Ebola-infizierter Arzt soll in Charité behandelt werden
Der Ebola-Ausbruch im Kongo bereitet Experten große Sorge. Jetzt werden mehrere Personen nach Deutschland ausgeflogen - darunter soll auch ein Arzt aus den USA sein.
Der Ebola-Ausbruch im Kongo bereitet Experten große Sorge. Jetzt werden mehrere Personen nach Deutschland ausgeflogen - darunter soll auch ein Arzt aus den USA sein.
Nach einem Hackerangriff auf einen Verein, der Kassenrezepte prüft, hat die Polizei bestätigt, dass tatsächlich Daten abgegriffen wurden. Im Zuge der laufenden Ermittlungen sei inzwischen bestätigt worden, dass eine Gruppierung Namens „Kairos“ für die Tat verantwortlich sei.
Die Bundesregierung setzt auf eine deutlich erweiterte Gesundheitsdatennutzung bei der Weiterentwicklung des Gesundheitsstandorts Deutschland. Das gab sowohl Bundesgesundheitsministern Nina Warken (CDU) als auch der digitalpolitische Sprecher der SPD Matthias Mieves zu erkennen.
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zählt zu den schwersten neurologischen Erkrankungen überhaupt. Trotz neuer medikamentöser Ansätze ist die Erkrankung bislang unheilbar – ein Überblick des aktuellen Wissens.
Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD treiben die Reform der Apothekenversorgung mit hoher Geschwindigkeit voran. Die nun vorliegenden Änderungsanträge gehen in zentralen Punkten über den bisherigen Gesetzentwurf hinaus - und betreffen auch die Schnittstellen zur ambulanten ärztlichen Versorgung.
Die KBV verschärft ihre Kritik am geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG). Vorständin Dr. Sibylle Steiner warnt vor erweiterten Eingriffen der Krankenkassen in die Versorgung, einer Fehlsteuerung über ePA-Daten und unverhältnismäßigen Sanktionen für Praxen.
Personalmangel, Arbeitsverdichtung, ökonomischer Druck, Bürokratie, Ambulantisierung und die Folgen der Krankenhausreform machen Veränderungen bei der fachärztlichen Weiterbildung nötig, meint der Marburger Bund. Was es dazu braucht, hat er in einem Positionspapier zusammengefasst.
Ein junger Mann wird mit dem Verdacht auf ein Oropharynxkarzinom zur weiteren Diagnostik stationär aufgenommen. Erst seine Vorgeschichte gibt Hinweise darauf, dass eine Biopsie der großen Zungengrundläsion wohl nicht vonnöten ist.
Was verrät der typische Klinikgeruch über Medizin, Vorurteile und unseren Umgang mit Patienten? Ein Forschungsprojekt sucht Zeitzeugen und blickt tief in die Geschichte von Krankenhäusern.
Für den Wiesbadener Arzt Dr. Christian Köhler ist klar: Kommt die vorgesehene Sparreform ohne deutliche Änderungen, sind Auswirkungen auf die Versorgung nicht mehr zu vermeiden – angefangen mit einem Aufnahmestopp ab Jahresende. Der Allgemeinmediziner startet nun eine Briefaktion an die Politik.
Die Schilderungen von Übergriffen auf dem Ärztetag in Hannover beschäftigt die Ärztekammern weiter. In einer gemeinsamen Erklärung stellen Bundes- und Landesärztekammern klar: Ein solches Verhalten wollen sie nicht dulden.
Eine Studie aus Brasilien belegt einen Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung der Luft und Nierenerkrankungen. Interessant: Bereits eine geringe Luftbelastung hat offenbar einen Effekt.
Eine in „JAMA Neurology" veröffentlichte prospektive Fall-Kontroll-Studie lieferte unlängst Hinweise darauf, dass selbst einzelne Amateurspiele mit messbaren, wenn auch vorübergehenden Veränderungen neuronaler Blutmarker verbunden sein können.
Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten immer besser werden, sterben europaweit Millionen von Menschen an den Folgen kardiovaskulärer Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des European Society of Cardiology-Atlas-Projekts 2025.
Bei Diabetes mellitus sinken die kardiovaskulären Ereignisraten, doch das Risiko bleibt erhöht. Auf dem Diabetes Kongress 2026 wurde deutlich, warum gleiche LDL-Werte nicht gleiches Risiko bedeuten – und warum die Lipidtherapie konsequenter genutzt werden müsste.
Die KV Nordrhein will ab dem zweiten Quartal 2026 ihre bisherige Testabrechnung zu einem festen Bestandteil des Abrechnungsprozesses ausbauen. Die KV verspricht sich von der Vorprüfung weniger Fehler bei der Abrechnung, weniger Regressrisiken und Zeitersparnis für das Praxispersonal.
Eine internationale Analyse von mehr als 2,5 Millionen Datensätzen liefert erstmals Hinweise darauf, dass insbesondere Männer mit höherem Körpergewicht auch ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko aufweisen könnten.
