommen offenbar auch mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gut zurecht. Die lange auf Eis gelegten Mikroorganismen sind resistent gegen zehn „moderne“ Antibiotika – sie können aber auch anderen Bakterien das Leben schwer machen.

Deutscher Krebskongress

Früherkennung Zervixkarzinom: Ist das Optimum schon erreicht?

Weltweit ist das Zervixkarzinom die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und selbst in Deutschland erkranken trotz Früherkennung und verfügbarer HPV-Impfung jährlich 4.300 Frauen neu an diesem Tumor. Woran liegt das und wie kann die Früherkennung zukünftig besser organisiert werden?

Medikationsprävalenz

Studie zeigt breite Arzneimittelnutzung

Eine aktuelle Analyse aus den USA zeigt, dass knapp zwei Drittel der Erwachsenen innerhalb einer Woche mindestens ein Medikament einnehmen. Rezeptfreie Präparate sind dabei nahezu ebenso verbreitet wie verschreibungspflichtige Arzneien. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der gleichzeitig angewendeten Wirkstoffe deutlich.

Verklagt:

Dauerte die Diagnostik zu lange?

Ein Frau verstirbt an einem metastasierten Ösophaguskarzinom. Kurz darauf verklagt die Familie das Krankenhaus, weil die radiologische Abteilung zusätzliche Diagnostik zur Abklärung eines fraglichen Zweitmalignoms eingeleitet hatte. Dies hätte zur Therapieverzögerung geführt. Hat das Krankenhaus tatsächlich einen Fehler gemacht?

Epstein-Barr-Virus-Infektionen

„Aktuelles Rauchen“ erhöht die Viruslast

Nicht-genetische Faktoren haben bei Epstein-Barr-Virus-Infektionen einen großen Einfluss auf die Viruslast: Diese ist beispielsweise bei Rauchern und immungeschwächten Personen erhöht. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Ophthalmologie

Sturzrisiko bei Sehschwäche durch häusliche Gefahren

Ältere Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen gelten seit Langem als besonders sturzgefährdet. Eine aktuelle Analyse legt nun nahe, dass dieses Risiko maßgeblich vom häuslichen Umfeld abhängt und sich vor allem dort an konkreten Gefahrenquellen manifestiert.

Schlafmedizin

Gestörter Schlaf als Treiber chronischer Schmerzen

Schlafstörungen und chronische Schmerzen treten häufig gemeinsam auf und sind klinisch eng miteinander verknüpft. Ein aktuelles narratives Review in eBioMedicine analysiert diese Beziehung entlang der Lebensspanne und legt nahe, dass gestörter Schlaf insbesondere in frühen Lebensphasen ein eigenständiger Risikofaktor für spätere Schmerzsymptome sein könnte.

Studienübersicht:

Strahlentherapie als „schonende Alternative zu großen Operationen“

Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie weist auf aktuelle Studien hin, welche den Wert der Strahlentherapie „als schonende Alternative zu großen Operationen“ belegen. Sie betreffen Oropharynx-, Harnblasen- und Prostatakarzinome sowie Enddarmtumore.

Myokardinfarkt

Mehr Herzkatheter, weniger Todesfälle?

Es scheint so naheliegend: Je mehr Herzkatheter bei Myokardinfarkt durchgeführt werden, um so niedriger ist die Mortalität. Doch aktuelle Daten, die beim EAPCI-Summit 2026 vorgestellt wurden, ergeben ein anderes Bild. Viel mehr kommt es auf die Erfahrung der einzelnen Operateure an.

Prävention

Baduanjin gegen hohen Blutdruck

Eine traditionelle chinesische Bewegungsform könnte sich als wirksame Option in der kardiovaskulären Prävention erweisen. Eine Studie zeigt, dass regelmäßig praktiziertes Baduanjin bei Personen mit hochnormalem Blutdruck zu einer signifikanten und anhaltenden Senkung des systolischen Blutdrucks führte. Die Intervention erwies sich als sicher, gut umsetzbar und mit hoher Adhärenz verbunden.

ACS bei Frauen

Daten zeigen hohe MINOCA-Rate

Frauen mit akutem Koronarsyndrom (ACS) weisen ein eigenständiges klinisches und psychosoziales Risikoprofil auf. Sie werden in Studien jedoch weiterhin unterrepräsentiert, obwohl sie ein höheres Risiko für einen ACS-bedingten Tod haben. Erste Daten eines neuen italienischen Registers (GEDI-ACS) unterstreichen die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Prävention und Therapie.

