Was auf Patienten an Unikliniken nun zukommt
Wegen Warnstreiks drohen in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen Verzögerungen im Klinik-Alltag. Verdi fordert mehr Geld – und wehrt sich gegen Drohungen des Arbeitgeberverbands.
Wegen Warnstreiks drohen in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen Verzögerungen im Klinik-Alltag. Verdi fordert mehr Geld – und wehrt sich gegen Drohungen des Arbeitgeberverbands.
Steigt die Zahl der digitalen Anwendungen in der Praxis, wächst die Gefahr, von einem Anbieter abhängig zu werden. Ärzte haben jedoch mehrere Möglichkeiten, sich ihren Spielraum zu bewahren. Auch der Gesetzgeber ist gefragt.
Das GKV-Spargesetz wird Folgen haben, vor allem auch für Arztpraxen. Doch wie können und sollten sie darauf reagieren? Diese Frage beschäftigt gerade auch die Rechtsabteilungen von KVB und KVen. Der änd hat die KBV-Justiziare Christoph Weinrich und Benjamin Reuter dazu interviewt. Und Antworten bekommen.
Routine wirkt oft, als werde sie über viele Wiederholungen langsam eingeschliffen. Eine aktuelle Arbeit zeichnet nun einen anderen Verlauf nach. Demnach könnte der entscheidende Wechsel nicht schleichend entstehen, sondern innerhalb weniger Momente erfolgen.
Bei bestimmten baurechtlichen Vorgaben für Pflegeheime wurde aus Sicht der Gesundheitsministerin „aus gutem Willen übertrieben“. Sie sieht hier einen Hebel, um Pflege-Kosten zu begrenzen.
Viele Patienten mit Psoriasis berichten nicht nur über Juckreiz und Brennen der Haut, sondern auch über chronische Schmerzen. Meist rückt dann die Psoriasisarthritis in den Fokus. Eine große Bevölkerungsstudie zeigt nun, warum dieser Blick allein möglicherweise nicht ausreicht.
Eine 44-jährige Frau stellt sich mit Haarausfall, aphthösen Schleimhautveränderungen im Mund sowie flächigen Hautveränderungen am Stamm und an den Füßen vor. Die Symptomlage ist eindeutig, die Sexualanamnese bleibt jedoch ohne konkrete Risikokonstellation.
Eine Frau bringt ein gefährliches Reisesouvenir aus Vietnam mit: Unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland entwickelt sie hohes Fieber und muss intensivmedizinisch behandelt werden. Grund ist eine Infektion, die hierzulande bisher lediglich elfmal diagnostiziert wurde.
Notärzte, Pfleger und Beschäftigte in Praxen und Kliniken sind zunehmend Attacken ausgesetzt. Der CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, fordert ein genaueres Bild der Lage.
Das deutsche Unternehmen DoctorBox will Apotheken mit Telemedizin-Kabinen und -Terminals ausstatten. Dazu kooperiert es mit einem erfahrenen französischen Hersteller und baut ein Ärztenetz auf.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat ihren Gesundheitsreport 2026 vorgelegt. Der zeigt, dass die Hamburgerinnen und Hamburger Krebs-Vorsorgemuffel sind. Und dass es möglicherweise Probleme in der pädiatrischen Versorgung in der Hansestadt gibt.
Der Bundesrat hat sich am Freitag auch mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der Notfallversorgung befasst. Die Länder begrüßten die Reform grundsätzlich, verlangten aber deutliche Nachbesserungen – vor allem bei der Finanzierung des Rettungsdienstes, den Vorgaben für die Kassenärztlichen Vereinigungen und der Planung Integrierter Notfallzentren.
Apotheken können künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorgeangebote und Tests anbieten und in bestimmten Fällen auch verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept abgeben. Der Bundesrat ließ die bereits vom Bundestag beschlossene Reform der schwarz-roten Koalition am Freitag passieren.
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am Freitag deutliche Korrekturen am geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefordert. Der Forderungskatalog der Länder ist lang und betrifft zentrale Punkte des Sparpakets von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.
Eine 66-jährige Patientin aus Eritrea stellt sich in Deutschland mit einer seit Jahren progredienten Hautveränderung im Bereich des Nasenrückens vor – eine Diagnose wird erst spät gestellt, offenbar machte u. a. das dunkle Hautbild dabei Probleme.
Die intrakapsuläre Tonsillektomie hat viele Vorteile wird bei Kindern zunehmend eingesetzt. Eine aktuelle Studie aus einem kinderchirurgischen Zentrum hat untersucht, ob das Risiko steigt, wenn Ärzte in Weiterbildung operieren.
Die EU-Chemikalienbehörde ECHA stuft die PFAS-Verbindung Trifluoressigsäure (TFA) nun auch als fortpflanzungsschädigend ein. Zu dieser Bewertung der „Ewigkeits-Chemikalie“ ist der Risiko-Prüfungsausschuss der EU-Behörde laut verschiedenen Medienberichten gekommen.
