"Das ist kaum mehr als Symbolpolitik"
Der GKV-Spitzenverband wirft dem Bund vor, sich weiter aus der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben zurückzuziehen – zulasten von Versicherten und Arbeitgebern.
Der GKV-Spitzenverband wirft dem Bund vor, sich weiter aus der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben zurückzuziehen – zulasten von Versicherten und Arbeitgebern.
Eine 30-jährige Frau stellt sich mit plötzlich einsetzendem, heftigem Kopfschmerz und Erbrechen in einer Notaufnahme vor. Die Symptomatik beginnt unmittelbar nach einem kräftigen Hustenanfall.
Die hessische Staatssekretärin Sonja Optendrenk hat eine wichtige Hürde auf dem Weg an die Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses genommen. Der Gesundheitsausschuss des Bundestags erhob am Mittwoch keine Einwände gegen die 54-Jährige als Kandidatin für den unparteiischen Vorsitz. Der Wechsel ist für Ende Juni vorgesehen.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat beim geplanten Gesetz zur Neuordnung der Pflegeversicherung (PNOG) vor unklaren Zuständigkeiten zwischen Pflege, Kassen und ärztlicher Versorgung gewarnt. Medizinische Entscheidungen müssten in ärztlicher Verantwortung bleiben, Hinweise der Kranken- und Pflegekassen dürften die Therapiefreiheit nicht einschränken, forderte er in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf.
Schlafstörungen betreffen einen erheblichen Teil der europäischen Bevölkerung und verursachen zugleich enorme Kosten. Eine aktuelle Analyse zeigt nun erstmals systematisch das Ausmaß und die ökonomische Bedeutung von Schlafstörungen in 47 europäischen Ländern.
Eine Arbeitsgruppe der Uni Brüssel hat laut eigener Einschätzung „einen großen Fortschritt in der Pankreaskrebs-Forschung erzielt“. Das Team kartierte ein gesundes Organ. Eine dabei gefundene „seltene Zellgruppe“ könnte die Früherkennung und Krebsbehandlung verbessern.
GLP-1-basierte Therapien verzögern die Magenentleerung. Vor einer Gastroskopie stellt sich deshalb die Frage, ob die üblichen Vorgaben zur Nüchternheit ausreichen. Eine randomisierte Studie hat nun untersucht, was eine kurze Therapiepause daran ändert.
Die Inzidenz von Brust- und Hodenkrebs stieg in den letzten Jahrzehnten bei jungen Menschen in den USA und Kanada deutlich an. Mögliche Ursachen umfassen Lebensstilfaktoren und genetische Prädisposition, doch eine Studie fokussierte sich nun auf einen anderen Faktor: die Nutzung von Cannabis.
Körperbildstörung, Angst vor dem Essen, Depression – zentrale Beschwerden der Anorexia nervosa bleiben oft auch nach einer Gewichtsstabilisierung bestehen. Eine Pilotstudie prüfte nun einen ungewöhnlichen Ansatz: eine gewichtserhaltende ketogene Ernährung.
Die Zahl der privaten Krankenversicherungsverträge ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr ganz leicht gewachsen. Das zeigt der aktuelle Rechenschaftsbericht des PKV-Verbands. Die Zahl der Vollversicherungen stieg jedoch kaum. Trotzdem zeigt sich der Verband zufrieden.
Mit einer ungewöhnlich breiten Allianz aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft wächst der Druck auf die Politik, Extremhitze künftig als festen Bestandteil der Krisenvorsorge zu behandeln. Zum Hitzeaktionstag 2026 fordern mehr als 150 Organisationen, gesundheitlichen Hitzeschutz verbindlich im Katastrophenschutz zu verankern.
Mit zunehmender Ausprägung des kardiovaskulär-renalen-metabolischen (CKM) Syndroms steigt auch das Risiko für Krebserkrankungen, wie eine japanische Registerstudie zeigt.
Kann der Kontakt mit Tierhaaren Asthmaanfälle auslösen? Eine nun im Magazin „Frontiers in Allergy“ veröffentlichte „groß angelegte“ Studie hat untersucht, ob das Zusammenleben mit Katzen die Krankheitsverläufe von Kindern mit Asthma und Allergien verschlimmert oder nicht.
Die arrhythmogene Kardiomyopathie zählt zu den wichtigsten Ursachen des plötzlichen Herztodes bei jungen Menschen und Sportlern. Neue Erkenntnisse verändern zunehmend die Diagnose und Behandlung der Herzmuskelerkrankung. Ein Review im European Heart Journal fasst den aktuellen Wissensstand zusammen.
Mehr als eine halbe Million Mediziner und Verwaltungskräfte im britischen Gesundheitswesen sollen Zugang zu KI-Anwendungen erhalten. Dadurch sollen sich zwei Tage pro Monat bei Verwaltungsaufgaben einsparen lassen, so die Hoffnung.