Pertussis

Comeback einer alten Infektion

Keuchhusten erlebt trotz verfügbarer Impfung einen Wiederanstieg der Infektionszahlen. Die Erkrankung wird bei Erwachsenen zuweilen nicht erkannt - mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Säuglinge und Risikogruppen. Ein Artikel in JAMA gibt einen Überblick.

Kongress-Update

Krebs setzt Intimität unter erheblichen Druck

Eine Krebserkrankung stellt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Partnerschaft auf eine harte Probe – Sexualität und Lebensqualität verändern sich und selbst die Scheidungsrate steigt an, wie Prof. Tanja Zimmermann auf dem DKK in Berlin präsentierte.

Deutscher Krebskongress

Abemaciclib noch nicht überall im Versorgungsalltag angekommen?

Die Rezidivrate bleibt bei Patientinnen mit HR-positivem, HER2-negativem frühem Mammakarzinom und hohem Risikoprofil klinisch bedeutsam. Registerdaten aus Deutschland beleuchten nun erstmals systematisch, wie Abemaciclib seit seiner Zulassung im April 2022 im Versorgungsalltag eingesetzt wird.

G-BA-Bewertung:

Lecanemab ohne belegten Zusatznutzen

Der Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab hat keinen belegten Zusatznutzen. Das teilt der Gemeinsame Bundesausschuss mit. Das Bewertungsergebnis ist nun die Basis für die anstehenden Preisverhandlungen. Der G-BA bemängelt vornehmlich die kurze Beobachtungszeit der vom Hersteller vorgelegten Studien.

Pädiatrie

Können zuckerhaltige Getränke Ängste auslösen?

Ein systematischer Review mit Metaanalyse zeigt, dass Jugendliche mit hohem Konsum von Softdrinks, Energy Drinks und gesüßten Säften häufiger über Angstsymptome berichten. Ein Kausalzusammenhang lässt sich aus den Daten allerdings nicht ableiten.

Akute respiratorische Erkrankungen

RKI: Höhepunkt der Grippewelle überschritten!

Die Grippewelle hält weiter an. Doch sie scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben, denn die Zahlen der Influenza-Fälle sind gesunken. Insgesamt dominieren laut RKI aber weiterhin Influenzaviren das ARE-Geschehen. Influenzaerkrankungen betreffen alle Altersgruppen.

Bildgebung

Mit neuen „Metamaterialien“ zu schärferen MRT-Aufnahmen

Tiefer liegende anatomische Details lassen sich im MRT oft nur ungenau darstellen. Forschende des Max Delbrück Center stellen nun eine Hochfrequenz-Antenne vor, die die Bildqualität erhöht und die Scan-Dauer verkürzen kann – auch bei schon bestehenden Geräten.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Fettverteilung beeinflusst Verlauf bei CED

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen könnte nicht das Körpergewicht per se, sondern die Fettverteilung entscheidend für den Krankheitsverlauf sein. Eine Analyse zeigt, dass die viszerale Fettfläche das Risiko für ein Rezidiv vorhersagen kann. Der BMI besaß hingegen keine prognostische Aussagekraft.

Psychosomatik-Kongress

„Magersucht ist keine Willensschwäche“

Die Anorexia nervosa gehört zu den gefährlichsten psychischen Erkrankungen. Wie die DGPM und das DKPM im Vorfeld ihres Psychosomatik-Kongresses betonen, liegt die Sterblichkeit etwa fünfmal höher als in der gleichaltrigen Allgemeinbevölkerung.

Fallbericht

Das Rätsel der verschwundenen „Tumoren“

Ein 80-Jähriger präsentiert sich mit Makrohämaturie. Die Bildgebung spricht für ein metastasiertes Blasenkarzinom mit pulmonalem Rundherd, doch die Histologie enthüllt eine ganz andere Erkrankung. Zusätzlich verschwinden sowohl die Blasenläsionen als auch der Lungenbefund nach lediglich diagnostischer TUR vollständig.

Altersmedizin

Neue Version der Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ verfügbar

Die als „Living Guideline“ mit jährlicher Aktualisierung konzipierte Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ wurde turnusgemäß auf den neuesten Stand gebracht. Die überarbeitete Empfehlungssammlung stellt – nach wie vor – hauptsächlich Tests vor, die helfen sollen, anhand von elf Dimensionen den Status älterer Menschen einschätzen zu können.

Kardiovaskuläres Risiko

Ernährungsqualität prägt die Herzgesundheit

Trotz jahrzehntelanger Forschung zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen wird weiterhin diskutiert, welche Ernährungsformen langfristig den größten protektiven Effekt auf die Herzgesundheit haben. Eine aktuelle Analyse trägt mit neuen Daten zur Klärung dieser Frage bei und zeigt, welche Ernährungsmuster mit einem signifikant geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sind.