Die Zahl geplanter Freigeburten ohne professionelle Geburtsbegleitung nimmt international zu. Angesichts möglicher Risiken plädieren Autoren eines Beitrags für eine klare Unterscheidung zwischen Freigeburten und professionell begleiteten Hausgeburten. Ärztinnen und Ärzte seien verpflichtet, evidenzbasiert über Risiken aufzuklären.
Beim Deutschen Ärztetag hatten Teilnehmerinnen von Übergriffen berichtet. Die BÄK und Medizinstudierende haben sich nun zu den Vorfällen ausgetauscht und über Gegenmaßnahmen gesprochen.
Müdigkeit ließ sie sich bislang nicht direkt und objektiv in Körperflüssigkeiten messen. Einem Team der Uni Zürich ist es nun gelungen, Schlafmangel anhand von Stoffwechselveränderungen im Speichel nachzuweisen. Die Methode könnte dazu beitragen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Das West-Nil-Virus hat sich in Berlin offenbar dauerhaft etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Berliner Charité. Die Forschenden fanden überraschend hohe Infektionsraten bei heimischen Stechmücken – an durchaus ungewöhnlichen Orten.
Außerparlamentarisch sorgt es schon seit Wochen für Aufruhr, heute hat nun zum ersten Mal der Bundestag über das GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz debattiert. Regierung und Opposition lieferten sich dabei erwartungsgemäß einen heftigen Schlagabtausch.
Ältere Menschen mit Gehschwierigkeiten profitieren von Krafttraining - beginnen es aber oft gar nicht erst. Lange Programme sind für viele zu aufwendig oder körperlich zu belastend. Eine randomisierte Studie zeigt nun, dass auch ein sehr kurzes Heimtraining messbare Effekte haben kann.
Auch das aktuelle Spargesetz bring den GKV-Finanzen nur kurzfristige Entlastung. Nicht Kostendämpfung, sondern datengetriebene Steuerung und agentische KI müssten die GKV strukturell neu aufstellen, fordert daher die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG).
Die Zahl der HIV-Neudiagnosen mit bereits vorhandenen Resistenzen steigt in Deutschland seit Jahren an. Doch trotz dieses Trends geben aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vorerst Entwarnung: etablierte Erstlinientherapien bleiben in den meisten Fällen wirksam.
Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) warnt vor den im geplanten GKV-Spargesetz vorgesehenen Begrenzungen der vertragsärztlichen Vergütung. Der Verband sieht darin insbesondere bei den ambulanten Operationen eine einseitige Bevorzugung von Krankenhäusern .
Ein neuer Player im Game? Der duale Glukagon-/GLP-1-Rezeptoragonist Survodutid könnte das Spektrum der medikamentösen Adipositasbehandlung erweitern. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigte einen deutlichen Gewichtsverlust – und darüber hinaus einen weiteren Vorteil.
Antibiotika gelten als möglicher Einflussfaktor auf das intestinale Mikrobiom. Ob frühere Antibiotikagaben auch mit einem späteren Zöliakierisiko zusammenhängen, ließ sich bisher nicht eindeutig einordnen. Eine große Registerstudie aus Schweden prüfte dies nun mit mehreren Vergleichsgruppen.
Steigende Infektionszahlen, neue Präventionsstrategien und kontroverse gesellschaftliche Debatten stellen die sexuelle Gesundheit derzeit vor große Herausforderungen. Darauf weist der 68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft in Berlin hin und möchte Lösungen anbieten.
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister ist besorgt: Selbst gut geführte Kliniken könnten bald vor dem Aus stehen. Unterdessen rechnet Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte damit, dass die Länder das Sparpaket von Ministerin Warken erst einmal ausbremsen.
Das heftig umstrittene Sparpaket der schwarz-roten Koalition bei den Gesundheitsausgaben startet ins parlamentarische Verfahren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bringt am Freitag ihren Entwurf in den Bundestag ein. Parallel befasst sich auch der Bundesrat mit den Plänen und dürfte etliche Kritikpunkte anmelden.
In einem gemeinsamen Entschließungsantrag für die morgige Bundesratssitzung setzen sich die Länder explizit für die Kliniken ein. In einem Punkt könnten Niedergelassene davon profitieren.
Die Länder seien aufgebracht aufgrund der GKV-Sparpläne der Bundesregierung, hieß es im Vorfeld der Gesundheitsminister-Konferenz. Doch offenbar konnten bei dem Treffen einige Wogen geglättet werden. Man habe „konzentrierte und vertrauensvolle Gespräche“ geführt, betonte Gesundheitsministerin Warken bei der Pressekonferenz zur GMK. Ein wenig Gegenwind blies ihr dann aber doch entgegen.
