Apotheken am Montag vielerorts dicht
Rezept in der Tasche, aber die Tür bleibt zu? Die Apotheken bleiben am Montag vielerorts zu – Notdienste sollen trotzdem helfen.
Rezept in der Tasche, aber die Tür bleibt zu? Die Apotheken bleiben am Montag vielerorts zu – Notdienste sollen trotzdem helfen.
Der Frühling beginnt – und weckt die Lebensgeister: Wer nun mit Krafttraining nachhelfen will, um mit mehr Muskelmasse in ein aktives Sommerhalbjahr zu starten, sollte sich über das „Wie“ keine großen Gedanken machen.
War im Koalitionsvertrag noch vom „Primärarztsystem“ die Rede, spricht die Politik inzwischen nur noch vom Primärversorgungssystem. Ein gravierender Unterschied, warnt der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband. „Damit gibt es keine Steuerung mehr.“
Neandertaler gelten heute als kulturell und kognitiv hochentwickelte Menschen. Eine aktuelle Studie liefert nun einen weiteren Baustein für dieses differenzierte Bild. Demnach hätte der Neandertaler wohl gezielt Birkenpech zur Behandlung von Wunden nutzen können.
Die Polysomnographie gilt als Referenz in der Schlafapnoe-Diagnostik, ist jedoch aufwendig und nur begrenzt verfügbar. Eine randomisierte Studie prüfte nun ein neuartiges Verfahren im häuslichen Umfeld, das von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet wird. Untersucht wurde, ob sich damit der Weg zur Diagnose und Therapie beschleunigen lässt.
Wer glaubt, wird selig: Religiöser Glaube ist ein „entscheidender“ Schutzfaktor für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Länder, in denen Religiosität stark an Bedeutung verloren hat, weisen einen vergleichsweise hohen Anstieg in der Inzidenz von Angststörungen auf, sei eine Studie.
Die Kosten für die digitale Ausstattung einer Praxis steigen. Immerhin ein paar Bundesländer bieten Förderprogramme an, die auch niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nutzen können. Eine Übersicht.
Die neue Chronikerpauschale sollte Praxen entlasten. Hausärzte erleben das Gegenteil. Die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth erklärt, warum neue Vergütungsregeln vor allem mehr Bürokratie schaffen.
Wie wirkt sich die Anschaffung eines Haustiers auf die psychische und die allgemeine Gesundheit und auf Aspekte wie Lebenszufriedenheit und Einsamkeit aus? Eine Studie aus Australien hat das untersucht. Das Ergebnis rechtfertigt nicht unbedingt die Co-Existenz der tierischen Hausgenossen.
Dass NRW mit einem eigenen Plan zur Primärversorgung vorgeprescht ist, gefällt der Kammer vor Ort nur in Teilen: Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle stimmt dem Konzept nicht in allen Punkten zu.
Ein Zahnarzt verschreibt über Jahre hohe Morphindosen, ein im Ausland sanktionierter Orthopäde operiert weiter in Deutschland, ein in Frankreich verurteilter Gynäkologe behandelt erneut Patientinnen. Versagt die ärztliche Aufsicht? Eine Anfrage des änd bei Landesärztekammern und Approbationsbehörden zeigt: Die Zuständigkeiten sind klar geregelt – doch im Zusammenspiel entstehen Lücken.
Eine strukturierte Ersteinschätzung soll nach aktuellem Stand das Kernelement der Primärversorgung werden. Dabei ist immer wieder die Rede vom Ausbau der 116117, die mit SmED arbeitet. Doch was kann SmED, wie passt es in die Arztpraxis, und wo wird es die Hoffnungen der Politik enttäuschen? Der änd hat sich das Tool angesehen.
Zwei Menschen, ein Alter – und doch könnten sie biologisch kaum weiter auseinanderliegen. Ein neuer Biomarker-Score zeigt, wie unterschiedlich wir tatsächlich altern und warum das für Prävention und Therapie entscheidend sein könnte.
Ein 9-jähriger Junge mit wiederholten Frakturen, ein 8-jähriges Mädchen mit vaginaler Blutung im Kindesalter und eine 7-Jährige mit zunächst einseitiger Brustentwicklung – drei Kinder, drei scheinbar unterschiedliche Leitsymptome. Doch hinter allen Fällen steckt die gleiche seltene Ursache.
Viel Gegenwind haben die Apotheken in letzter Zeit aufgrund des geplanten Reformgesetzes aus den Reihen der Ärzteschaft gespürt. Ein Ärzteverband bricht nun jedoch eine Lanze für Apothekerinnen und Apotheker. Allerdings geht es dabei um den bevorstehenden Protesttag.
Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft sieht eine Chance in dem Appell der Bundesgesundheitsministerin für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Krankenhäusern. PKG-Geschäftsführer Stefan Elmshäuser spricht dabei jedoch auch eine Warnung aus.
Die Behandlung de COPD im ambulanten Setting fußt auf mehreren Säulen. Über die neusten Entwicklungen berichtete Prof. Kathrin Kahnert, die auch an der S2k-Leitlinie zur Fachärztlichen Diagnostik und Therapie der COPD mitgearbeitet hat, nun auf dem Kongress der DGP. Wichtig ist vor allem die Nulltoleranz gegenüber Exazerbation.
Unsichere Rahmenbedingungen bremsen die Ambulantisierung. Diese Auffassung vertrat KBV-Chef Dr. Andreas Gassen bei einer Diskussion mit Vertretern aus Politik, Kliniken, MVZ und Wissenschaft.
Bremst der EBM Innovationen aus? Auf dem SpiFa-Fachärztetag in Berlin wurde genau darüber gestritten. Im Kern geht es um die Frage, ob das GKV-Vergütungssystem Fortschritt ermöglicht oder systematisch behindert.
Die neue Gebührenordnung für Ärzte wird nach Einschätzung der Privaten Krankenversicherung zum 1. Januar 2028 in Kraft treten. PKV-Direktor Florian Reuther sieht das Gesundheitsministerium auf Kurs und verbindet mit der Reform vor allem bessere Voraussetzungen für Innovationen.
Der Bundestag hat über die Lage bei Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes debattiert. In der sachlich geführten Aussprache warben Abgeordnete einer fraktionsübergreifenden Gruppe für eine Initiative, die auf eine genauere Beobachtung der Umsetzung zielt.
Nach ihrem Ausscheiden als Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen ist Dr. Martina Wenker jetzt Kammer-Ehrenpräsidentin geworden. Sie ist damit die zweite Person, die dieses Amt auf Lebenszeit zugesprochen bekommt.
Die Asthmatherapie entwickelt sich weiter in Richtung personalisierter Strategien. Auf dem DGP-Kongress wurde deutlich, dass Biologika früher eingesetzt und systemische Steroide konsequent reduziert werden sollten. Auch für besondere klinische Situationen wie die Schwangerschaft gibt es zunehmend Orientierung.
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe warnt vor einem Eingriff in ärztliche Kernaufgaben. „Diagnose und Therapieentscheidung sind urärztliche Tätigkeiten“ – und dürften nicht auf Apotheken verlagert werden.
Bei der Einführung eines Primärversorgungssystems sei ihr ein offener Austausch mit allen Akteuren wichtig, betont Gesundheitsministerin Nina Warken beim SpiFa-Fachärztetag – und hebt dabei leicht mahnend den Zeigefinger in Richtung der Niedergelassenen.
Tinnitus zählt zu den häufigsten chronischen Beschwerden und geht oft mit erheblichem Leidensdruck einher. Eine aktuelle Studie zeigte nun erstmals, dass internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie auch über Jahre hinweg stabile Effekte erzielen kann.
Ein internationales Forschungsteam aus Bochum, Heidelberg und Peking will einen „vielversprechenden“ Wirkstoff gegen Hepatitis E identifiziert haben. Das Team habe ein Nukleotid/Nukleosid-Analogon aus einer Wirkstoff-Bibliothek „herausgefiltert“, teilt die Uni Bochum mit.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte beteiligen sich am Zweitmeinungsverfahren. Besonders bei orthopädischen und chirurgischen Eingriffen steigt die Zahl der Genehmigungen deutlich.
Zunehmend werden Pankreaskarzinome auch bei jüngeren Menschen diagnostiziert. Ein Trend, der in der Onkologie für Aufmerksamkeit sorgt – ein Verdächtiger scheint nun jedoch ausgemacht.
Dass die Handkraft bei Menschen mit Depression oder Schizophrenie messbar reduziert ist, war bekannt. Eine Studie zeigt nun, dass sich die Muskelkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert.
Kurz vor Vorlage der Sparvorschläge zur Stabilisierung der GKV zeichnet sich ab, wohin die Reise gehen könnte: weniger freie Arztwahl, mehr Steuerung und mögliche Eigenbeteiligungen.
Eine Fall-Kontroll-Studie aus Skandinavien liefert neue Hinweise darauf, dass das Antidiabetikum Metformin mit einem deutlich reduzierten Risiko für ein Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre assoziiert sein könnte.
