Reinigungskräfte, Sicherheitspersonal und Krankentransportfahrer an der Charité legen ihre Arbeit nieder. Die Auswirkungen des Streiks sind in mehreren Bereichen der Klinik zu spüren.
Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) hat die Pläne für die stationäre Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz gegen die Kritik der Landtagsopposition verteidigt. Die medizinische Versorgung im Land sei gut, versicherte der Minister im Parlament in Mainz.
Sollte es Strafgebühren für Patienten geben, die Arzttermine unentschuldigt verfallen lassen? Aussagen vom Bundesverband der Kinderärzte sowie der KBV haben die Debatte neu aufflammen lassen. Insbesondere die Reaktion der Kassen bringt den SpiFa dabei auf die Palme.
Der Verband Pharma Deutschland fordert ein Gesetz, um medizinische Registerdaten besser für die Forschung nutzen zu können. Unter anderem solle damit Forschungseinrichtungen und Unternehmen ein breiter Datenzugang ermöglicht werden.
Im April soll der ePA-Rollout erfolgen – wenn die Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt sind. Das könnte jetzt bald passieren, erfuhr der änd im Interview mit der neuen Vize Anke Richter-Scheer und dem ePA-Spezialisten Jakob Scholz der KVWL. Ready for Rollout ist die ePA aus ihrer Sicht dennoch nicht. Was noch fehlt.
Mit ihrer Empfehlung, die ambulante fachärztliche Versorgung stärker in die Kliniken zu verlagern, hat die Regierungskommission zur Krankenhausversorgung bereits scharfe Kritik aus der Ärzteschaft einstecken müssen. Auch die Landesärztekammer Hessen findet, dies sei ein „gravierender Fehler“.
Die Verwendung hormoneller Kontrazeptiva wird mit einem erhöhten Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht. Dieser Zusammenhang scheint auch im Wochenbett zu bestehen - in einer Phase, in der Frauen bereits ein erhöhtes Risiko für postpartale Depressionen haben.
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus den USA deuten an, dass eine abnorm dünne Linse ein signifikanter Marker für das Vorliegen einer angeborenen Katarakt bei Kindern sein könnte.
Die Ergebnisse einer spanischen Brustkrebs-Studie deuten darauf hin, dass Adipositas nicht nur die Tumorzellmobilität beeinflusst, sondern auch das Mikroumfeld der Metastasierung entscheidend verändert.
Der Patient stellt sich in der Notaufnahme mit seit vier Tagen fortschreitender Verwirrtheit vor. Drei Tage vor Einlieferung wurden bereits abnormale Verhaltensweisen beobachtet, etwa das ziellose Herumfummeln und unspezifische, unkoordiniert wirkende Aktivitäten, die zunächst zur Fehldiagnose Alzheimer führten.
Ein Großteil der Menschen in Deutschland findet sich in der Vielzahl gesundheitsrelevanter Informationen nicht mehr zurecht. Das hat Folgen für den einzelnen und kostet das System viele Milliarden.
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Überschuss von 96 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahresergebnis. Die Dividende für die Anteilseigner soll gleich bleiben.
Primärarztsystem ja – aber im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV): Eine bundesweite Einführung der HzV in Verbindung mit Facharztverträgen fordert MEDI GENO Deutschland. Zudem müssten die Fachärzte entbudgetiert werden.
Dass die Tests der ePA eher stockend verliefen, liegt nach Ansicht des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) weniger an den Herstellern und mehr an den beteiligten Einrichtungen. Der Auswahlprozess für die Teilnehmer sei „nicht vollends geeignet“ gewesen. Auch die KZBV fordert eine Ausweitung der Testphase.
„Vollkommen ungeeignet“ nennt der Dachverband Bayerischer Fachärztinnen und Fachärzte die Idee, ein primärärztliches System zur besseren Patientensteuerung einzuführen. Es würden somit weitere bürokratische Zwänge ausgelöst.
„Schleswig-Holstein ist bei der Besetzung freier Hausarztstellen im Vergleich aller Bundesländer spitze“: Das meldet die KVSH am Mittwoch.
RKI-Forschende und das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) haben gemeinsam Daten zu Prävalenz, Trends und regionaler Verteilung der Demenz und Parkinson in Deutschland für die Jahre 2017 bis 2022 veröffentlicht.
Hohe Kosten, aber oft kein Nutzen: Der GKV-Spitzenverband stellt den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) kein gutes Zeugnis aus. „Die ‚Apps auf Rezept‘ hinken auch nach mehr als vier Jahren ihren Möglichkeiten hinterher, die Versorgung maßgeblich zu verbessern“, sagt Stefanie Stoff-Ahnis.