Notaufnahmen und Rettungsdienst in Thüringen werden häufig auch dann in Anspruch genommen, wenn andere medizinische Versorgungsangebote ausreichen würden. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
Angstsymptome sind weit verbreitet und reichen von einer angepassten Reaktion auf Bedrohungen bis hin zu klinisch relevanten Angststörungen. Eine internationale Forschungsgruppe hat nun die bislang größte Anzahl genetischer Ursachen von Angst und ihren Zusammenhang mit anderen Erkrankungen gefunden.
Deutlicher kann die Bildsprache nicht werden: Mit einem Abrissbagger haben am Donnerstag die Berliner Krankenhausgesellschaft und die Gewerkschaft Verdi vor dem Brandenburger Tor Klinikbetten zerstören lassen, um die Folgen des GKV-Spargesetzes zu demonstrieren.
Genetische Tests können Menschen mit einem erhöhten Risiko für erbliche Herzmuskelerkrankungen identifizieren. Eine internationale Studie unter Leitung von Forschenden der Uniklinik Eppendorf (UKE) in Hamburg zeigt nun, dass diese genetischen Informationen konkrete therapeutische Konsequenzen haben können.
Menschen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung - „Mild Cognitive Impairment“ (MCI) - haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Smartphone- oder Tablet-basierte Gedächtnistests könnten diesen schleichenden Prozess schneller erfassen als herkömmliche Untersuchungen. Das zeigt eine aktuelle Studie.
Die EU-Kommission hat einem Gutachter am Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zufolge zu Unrecht Informationen zu Corona-Impfstoffverträgen zurückgehalten. Generalanwalt Athanasios Rantos schlug vor, entsprechende Urteile der Vorinstanz gegen die Brüsseler Behörde zu bestätigen.
Antihypertensiva schützen vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Gleichzeitig können sie Schwindel, Ohnmacht und Stürze begünstigen. Eine große englische Studie hat nun geprüft, ob bestimmte Patientengruppen besonders gefährdet sind.
Beamte in die GKV und Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze? Für PKV-Chef Brahm absurde Vorschläge. Für die Union sei das duale System als Grundsatz nicht verhandelbar, betonen Ministerin Warken und Staatssekretär Sorge – verteidigen aber ihre Reformvorhaben.
Das lausübertragene Rückfallfieber zählt zu den vernachlässigten Infektionskrankheiten und tritt vor allem unter Bedingungen von Armut, beengten Lebensverhältnissen und mangelhafter Hygiene auf. Gegenwärtig werden vermehrt Ausbrüche in afrikanischen Ländern verzeichnet. Eine internationale Studie bringt nun neue Einblicke in die Pathogenese zutage.
Chargen von Evrysdi-Pulver (Risdiplam) können möglicherweise mit unlöslichen Polytetrafluorethylen-Partikeln (PTFE–Teflon) verunreinigt sein. Darauf weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) in einem Rote-Hand-Brief hin. Das Risko für Patienten wird als gering eingestuft.
Gesundheitsämter in Deutschland bauen weiter Personal auf. Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27.225 Personen in den Behörden, das waren 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hofft in der Debatte um das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz auf Schützenhilfe aus dem Bundesrat. Vor der Sitzung der Länderkammer am Freitag appellierte sie an das Plenum, den Empfehlungen der Ausschüsse zu folgen und ein „deutliches Zeichen für den Erhalt der ambulanten Versorgung“ zu setzen.
Die urologische Versorgung in Deutschland steht unter wachsendem Druck, während künstliche Intelligenz zunehmend als potenzielles Entlastungsinstrument wahrgenommen wird – doch es gibt noch große Hürden, wie eine aktuelle Umfrage aufdeckt.
Bis die molekulare Einordnung eines Hirntumors vorliegt, vergeht oft wertvolle Zeit. Ein gefärbter Gewebeschnitt ist dagegen früh verfügbar. Ein Heidelberger KI-Modell nutzt dieses Routinematerial - und kommt der späteren Spezialdiagnostik erstaunlich nah.
Deutschland führte 2008 als weltweit eines der ersten Länder ein flächendeckendes Hautkrebsscreening ein. Ob das Programm tatsächlich Todesfälle durch maligne Melanome verhindert, ist jedoch seit Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen und wird angezweifelt. Eine neue Studie schlägt genau in diese Kerbe.
Ein neuartiger Ansatz in der Krebsforschung zielt darauf ab, krankheitsrelevante Proteine gar nicht erst entstehen zu lassen. Statt das fertige Zielmolekül zu blockieren, wird dessen Bauplan zerstört.
Im Ringen um eine Begrenzung der stark steigenden Milliarden-Ausgaben für Gesundheit und Pflege wirbt die DAK-Gesundheit für einen Konsens von Bund, Ländern und Kommunen. Beim Ziel stabiler Beiträge müssten die Lasten gerecht auf alle Schultern verteilt werden, sagte Vorstandschef Andreas Storm.