Ärzte im Ruhestand reden mit Patienten über deren Krankheiten - ehrenamtlich und ohne Zeitdruck: Solche Angebote gibt es in Bremerhaven und Niedersachsen. Doch den Kammern sind sie ein Dorn im Auge.
Typ-1-Diabetes wird oft erst erkannt, wenn Kinder bereits symptomatisch sind. Dabei beginnt der autoimmune Prozess lange vor der klinischen Diagnose. Screeningprogramme, Risikoscores und erste krankheitsmodifizierende Therapien könnten diese frühe Phase künftig stärker nutzbar machen.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat mehrere Medikamente auf ihren Zusatznutzen untersucht, unter anderem Teplizumab bei Diabetes mellitus Typ 1, Selumetinib bei plexiformer Neurofibromarose und Sotatercept bei pulmonale arterieller Hypertonie.
Viele Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe kommen mit der CPAP-Therapie im Alltag nicht zurecht. Zugleich sind pharmakologische Alternativen bislang nicht etabliert. Eine Phase-3-Studie untersuchte nun eine orale Fixkombination, die die Muskelspannung der oberen Atemwege im Schlaf erhöhen soll.
Eine bislang unveröffentlichte Analyse der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) legt nahe, dass von Finanzinvestoren gesteuerte Medizinische Versorgungszentren (MVZ) deutlich seltener klassische hausärztliche Leistungen erbringen. Die Studie soll nun den Ruf nach mehr Transparenz und strengeren Regeln für investorengetragene MVZ befeuern.
Nicht einzelne Verhaltensweisen, sondern das Zusammenspiel mehrerer Parameter könnte entscheidend für die Gesundheit übergewichtiger Kinder sein. Darauf weist eine Kohortenstudie hin, die den Einfluss der kanadischen „24-Hour Movement Guidelines“ auf die Fitness und Körperzusammensetzung untersucht hat.
Dr. Google ist längst nicht mehr allein: Wer Gesundheitsrat sucht, fragt heute auch KI-Chatbots oder Influencer. Die Kommunikationswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Elena Link warnt: Digitale Gesundheitsinfos können Orientierung geben, aber auch verunsichern, Vertrauen fehlleiten und zu falschen Entscheidungen führen. Nötig seien mehr Nutzerkompetenz und mehr Regulierung.
Nach den Berichten von Medizinstudentinnen über sexuelle Übergriffe beim Deutschen Ärztetag fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden eine Aufarbeitung der Vorfälle. Betroffene müssten in diesen Prozess eingebunden werden.
Nachdem Mikroplastik inzwischen unter anderem in Lunge, Blut, Plazenta und Muttermilch nachgewiesen wurde, rückt zunehmend auch eine mögliche Bedeutung für chronisch-entzündliche Erkrankungen in den Fokus, wie beispielsweise bei der allergischen Rhinitis.
Eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte paneuropäische Expertenkommission fordert, die Klimakrise als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ einzustufen. Zu den Mitgliedern des Gremiums gehört auch der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Ernährungsministerium, Finanzministerium oder doch das Bundesgesundheitsministerium (BMG)? Zuletzt war unklar, wer für eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke zuständig ist. Gesundheitsstaatssekretär Dr. Georg Kippels sieht den Ball jedoch beim BMG.
Rötliche Verfärbungen in der Windel von Neugeborenen gelten seit Jahrzehnten als möglicher Hinweis auf eine sogenannte neonatale Uterusblutung, die als frühe Menstruation interpretiert wurde. Forschende haben sich die vermeintlichen Blutungen genauer angeschaut – und ihren Worten zufolge einen Paradigmenwechsel eingeläutet.
Viele Patienten mit Prostatakarzinom leiden auch unter einem Hypogonadismus. Ein Testosteronersatz nach Prostatektomie verbot sich jedoch lange Zeit aus Sorge vor Rezidiven. Eine aktuelle Phase-II-Studie liefert nun wichtige Daten, welche Patienten dennoch profitieren könnten.
Systeme zur automatisierten Insulindosierung, kurz AID, haben die Kinderdiabetologie verändert. Doch bessere Glukosewerte bedeuten für Eltern nicht immer weniger Belastung. André Kluge zeigte, wo die Technik entlastet – und warum sie zugleich neue Sorgen sichtbar machen kann.
Vor allem Patientinnen und Patienten in HNO-Praxen würden künftig die Auswirkungen der geplanten Streichung der TSVG-Vergütungen zu spüren bekommen, sagt der HNO-Berufsverband. Er verweist dabei auf Zahlen des Zentralinstituts der kassenärztlichen Versorgung.
Die Living Guideline „S3Cov19live“ mit „Empfehlungen zur Therapie von Patienten mit COVID-19“ wurde turnusgemäß aktualisiert. Für die neue Version der Leitlinie seien mehrere RCTs zur medikamentösen Therapie und zur Wach-Bauchlagerung ergänzt und neue Evidenzprofile erstellt worden, schreiben die Autoren im Eingangstext der Leitlinie.