Sie wechselt von der Elbe an die Weser: Martina Kemme, derzeit Leiterin Operatives Geschäft bei der KV Hamburg, wird zum 1. Januar 2026 Vorstandsmitglied bei der KV Bremen.
Das Gesundheitssystem im Land muss angemessen auf Krisen und Katastrophen reagieren können, fordert die Versammlung der Ärztekammer Niedersachsen. Welche Maßnahmen aus ihrer Sicht hierfür umzusetzen sind, hat sie in einer einstimmig angenommenen Resolution festgehalten.
Die Krankenhausreform weise gefährliche Lücken auf, schlägt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einem Offenen Brief Alarm. Kinder und Jugendliche würden nicht ausreichend berücksichtigt.
Schnelle notfallmedizinische Hilfe über Bildschirme überall im Land: Das rheinland-pfälzische Rettungsdienstgesetz wird novelliert. Dabei geht es auch um die Notrufnummer 112.
Ein 78-jähriger Chroniker stellt sich mit seit vier Tagen anhaltender Obstipation und Erbrechen in der Notaufnahme vor – doch erst eine Notfall-Endoskopie lässt die ganze Dramatik dieses Falles erkennen.
Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) soll nach den Plänen der SPD/BSW-Koalition in diesem und dem nächsten Jahr weniger Geld vom Land bekommen. Der Entwurf für den Doppelhaushalt sieht 1,6 Millionen Euro pro Jahr weniger vor.
Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin zeigt sich alarmiert, dass es laut Ergebnispapier der AG Gesundheit wohl doch keine Leistungsgruppe Notfallmedizin im Rahmen der Krankenhaus-Reform geben soll. In einem Offenen Brief macht die DGINA ihrem Ärger Luft.
Am Sana Klinikum Offenbach ist am Dienstag ein Akut- und Notfalltresen eröffnet worden. Für die anwesende Gesundheitsministerin Diana Stolz und den KV Hessen-Vorstand Armin Beck ist er ein Beispiel dafür, dass regionale Lösungen zur Patientensteuerung funktionieren.
Medizinstudierende, die im Praktischen Jahres (PJ) auch eine Station in einer hausärztlichen Praxis absolvieren, erhalten ab dem PJ-Frühjahr 2025 eine höhere finanzielle Unterstützung durch das Land.
Medizinische Versorgungseinrichtungen in NRW können ab sofort Anträge für die Genehmigung zur Durchführung von Untersuchungen gemäß der Lungenkrebsfrüherkennungs-Verordnung beim Landesinstitut für Arbeitsschutz (LIA) einreichen. Eine Checkliste.
Ab 1. April können auch Frauen ab dem 50. Lebensjahr im Rahmen des Darmkrebs-Screening-Programms eine Koloskopie in Anspruch nehmen. Bislang galt diese Altersgrenze nur für Männer, für Frauen lag sie bei 55 Jahren.
Eine aktuelle Studie liefert den ersten wissenschaftlichen Nachweis von Mikroplastikpartikeln in Follikeln von Frauen, die sich einer assistierten Reproduktionsbehandlung unterzogen – die dabei erreichten Konzentrationen sind teils beachtlich und haben einen unerwünschten Nebeneffekt.
Insgesamt sind 9 von 10 Menschen im Gesundheitswesen mit dem Second-Victim-Phänomen konfrontiert, berichtete Prof. Reinhard Strametz anlässlich des Chirurgie-Kongresses in München. Rund 14 Prozent überwinden diesen Zustand zeitlebens nicht – und anders als erwartet, (be)trifft es wohl vor allem die Pädiatrie und Allgemeinmedizin.
Eine aktuelle Studie hat einen neuartigen Ansatz zur Behandlung von Staphylococcus aures und MRSA getestet. Die Daten sind vielversprechend und geben neue Hoffnung im Kampf gegen schwere nosokomiale Lungenentzündungen.
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat im März 2025 eine neue Fachdefinition der Allgemeinmedizin veröffentlicht. Damit reagiert sie auf die dynamische Entwicklung des Fachbereichs in den letzten Jahren und berücksichtigt die erweiterten Aufgaben in Versorgung, Forschung und Lehre.
Ein großer Teil der Ärztinnen und Ärzte, die an der ePA-Testphase in rund 230 Praxen aus Hamburg, Franken und Teilen von Nordrhein-Westfalen teilnehmen, beklagen in einer Umfrage der Stiftung Gesundheit, dass die Arbeit mit der ePA schlechter laufe als erwartet.