Mastozytose ist eine seltene Erkrankung, die mit Hautläsionen verbunden ist. Die Reduktion der Hautveränderungen durch Einsatz eines „vielversprechenden“ neuen Medikaments konnten Forschende der Uni Basel nun erstmals mithilfe künstlicher Intelligenz quantitativ messen.
Etwas mehr als 90 gesetzliche Krankenkassen gibt es in Deutschland. Diese Zahl stellt Hausärzte-Chef Markus Blumenthal-Beier wegen des Kostendrucks im Gesundheitssystem infrage.
Ab April können starke Raucher jährlich ein Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT in Anspruch nehmen. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat die Vergütung festgelegt – Hausärzte, Internisten und Radiologen erhalten dafür neue EBM-Ziffern.
Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung spitzt sich zu. Während die DAK einen Fünf-Punkte-Stabilitätspakt vorlegt, fordert die TK vor allem strukturelle Reformen und warnt vor vorschnellen Leistungskürzungen.
Eine große Studie aus Mannheim und Berlin hat sich mit der Wirkung von Psilocybin beschäftigt - die größte akademische Studie dieser Art. Sie zeigt vielversprechende Ergebnisse, wie die Studienleiter auf einer Pressekonferenz ausführlich berichteten. Gibt es nun eine Behandlungsoption für die Behandlung der therapieresistenten Depression?
Wie kann Patientensteuerung verbindlich werden? Eine Antwort darauf versucht Staatssekretär Tino Sorge beim SpiFa-Fachärztetag zu vermeiden. Doch das Publikum bleibt hartnäckig.
Nicht nur „ob“, sondern auch „wie“ wir uns bewegen, scheint für die Hirngesundheit im Alter eine Rolle zu spielen. Eine aktuelle Analyse liefert hierzu neue Hinweise und rückt die Struktur körperlicher Aktivität stärker in den Fokus. Dabei wurden insbesondere Merkmale einzelner Bewegungseinheiten näher betrachtet.
Bundesgesundheitsministerin Warken plädiert für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der niedergelassenen Ärzteschaft und den Krankenhäusern. Beide Seiten sollten sich „nicht nur kritisch beäugen“, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Kliniken könnten dort aushelfen, wo Kapazitäten im ambulanten Bereich knapp würden.
Mit scharfen Worten hat Dr. Dirk Heinrich das Ansinnen der Kassen, Arzttermine zu verwalten, und die Diskussion um die TSVG-Vergütung kritisiert. Für die Einführung eines Primärarztsystems sagte der SpiFa-Chef der Politik jedoch Unterstützung zu.
Mit dem geplanten Primärarztsystem wächst die Rolle der Hausärzte. Die KV Hamburg verlangt dafür eine eigene Vergütung und warnt vor Rückschritten bei der Entbudgetierung.
Der transvaginale Ultraschall gehört zu den am häufigsten genutzten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Deutschland - und zugleich zu den kontroversesten. Prof. Markus Hoopmann aus Tübingen plädiert in einer Pressekonferenz für eine andere Sichtweise - weg von Krebs, hin zu mehr Diagnostik.
Das Ende der Grippesaison ist absehbar. Laut aktuellem ARE-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) „in den meisten Systemen“ weiter rückläufig.
In der Serologie fallen bei einem Mann in seinen 40ern mit Angina-Symptomatik erhöhte Werte für Troponin I von 0,7 ng/ml und für proBNP von 17.000 pg/ml auf. Das Elektrokardiogramm zeigt eine Sinustachykardie, jedoch keine Ischämiezeichen.
Tut die Landesregierung Nordrhein-Westfalens zu wenig, um die hausärztliche Versorgung zu sichern? Darum ging es am Donnerstag in einer emotional geführten Debatte im Düsseldorfer Landtag.
Das Paul-Ehrlich-Institut drängt die Praxen, frühzeitig den Impfstoff für die nächste Grippesaison zu bestellen. Die Hausärzteschaft hält das für realitätsfern und sieht die Verantwortung an anderer Stelle.
Der Hartmannbund trauert um seinen ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Dr. Hans-Jürgen Thomas. Er habe über Jahrzehnte für die Freiberuflichkeit des Arztberufs und die Verbindung von Praxis und Politik gestanden.
Der Anfang November versendete Rote-Hand-Brief zur „Phenhydan Injektionslösung“ wurde aktualisiert. Darauf weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hin. Ein Partikelfilter ist bereits beim Aufziehen der Lösung notwendig.
Aromatisierte und nikotinhaltige Zahnstocher entwickeln sich offenbar zu einem neuen Trend unter Jugendlichen. Die unscheinbaren Holzstäbchen werden zunehmend als Alternative zu Zigaretten, E-Zigaretten oder Snus genutzt – mit teils erheblichen Gesundheitsrisiken.