Minister ruft zur Vorsicht auf
Eine Erpressergruppe hat einen Verein mit sensiblen Patientendaten angegriffen. Was Niedersachsens Gesundheitsminister den potenziell Betroffenen jetzt rät.
Eine Erpressergruppe hat einen Verein mit sensiblen Patientendaten angegriffen. Was Niedersachsens Gesundheitsminister den potenziell Betroffenen jetzt rät.
Deutschland liegt im Bereich der Prävention europaweit auf dem vorletzten Platz. Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) betonten in einer Pressekonferenz die Gefahren einer zuckerreichen Ernährung – und lobten die geplante Zuckersteuer.
Wie gut unterstützt ein PVS die Anwendungen der Telematikinfrastruktur im Alltag? Genau das soll der Gematik-TI-Score sichtbar machen. Er bewertet unter anderem, wie praxistauglich PVS-Systeme E-Rezept, eAU, eArztbrief, ePA oder elektronische Medikationsliste umsetzen. . Die Gematik hat den TI-Score nun neu strukturiert und vor allem den ePA-Score weiterentwickelt.
Das vom Bundestag beschlossene Apothekengesetz sorgt weiter für hitzige Diskussionen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat am Montag ihre Kritik erneuert und wirft der Politik vor, ärztliche Aufgaben auf Apotheker zu übertragen, damit Patienten zu verunsichern und Praxen zusätzlich zu belasten.
Eine 12-Jährige stellt sich in einer Klinik vor, weil sie seit Wochen unter Kopf- und Augenschmerzen rechts leidet. Die Eltern nahmen die Beschwerden zunächst nicht ernst und auch die ersten Befunde scheinen die Harmlosigkeit zu unterstreichen. Doch schließlich wird eine CT durchgeführt, die einen lebensbedrohlichen Befund zeigt.
Nicht jede Schwangere kann oder will regelmäßig trainieren. Eine aktuelle Kohortenstudie legt nahe, dass auch niedrigschwellige Veränderungen im Alltag relevant sein könnten. Dabei geraten lange Sitzzeiten ebenso in den Blick wie leichte Bewegung.
Menschen mit Multipler Sklerose stehen insbesondere außerhalb größerer Städte häufig vor großen Herausforderungen. Die Uniklinik Dresden startet daher nun ein Pilotprojekt, das neurologisches Expertenwissen auf telemedizinischem Weg zu den Betroffenen bringen soll.
Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser hat sich dramatisch verschärft. Das zeigt das neue Krankenhaus-Konjunkturbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
Viele Patienten mit schwerem Asthma kommen trotz moderner Inhalationstherapie nicht ohne orale Kortikosteroide aus. Das kann die Erkrankung stabilisieren, bringt langfristig aber Risiken mit sich. Eine Phase-3-Studie prüfte nun, ob Tezepelumab die Kortisonlast senken kann, ohne die Asthmakontrolle zu gefährden.
Die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) Catrin Steiniger warnt vor einem Aus für die Ambulantisierung, wenn die Sparmaßnahmen im ambulanten Bereich wie geplant umgesetzt werden. Die KVBB hat sich deshalb an die Landespolitik gewandt.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat insgesamt 614 Eltern von Kindern im Kleinkind- und Vorschulalter (unter 7 Jahren) zum Thema Impfen befragt. Die Ergebnisse hat das RKI nun anlässlich des Internationalen Kindertags (1. Juni 2026) online veröffentlicht.
Ein junger Patient stellt sich in einer Notaufnahme mit dem Gefühl seines unmittelbar bevorstehenden Todes vor. Es zeigen sich psychomotorische Unruhe, Aggressivität, Hypersalivation sowie diffuse Schmerzen. Der Verdacht fällt schnell auf eine infektiöse Enzephalitis.
Wie können Physician Assistants (PA) Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag gezielt entlasten – und welche Rahmenbedingungen braucht es? Dazu hat die KV Nordrhein ein Positionspapier veröffentlicht.
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, das geplante GKV-Spargesetz zu stoppen. Ansonsten werde die ambulante Versorgung kollabieren.
Wie oft wird aus einer Lentigo maligna wirklich ein invasives Melanom – und was bedeutet das für die Therapieentscheidung bei älteren Patienten? Die bislang größte europäische Registerstudie zu dieser Entität liefert populationsbasierte Daten über zehn Jahre.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede bei Diagnostik, Behandlung und wissenschaftlicher Berücksichtigung weiblicher Patienten. Ein neues Konsensuspapier schlägt daher den Aufbau spezialisierter Frauenherz-Zentren vor.
Das Robert Koch-Institut weist auf vermehrte Fälle von Infektionen mit dem Bakterium D. congolensis hin. Beim Menschen sind pockenartige Hautläsionen, Juckreiz und krustige oder schuppenartige Beläge Folge der Infektion. Betroffen sind bislang Männer (MSM), sich wahrscheinlich bei Besuchen in Sex-positiven Saunen infiziert haben.