In vielen Bundesländern gibt es heute Protestaktionen gegen das Spargesetz. Der Tenor ist eindeutig: Warken unterschätzt die Auswirkungen auf die ambulante Versorgung. Bei einer Umfrage der KV Niedersachsen gab ein Drittel der Ärzte an, über eine vorzeitige Praxisaufgabe nachzudenken.
Glucosamin gilt vielen Patienten als harmloses Mittel gegen Gelenkbeschwerden. Eine neue Studie stellt diese Annahme zumindest für Menschen mit Alzheimer-Demenz infrage. Im Mittelpunkt steht ein Stoffwechselweg, der Proteine im Gehirn verändert.
In der dritten Runde ihrer Tarifverhandlungen haben sich der Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) gestern in Berlin auf ein Tarifergebnis verständigt.
Weniger Geld für Psychotherapie? Schleswig-Holstein warnt vor Engpässen und will bei der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover eine schnelle Überprüfung der Vergütungskürzungen fordern.
Ein 83-jähriger Mann stellt sich zur Verlaufskontrolle einer chronischen Otitis externa in der HNO-Ambulanz vor. Nebenbei berichtet er über eine seit drei Wochen zunehmende Heiserkeit. Dass hinter dem Symptom eine lebensgefährliche Erkrankung steckt, wird erst nach und nach klar.
Die Krankenkassen wollen die Kosten für bestimmte Rettungseinsätze nicht mehr bezahlen. Nun gibt es einen Lösungsvorschlag des Landes. Doch der Städtetag hat große Sorgen.
Unter den Bundesländern formiert sich gemeinsamer Widerstand gegen die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Warken.
Die Finanznöte der gesetzlichen Krankenkassen spitzen sich inmitten der Beratungen über ein Spargesetz weiter zu. Warkens Sparpläne könnten nicht ausreichen.
Gelenkschmerzen im Alter werden häufig fehlgedeutet. Ein Beitrag in „JAMA Internal Medicine" zeigt, weshalb entzündliche Ursachen oft übersehen werden und welche Hinweise eine frühere Diagnose erleichtern können.
In der Debatte über die GKV-Sparpläne der Regierung warnt die KV Bayerns davor, dass sich als Folge der angedachten Maßnahmen auch die psychotherapeutische Versorgung massiv verschlechtern könne. Schon heute seien die Wartezeiten bei Psychotherapie-Terminen in Bayern hoch.
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Parodontitis und Zahnverlust. Auch das Risiko für Entzündungen und Knochenverlust an Zahnimplantaten war höher. Dies sind die Ergebnisse einer Analyse aus Schweden.
Nach den Vertragsärzten und den Psychotherapeuten ist es jetzt die Pharmabranche, die der Verband der Ersatzkassen ins Visier nimmt. Auch deren Beschwerden über die GKV-Sparpläne findet der vdek übertrieben. Verbandschefin Ulrike Elsner sieht darin gar Scheinheiligkeit.
Das Wissen zur Dauer epileptischer Anfälle basiert auf kleinen Fallserien oder kontrollierten EEG-Untersuchungen. Eine nun in „JAMA Neurology" veröffentlichte Analyse zeigte nun, dass die selbstberichtete Anfallsdauer teils deutlich länger ist als bislang angenommen.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor sogenannten „Longevity-Infusionen“, auch „Drip-Spa“ genannt. Die Fachgesellschaft DGIM hat bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Wirkungsnachweise fehlen und ernste Komplikationen möglich sind.
Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Ansgar Heveling (CDU), pocht als Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung darauf, extrabudgetäre Vergütung in der ambulanten Versorgung eng zu begrenzen. In seinem Gutachten zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz unterstützt er die geplanten Honorarbremsen und das Aus für extrabudgetäre TSVG-Zuschläge.
Dass Bewegung Kindern guttut, ist nichts Neues. Doch beim Spielen im Freien geht es möglicherweise um mehr als Aktivität und frische Luft. Eine schottische Kohortenstudie zeigt, wie frühes Spielen draußen mit der psychischen Entwicklung Jahre später zusammenhängt.
Es kommt nicht oft vor, dass KBV und DKG den Schulterschluss proben. Doch die Sparpläne der Regierung schweißen die beiden Organisationen zusammen, zumindest für einen Moment. So haben sie heute eine gemeinsame Mitteilung versendet mit einem deutlichen Appell an die Koalition.
Eine Phase-II-Studie prüfte erstmals die Kombination aus lokalem rekombinantem BCG und systemischer Chemoimmuntherapie beim muskelinvasiven Blasenkarzinom und zeigt hohe Raten vollständiger Tumorremission vor der Operation.
Kommt das GKV-Spargesetz wie geplant, werde das nicht nur die Versorgung gefährden, sondern auch Arbeitsplätze vernichten, warnt der Marburger Bund. In einem Offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten fordert er eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes.