Wer Weiterbildungsassistenten ohne vorherige Genehmigung der KV beschäftigt, riskiert eine Honorarrückforderung – auch dann, wenn die Voraussetzungen für eine Genehmigung eigentlich erfüllt gewesen wären. Das hat das Sozialgericht Hamburg in einem Urteil entschieden (Az. S 3 KA 30/21).
Seit der Referentenentwurf zum geplanten neuen Gesundheits-Digitalgesetz bekannt wurde, ist die niedergelassene Ärzteschaft in Aufruhr. Anlässlich der Verbändeanhörung erneuern Ärzteverbände ihre Kritik. Ein Verband droht gar mit einer verfassungsrechtlichen Prüfung.
Ebola, Hanta, Lassa: „Exotische“ Viruserkrankungen sind eine medizinische Herausforderung. Zumindest für das oft tödlich verlaufende Lassafieber gibt es nun einen therapeutischen Hoffnungsschimmer. Tropenmediziner aus Hamburg haben mit Partnern in Nigeria erstmals eine klinische Studie mit einem neuen Wirkstoffkandidaten durchgeführt.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auslöser ist der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Virus.
Mangelernährung ist insbesondere in Kliniken ein unterschätztes Gesundheitsproblem. Ein Cochrane-Review hat sich daher mit der Frage beschäftigt, ob kurzfristige orale Ernährungsmaßnahmen mit Trinknahrung für „besondere medizinische Zwecke“ die Prognose von älteren Menschen verbessert.
Die Ambulantisierung sei politisch gewollt, drohe jedoch an widersprüchlichen gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu scheitern. Es müsse dringend nachgesteuert werden, mahnen die Berufsverbände der Internisten, Chirurgen und Anästhesisten.
Viele Patienten mit allergischer Rhinitis behandeln ihre Beschwerden je nach Bedarf. Doch welche Therapie geht im Alltag mit besserer Lebensqualität einher? Eine große Beobachtungsstudie zeigt Unterschiede zwischen den Substanzklassen.
Der sogenannte Jo-Jo-Effekt könnte deutlich weniger gesundheitsschädlich sein als lange angenommen. Zu dem Schluss kommen die Autoren eines Gastbeitrags in The Lancet Diabetes & Endocrinology. Er mache jedoch viele positive Effekte der vorherigen Gewichtsabnahme zunichte.
Warnstreiks an vier Unikliniken im Land kommende Woche: Die Notfallversorgung soll zwar gesichert bleiben - bei geplanten Eingriffen und Terminen könnte es aber zu Verzögerungen kommen.
Die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung hat den gesetzlich versicherten Sachsen-Anhaltern im vergangenen Jahr zu so vielen Facharztterminen verholfen wie nie zuvor. Patienten hätten auf diesem Weg 59.949 Termine gebucht, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mitteilte.
Ein KI-Chatbot entbindet Praxen nicht von der Verantwortung für falsche Angaben auf der eigenen Webseite. Das OLG Hamm hat die Aesthetify GmbH verurteilt, bestimmte Facharztbezeichnungen nicht mehr zu verwenden, nachdem ihr Chatbot nicht existierende Facharzttitel genannt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Senat hat wegen neuer Rechtsfragen die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will offenbar den rechtlichen Schutz von Daten in der elektronischen Patientenakte ausdrücklich regeln. In einem Brief an KBV, BÄK und BPtK soll sie mitgeteilt haben, dass ihr Ministerium gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium an einer gesetzlichen Klarstellung zum Beschlagnahmeschutz arbeitet.
Der 130. Deutsche Ärztetag hat in einem Beschluss Bund und Länder aufgefordert, die Rahmenbedingungen für die ärztliche Niederlassung zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Auch junge Ärztinnen und Ärzte müssten künftig realistische Chancen haben, fachärztliche Einzel- oder Gemeinschaftspraxen zu gründen, zu übernehmen und wirtschaftlich tragfähig zu führen.
Das Nicht-Umsetzen gesunder Lebensstilmaßnahmen wider besseres Wissen ist nicht allein auf einen Mangel an Willenskraft zurückzuführen: Es beruht auf neurobiologischen Mechanismen. Patienten über diese Prozess aufzuklären, könnte nach Ansicht von DGN-Präsidentin Prof. Dr. Daniela Berg Betroffenen helfen.
Oxidativer Stress gilt inzwischen als einer der wichtigsten biologischen Mechanismen männlicher Fertilitätsstörungen. Vor diesem Hintergrund rücken antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe zunehmend in den Fokus der Forschung.
LDL-Cholesterin senken oder lieber „natürlich“ behandeln? In sozialen Medien werden Statine, LDL-Senkung und kardiovaskuläre Risiken regelmäßig infrage gestellt. Auf dem DDG-Kongress zeigte Dr. Catharina Hamm, warum solche Botschaften in der Praxis nicht harmlos sind.
Die Schwangerschaft gilt als sensibles Zeitfenster für die kindliche Neuroentwicklung. Doch könnten auch berufliche Belastungen der Mutter vor der Konzeption eine Rolle spielen? Eine dänische Registerstudie hat mütterliche Berufsverläufe mit späteren Autismus-Spektrum-Diagnosen bei Kindern abgeglichen.