Die fachlichen Vorgaben für Intensivmedizin-Zentren sind streng. Es gibt bislang nur wenige in Deutschland, eines davon liegt in Rostock.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und das Wissenschaftsbündnis DANK werfen den künftigen Koalitionären vor, kein Interesse an wirksamen Präventionsmaßnahmen zu haben. Denn in den Papieren der Koalitions-Arbeitsgruppen sei dazu nichts Substanzielles zu finden, meinen DDG und DANK.
Die veröffentlichte Neuauflage der S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) ist vor allem für die Altersmedizin ein echter Zugewinn.
Die Private Krankenversicherung wird ab dem 1. Januar 2025 das Beratungsangebot der Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) mit jährlich 1,1 Millionen Euro mitfinanzieren. Darauf haben sich der Stiftungsvorstand und der PKV-Verband geeinigt.
Wie wirkt sich die Krankenhausreform auf die Niedergelassenen aus? Das diskutierte der Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Montag mit KV, Krankenhausgesellschaft und Kassen. Gesundheitssenatorin Czyborra musste sich Versäumnisse vorwerfen lassen.
Jens Baas hält das aus zwei Säulen – gesetzlich und privat – bestehende Krankenversicherungssystem in Deutschland für überholt. Eine Bürgerversicherung findet der Chef der Techniker Krankenkasse aber auch nicht angebracht. Er schlägt etwas anderes vor.
Die klassischen Risikofaktoren Hypertonie, Rauchen und Diabetes können das Leben um ein Jahrzehnt verkürzen. Das fand eine aktuelle Studie heraus. Wann aber anfangen mit der Prävention? Es genügt nicht, nur das 10-Jahres-Risiko zu bewerten, denn gerade im Alter ab 50 Jahren besteht laut einer aktuellen Analyse eine große Diskrepanz von Kurzzeit- und Langzeitrisiko.
„Ausnahmen gelten bei der Augenheilkunde und der Gynäkologie“ – so heißt es in dem Einigungspapier von Union und SPD, das die Einführung eines verpflichtenden Primärarztsystems vorsieht. Der Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen (BNC) hält das für eindeutig zu kurz gesprungen.
Die Einführung eines Primärarztsystems ist Teil der Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD. Sozialverband VdK hat nun die Vorschläge kritisiert, wonach Patientinnen und Patienten, die sich entgegen der Hausarztempfehlung vom Facharzt behandeln lassen wollen, an den zusätzlichen Kosten beteiligt werden sollen.
Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte fordert eine Strafgebühr von bis zu 100 Euro für Patienten, die gebuchte Arzttermine nicht wahrnehmen. In der Politik findet dieser Vorschlag offenbar zunehmend Gehör. Der GKV-Spitzeverband spricht dagegen von einem „beschämenden Überbietungswettbewerb“.
Die KV Hessen hat mit den Krankenkassen eine Vereinbarung für das Disease-Management-Programm Osteoporose getroffen. Die Einschreibephase für teilnahmeberechtigte Hausärztinnen und Hausärzte sowie Fachärztinnen und -ärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie startet heute.
Auch wenn die Idee eines verpflichtenden Primärarztsystems bei vielen Ärztevertretern und -verbänden auf Zustimmung stößt – die Mehrheit der Bevölkerung scheint wenig Begeisterung für eine solche Veränderung aufzubringen. Im Gegenteil: Gut zwei Drittel der Patientinnen und Patienten bewerten die Idee des Primärarztsystems negativ, zeigt eine aktuelle Befragung.
Auch in den kommenden vier Jahren ist Dr. Ralph von Kiedrowski Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen. Das hat die Delegiertenversammlung am Wochenende entschieden.
Die Vertreterversammlung der KV Bayerns hat sich eingereiht in die Riege derjenigen, die sich für eine Verschiebung des bundesweiten Rollouts der elektronischen Patientenakte aussprechen. Kritik äußerte das Gremium auch an den Krankenkassen.
Trotz gezielter Einladungsverfahren nehmen weiterhin nur rund ein Drittel der Menschen, die Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie hätten, daran teil. Eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt, dass sich die Teilnahmeraten zwischen 2014 und 2023 nur geringfügig erhöht haben.
Frauen mit Brustkrebs müssen in Zukunft womöglich nicht immer operiert werden. Zu diesem Schluss kam eine Studie aus Houston (USA). Die Forschenden untersuchten hierfür Patientinnen, die eine neoadjuvante systematische Chemotherapie erhalten hatten.