Viele Patienten behalten nach einem Schlaganfall eine Arm- oder Handparese zurück. Eine aktuelle Studie prüfte nun, ob Rückenmarkstimulation Bewegungen des geschwächten Arms unmittelbar erleichtern kann. Besonders interessant ist, dass die Effekte ohne ein hochdosiertes Rehabilitationsprogramm beobachtet wurden.
Die Aufnahme von Cadmium wird mit einer Vielzahl gesundheitlicher Folgen in Verbindung gebracht. Die Exposition bei Nichtrauchenden erfolgt überwiegend über Lebensmittel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt einen aktuellen Überblick über Vorkommen, Risiken und Möglichkeiten zur Verringerung der Cadmiumaufnahme.
In seinem aktuellen Heilmittel-Report hat die AOK insbesondere die sogenannten Blanko-Verordnungen in der Ergo- und Physiotherapie näher beleuchtet – und festgestellt, dass sie einen gehörigen Anteil daran haben, dass die Ausgaben für Heilmittel-Therapien erneut gestiegen sind.
Die Hoffnung ist eine bessere Diagnostik für Erkrankungen des autonomen Nervensystems: Nuklearmediziner der Uniklinik Würzburg haben einen „neuartigen und vielversprechenden PET-Radiotracer“ für den Noradrenalin-Transporter (NET) entwickelt.
Am 10. Juni sollen bundesweit Praxen gegen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz protestieren. Der änd hat Facharztverbände gefragt, ob und wie sie sich beteiligen, wie sie die Protestbereitschaft ihrer Mitglieder einschätzen und welches Signal kurz vor der ersten Bundestagsberatung von dem Aktionstag ausgehen soll.
Zu starke Abhängigkeiten von Softwareanbietern, fehlende IT-Standards, isolierte Register: Zahlreiche Probleme bei der Digitalisierung erschweren Versorgung und Forschung. Wissenschaftler der Leopoldina fordern daher Änderungen am geplanten Digitalgesetz.
Bei den Radiologen und Laborärzten ebbt die Kritik an der neuen GOÄ nicht ab. Jetzt setzt man auf die morgen beginnende Gesundheitsministerkonferenz (GMK) – als vielleicht letzten Rettungsanker.
Ambulante Operationen bei Kindern und Jugendlichen sollen besser vergütet werden. Doch mit der Übergangslösung, auf die sich KBV und Kassen geeinigt haben, sind nicht alle beteiligten Fachgruppen zufrieden.
Der Vorstand der KV Hessen ist nie verlegen um provokante Mitteilungen. So reagiert er jetzt mit verschiedenen Vorschlägen auf das jüngste ABDA-Positionspapier. Und die haben es in sich.
Seit 2020 wurde gewerkelt, jetzt ist der Neubau fertig. Und es wird richtig spannend: Das komplette Krankenhaus zieht um – im laufenden Betrieb.
GLP-1-Rezeptoragonisten gelten längst nicht mehr nur als Antidiabetika. Weil sie Gewicht und Stoffwechsel deutlich beeinflussen, geraten sie auch in der Krebsprävention in den Blick. Eine große Kohortenstudie zeigt nun, warum diese Diskussion an Fahrt gewinnt.
Bei Medikamenten wie Tirzepatid entfällt ein Teil des Gewichtsverlusts auf die Muskelmasse. Daher wird intensiv nach Strategien gesucht, um die fettfreie Masse während einer Gewichtsreduktion zu erhalten. Ein Antikörper ergab in einer Studie nun vielversprechende Ergebnisse – jedoch mit Einschränkungen.
Die Freie Ärzteschaft (FÄ) hat das geplante GKV-Spargesetz der Bundesregierung erneut scharf kritisiert. „Mit Ignoranz wird im Gesundheitswesen am falschen Ende gespart und rationiert“, sagt Verbandsvize Dr. Silke Lüder.
Stillen ist die optimale Ernährungsform für Säuglinge, aber nicht jedes Kind kann gestillt werden. Eine große europäische Studie liefert nun Hinweise darauf, dass die Wahl der Säuglingsnahrung das Risiko für die Entwicklung einer atopischen Dermatitis (AD) beeinflussen könnte.
Das Land Berlin kann dem Klinikverband Vivantes Sonderzahlungen gewähren. Das wollte ein Bündnis anderer Kliniken verhindern. Das Verwaltungsgericht hat nun ein Urteil gefällt.
Die geplante GOÄ-Reform könnte die wirtschaftliche Lage radiologischer Praxen nach Einschätzung des IGES-Instituts erheblich verschlechtern. Laut einer Szenarien-Analyse drohen etwa für häufige CT- und MRT-Leistungen Erlöseinbußen von knapp 36 Prozent.