Pädiatrie

Religiöse Überzeugungen sind kein Hindernis für Mediation

Religiös geprägte Konflikte um die medizinische Behandlung schwerkranker Kinder gelten als besonders verhärtet und juristisch eskalationsanfällig. Eine qualitative Studie legt nun nahe, dass Mediation auch in Fällen mit religiöser Dimension tragfähig ist, insofern die Beteiligten offen für das Verfahren sind.

Mikrobiom und Brustkrebs

Pathogene Bakterien als Treiber des Mammakarzinoms

Pathogene Bakterien im Mikrobiom von Darm und Brustgewebe könnten nach aktuellen präklinischen Daten das Wachstum und die Progression von Brustkrebs fördern, indem sie gezielt in den Polyaminstoffwechsel eingreifen und ein proinflammatorisches, DNA-schädigendes Tumormikromilieu schaffen.

Kasuistik

32-Jährige trans Frau erleidet kompletten AV-Block

Die Patientin stellt sich im Sommer in einer Notaufnahme mit Fieber, Exanthem und Schwindel vor. Zwei Wochen zuvor litt sie bereits unter Fatigue, Myalgien und Fieber bis 38,9 °C, die nach sieben Tagen sistierten. Sie zeigt überdies ein nicht juckendes, schmerzloses Exanthem mit multiplen, scharf begrenzten anulären Läsionen.

Hilfe für die Praxis:

Neues RKI-Faktenblatt zur 6-fach-Impfung

Das Robert Koch-Institut hat ein Faktenblatt zur 6-fach-Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis, Hib und Hepatitis B entwickelt. Das zwei DIN-A-Seiten umfassende Faktenblatt soll „Impfende in ihrer täglichen Arbeit unterstützen“ und Patienten mit anschaulichen Graphiken die wichtigsten Fakten zur Impfung erklären.

Schlaganfall-Versorgung

Schnell zum nächstgelegenen CT anstatt in die Stroke Unit?

Eine Studie aus Düsseldorf macht Vorschläge, wie Patienten in Deutschland mit telemedizinischer Hilfe schneller versorgt werden könnten. Die nächstgelegene Stroke Unit ist demnach im Notfall nicht immer die beste Adresse.

Nachhaltigkeit

Digitaler Leitfaden hilft, Emissionen im Praxisalltag zu senken

Hausarztpraxen sind für viele Menschen die erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen und könnten auch beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle spielen. Forschende der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben ein digitales Toolkit entwickelt, das Niedergelassenen konkrete, praxistaugliche Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit offeriert.

Aderhautmelanom

Früherkennung entscheidet über Heilungschancen

Das Aderhautmelanom ist selten, metastasiert jedoch früh und geht dann mit einer schlechten Prognose einher. Fachverbände rufen daher zu regelmäßigen Fundusuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr auf, insbesondere bei Risikopersonen mit hellen Augen oder angeborene Pigmentflecken der Aderhaut.

Kindliche Hirntumoren

Zur Diagnose ohne Gewebeprobe

Sogenannte Liquid Biopsies werden bisher lediglich zum Monitoring von manchen Krebsarten genutzt. Zur Diagnostik kann dieses Verfahren bislang nicht eingesetzt werden. Das könnte sich aber künftig ändern, denn Forschende haben mithilfe von künstlicher Intelligenz ein Verfahren entwickelt, um kindliche Hirntumoren ohne Gewebeprobe zuverlässig zu diagnostizieren.

Fallbericht

65-Jährige mit akuter refraktärer Lumbalgie

Eine 65-jährige Frau ohne relevante Vorerkrankungen stellt sich mit seit 48 Stunden bestehenden rechtsseitigen lumbalen Schmerzen vor, die ihr weder Sitzen noch Aufstehen erlauben und in den Oberschenkel ausstrahlen. Sie berichtet über mehrere ambulante Konsultationen ohne Besserung.

Überblick

Lumbaler Rückenschmerz in der Praxis: die Crux mit dem Kreuz

Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst den Stand zu Klassifikation, Diagnostik und Therapie lumbaler Bandscheibenvorfälle zusammen und ordnet konservative, interventionelle sowie operative Strategien evidenzbasiert ein.

Herzgesundheit

Darf man nun Wein trinken - oder nicht?

Es streiten sich die Gelehrten: Ist Wein im Rahmen einer mediterranen Diät schädlich oder womöglich sogar kardioprotektiv? Die Nachbeobachtung einer großen Studie kam nun zu dem Schluss: Genaues weiß man (wieder) nicht. Eine generelle Empfehlung zur Abstinenz gibt es nicht - aber auch nicht zum Konsum. Entscheidend sei sehr viel mehr die Ernährung.