Die Finanzierung von Rettungswageneinsätzen sorgt seit Monaten für Streit. Den Patienten drohen Zahlungen. Der zuständige Minister will das System ändern.
Ein nicht rupturiertes intrakranielles Aneurysma gilt häufig als klinischer Zufallsbefund mit individuell variierendem Risiko. Neue Daten legen nun nahe, dass psychische Faktoren einen bislang unterschätzten Einfluss auf den weiteren Verlauf haben könnten.
Eine gezielte Kombinationstherapie könnte den Krankheitsverlauf bei einigen Männern mit metastasiertem kastrationssensitivem Prostatakarzinom deutlich verlangsamen. Dies zeigte die Auswertung der Phase-3-Studie TALAPRO-3, die auf dem diesjährigen ASCO-Kongress präsentiert wurde.
Die Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen den Tabakkonsum müssen verstärkt werden, meint die Ärztekammer Nordrhein (ÄKNO). Woher das Geld dazu kommen soll, dazu hat sie genaue Vorstellungen.
Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wie KI das Gesundheitswesen in Großbritannien verändert. Statt zum Arzt zu gehen, nutzen einige Patienten KI-Anwendungen – zum Teil, weil sie zu lange auf einen Termin warten müssen.
Viele Krankheitsgeschichten Amerikas beginnen mit der Ankunft der Europäer. Ein Zahn aus einer bolivianischen Mumie verschiebt nun den Blick. Moderne Genomik zeigt, dass ein bis heute bedeutsamer Erreger dort schon vorher zirkulierte.
„Die Gentherapie ist ein absoluter Umbruch in der Otologie, da sie erstmals eine kausale Behandlung für Innenohrschwerhörigkeit ermöglicht“, sagt Professor Dr. Hubert Löwenheim (Uniklinik Tübingen). Im Gespräch mit dem änd erläutert er, wie die Behandlung funktioniert und was von der „Molekularen Otologie“ noch zu erwarten ist.
Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Expeditionsschiff „MV Hondius“ zeigt, dass internationale Pandemievorbereitung weniger an wissenschaftlichen als an organisatorischen Schwächen leidet. Verzögerte Meldungen, fragmentierte Zuständigkeiten und uneinheitliche Maßnahmen erschwerten die Reaktion erheblich.
Gesichter von Frauen werden im Schnitt attraktiver bewertet als die von Männern – und zwar kulturübergreifend. Warum das so ist, fragte sich bereits Charles Darwin, doch für eine Antwort fehlte ihm ein entscheidendes Werkzeug.
Von einem Cyberangriff sind bundesweit Kliniken betroffen - darunter auch Krankenhäuser in Niedersachsen. Erst langsam wird das Ausmaß deutlich - denn der Dienstleister selbst will keine Auskunft geben.
Dr. Karolin Pöppelmann ist Hausärztin. Für Mitarbeiter- und Patientengewinnung setzt sie unter anderem auf Social Media – und ist auch sonst in ihrer Praxis viel digital unterwegs.
In einer einstimmig beschlossenen Resolution spricht sich die VV der KV Mecklenburg-Vorpommern gegen das GKV-Spargesetz aus - und findet dabei deutliche Worte.
Die Zahl der Verdachtsfälle auf einen Behandlungsfehler erreicht bei der TK einen Höchststand. Allerdings erhärtet sich bei nur jedem dritten davon der Verdacht. TK-Chef Baas fordert Reformen.
Eine aktuelle Analyse stellt verbreitete Annahmen zur Rolle künstlicher Intelligenz in der Medizin infrage: Statt den Arzt zu ersetzen, könnte KI vor allem strukturelle Defizite im Gesundheitssystem korrigieren helfen.
Eine 64-jährige Frau mit Angststörungen und Depressionen versucht sich mit ihrer häuslichen Medikation das Leben zu nehmen. Mit tragischem Erfolg: Gegen die Kalziumkanalblocker haben die behandelnden Ärzte trotz weitreichender Maßnahmen keine Chance.
Eine ungewöhnliche Häufung schwerer Erkrankungen mit teils tödlichem Verlauf trat Ende 2024 in der Demokratischen Republik Kongo auf. Die als „Disease X“ bezeichnete Krankheitswelle betraf vor allem Kinder – eine Überblicksarbeit fasst den aktuellen Wissensstand zusammen.
Kinder lügen im Entwicklungsverlauf häufig, ohne dass daraus zwangsläufig ein Problem entsteht. Eine kanadische Längsschnittstudie zeigt jedoch, dass bestimmte Muster des Lügens mit späteren antisozialen Persönlichkeitsmerkmalen und gerichtlichen Verurteilungen assoziiert waren.
Künstliche Intelligenz in Arztpraxen ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie nimmt Termine an, erinnert Patienten, schreibt Gespräche mit, erstellt Arztbriefentwürfe oder analysiert Befunde. Doch wer haftet, wenn dabei etwas schiefläuft? Rechtsanwältin Angelika Diarra von der Kanzlei für Gesundheitsrecht erläutert, worauf Praxen achten müssen, bevor sie KI-Tools einsetzen.
Chronische Entzündungen in der Mundhöhle können direkt die weibliche Fertilität beeinflussen. Wie genau, das war bisher nicht ausreichend verstanden. In einem Tiermodell mit Titanimplantaten kamen Forschende den Ursachen auf den Grund.
Das BfArM weist auf eingeschränkte Wirksamkeit von ACE-Hemmern bei Angioödemen hin. Es gebe Hinweise, „dass ein durch ACE-Hemmer ausgelöstes Angioödem durch Bradykinin vermittelt wird und dass Epinephrin/Adrenalin [...] möglicherweise unwirksam ist.
In Deutschland wird seit Monaten über ein Primärversorgungssystem gestritten. Der Hausärzteverband wirbt dabei für die HzV als Blaupause. Eine TK-Studie verpasst dieser Forderung nun einen empfindlichen Dämpfer: Die untersuchten HzV-Verträge steuerten Patienten kaum besser durch das System, führten aber zu mehr Facharztkontakten und höheren Kosten.
Lucia ist 13, neugierig auf das Leben – und lebt doch mit einer seltenen genetischen Erkrankung. Ihr Fall zeigt, wie anspruchsvoll die Begleitung von Jugendlichen mit ADHS und genetisch bedingter Entwicklungsstörung sein kann.
Der Gesundheitsausschuss des Bundesrates hat eine Reihe von Änderungsempfehlungen am GKV-Spargesetz vorgelegt. Bei den Kassen sorgt das für Unmut. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hingegen lobt die Initiative der Länderkammer.
Eine französische Kohortenstudie bringt Lebensmittelfarbstoffe erstmals mit einer höheren Typ-2-Diabetes-Inzidenz in Verbindung. Auffällig ist der Befund auch deshalb, weil es nicht nur um klassische synthetische Zusätze ging. Die Ergebnisse lenken den Blick auf Farbstoffe natürlichen Ursprungs, die viele eher für unproblematisch halten.
Es gibt erstmals eine S3-Leitlinie zur „Diagnostik und Therapie der unilateralen spastischen Zerebralparese (LL-uCP)“. Adressaten sind Neuropädiater, Kinder-und Jugendärzte, Orthopäden sowie Ergo- und Physiotherapeuten.
Nicht alle Kaiserschnitte lassen sich vermeiden, viele retten Leben, manche sind geplant. Gleichzeitig kann der Geburtsmodus psychisch stärker nachwirken als oft angenommen. Eine große US-Analyse unterscheidet genauer als frühere Arbeiten und zeigt, welcher Geburtsweg mit dem höchsten Risiko verbunden war.
Welche Werte als optimal gelten, ist nicht eindeutig geklärt – insbesondere mit Blick auf Unterschiede zwischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) und erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF). Eine gepoolte Analyse macht nun deutlich: lieber hyperkaliäm als hypokaliäm.
Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie warnt vor einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung durch die Apothekenreform. Diese führe zu ineffizienten Strukturen und schwäche letztlich die Arztpraxen.
Bei exazerbierter COPD muss die Atmung rasch stabilisiert werden. Doch gerade die dafür häufig eingesetzten Kortikosteroide können Hyperglykämien begünstigen. Eine randomisierte Studie untersuchte nun, ob ein gemeinsamer pneumologisch-endokrinologischer Behandlungspfad beide Probleme besser auffängt.
Hinter dem männlichen Hypogonadismus steckt oft ein ganz anderer Treiber als ein primärer Testosteronmangel: das Übergewicht. Daher ist die richtige Diagnose entscheidend und die Waage manchmal hilfreicher als das Rezept.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate hat das Verwaltungsgericht München erhebliche Zweifel an der Beitragspraxis der Bayerischen Landesärztekammer geäußert. Nach dem Fall einer 86-jährigen Ruhestandsärztin geht es nun um einen habilitierten Arzt im Rentenalter. Wieder hatte die Kammer wegen fehlender Einkommensangaben den Höchstbeitrag von 15.000 Euro festgesetzt.
Für Patienten mit HER2-positivem fortgeschrittenem gastroösophagealem Adenokarzinom könnte sich ein neuer Therapieansatz abzeichnen. In einer Phase-3-Studie zeigte Zanidatamab deutliche Vorteile gegenüber dem bekannten Schema. Die Medaille hat jedoch auch eine Kehrseite.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz will die Bundesregierung erstmals eine gesetzliche Teilkrankschreibung einführen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat jedoch vor erheblichen Umsetzungsproblemen gewarnt. Die geplante Regelung lasse zentrale Fragen offen, schaffe zusätzliche Bürokratie und sei im Praxisalltag kaum umsetzbar.