Ebola-Patient aus Berliner Charité entlassen
Ein US-Arzt steckte sich mit dem gefährlichen Ebola-Virus an. Er wurde unter besonderen Bedingungen an der Berliner Charité behandelt. Das hatte Erfolg.
Ein US-Arzt steckte sich mit dem gefährlichen Ebola-Virus an. Er wurde unter besonderen Bedingungen an der Berliner Charité behandelt. Das hatte Erfolg.
Ein 65-jähriger Mann stellte sich zunächst zur geplanten transurethralen Resektion eines neu entdeckten Blasentumors vor. Die Nachsorge bleibt zunächst unauffällig, bis der Patient zwei Jahre später mit suprapubischen Schmerzen und Miktionsbeschwerden erneut vorstellig wird.
In Theorie wird schon lange vermutet, dass die Evolution Vorteile in der frühen Lebensphase begünstigt, selbst wenn diese auf Kosten der langfristigen Gesundheit gehen. Eine Studie liefert nun experimentelle Belege. Fazit: Krebs ist kein Unfall.
Ein älterer Mann stellt sich mit akut aufgetretenen Ulzerationen am Skrotum und in der Leiste vor, die den Verdacht zunächst auf eine sexuell übertragbare Krankheit richten. Dann finden die Ärzte jedoch erstaunliche Ähnlichkeiten zu Lipschütz-Ulzera – die eigentlich nur bei Frauen auftreten.
Ein 36-jähriger Mann leidet an progredienten, stark juckenden Hautveränderungen, die auf eine Psoriasis-Therapie nur kurzzeitig ansprechen – und nach dem Absetzen deutlich schlimmer zurückkehren.
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann setzt sich schon länger für die Widerspruchslösung bei der Organspende ein. Sie sei ihm „eine Herzensangelegenheit“, sagt der CDU-Politiker – und appelliert an die Bevölkerung, sich mit dem Thema zu befassen.
Delegation braucht einen neuen Rahmen. Einig darüber zeigten sich DEGAM-Präsidentin Hummers, HÄV-Chefin Buhlinger-Göpfarth und MFA-Verbandsvize Ley am Freitagabend in Berlin.
Intensive Gespräche gehören zum Kern guter Medizin und sind im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) grundsätzlich auch abrechenbar. Doch dabei passieren viele Fehler. Abrechnungsberaterin Sabine Finkmann erklärt, wie man sie vermeidet.
Nach einem Cyberangriff auf einen Dienstleister sind bei mehr als 600 Patienten der Mainzer Uniklinik Gesundheitsdaten wie Diagnosen abgeflossen. Wer betroffen ist, wird per Brief informiert.
Babyschlingen und Tragehilfen erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie Eltern Mobilität ermöglichen, die Bindung zum Kind fördern und gleichzeitig die Hände für andere Tätigkeiten frei halten. Eine unsachgemäße Nutzung kann jedoch schwerwiegende Folgen haben. In seltenen Fällen wurden sogar Todesfälle dokumentiert.
Der AOK-Bundesverband hat die angekündigte Kürzung von Investitionen durch Eli Lilly und Boehringer Ingelheim scharf kritisiert. Vorstandschefin Carola Reimann sieht darin den Versuch hochprofitabler Pharmakonzerne, kurz vor der ersten Lesung des GKV-Spargesetzes Druck auf Bundestagsabgeordnete auszuüben.
Zeckenübertragene Krankheiten breiten sich in Deutschland zunehmend aus. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt nun klar, welche Bevölkerungsgruppen besonders betroffen sind und welche Umwelt- und Verhaltensfaktoren das Risiko entscheidend beeinflussen.
Eine junge Frau erhält aufgrund einer eitrigen Pharyngitis eine kurze Antibiotikatherapie. Doch rasch flammt die Infektion wieder auf und die 20-Jährige wird mit einem septischen Schock in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort kommen die Ärzte einem selten gewordenen Krankheitsbild auf die Spur.
Mehr als 8.000 schwerstkranke Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Zum Tag der Organspende am Samstag werden deshalb erneut Forderungen nach einer Widerspruchslösung laut. Zugleich warnt der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen davor, die niedrigschwellige Beratung in Hausarztpraxen zu schwächen.
Die Riesenzellarteriitis (GCA) ist die häufigste Vaskulitis bei Menschen über 50 Jahren und kann schwerwiegende Komplikationen wie Erblindung oder Aortenaneurysmen verursachen. Nun fand eine Studie weitere schwere Folgen der Erkrankung.
Erstmals gibt es eine S3-Leitlinie zur prothetischen Versorgung von bilateral verkürzten Zahnreihen. Sie soll praxisrelevante Handlungsempfehlungen formulieren und Informationen zum „Überleben und Risiken der Versorgungsoptionen“ vergleichend darstellen.
Für bestimmte elektronische Heilberufsausweise läuft die Zeit ab: Bis zum 30. Juni müssen betroffene Karten ausgetauscht werden, mahnt die Gematik. Andernfalls drohten Einschränkungen bei zentralen Anwendungen der Telematikinfrastruktur.
Apotheken sollen und wollen im Gesundheitswesen deutlich mehr Aufgaben übernehmen. Dagegen formiert sich inzwischen breiter Widerstand aus der Ärzteschaft. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben dem Vorstoß der Apothekerschaft eine klare Absage erteilt. Auch der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) sieht darin eine gefährliche Kompetenzüberschreitung.
Viele Frauen mit atopischer Dermatitis haben Bedenken rund um Schwangerschaft und Familienplanung. Sie fürchten eine Verschlechterung der Hauterkrankung oder Risiken für das Kind durch die Therapie. Eine systematische Übersichtsarbeit zeigt nun, was diese Sorgen stützt – und wo die Daten eher beruhigen.
Forschenden der ETH Zürich ist es gelungen mithilfe steuerbarer Mikroroboter verletztes Rückenmark zu reparieren. Die „Mikroroboter“, eine Kombination aus Stammzellen und magnetoelektrischen Nanopartikeln, ließen sich gezielt zu verletzten Stellen im Rückenmark lenken.
Eine umfangreiche Analyse zeigt, dass genetische Veränderungen, die mit familiärem Hautkrebs in Verbindung stehen, in der Allgemeinbevölkerung häufiger vorkommen als bislang angenommen – und gleichzeitig gehen diese Gene auch mit weiteren Risiken einher.
Ein internationales Forschungsteam konnte wesentliche immunologische und biochemische Abläufe bei granulomatösen Hauterkrankungen erhellen. Darauf weist das Universitätsklinikum Jena in einer Mitteilung hin. Die in „Science Advances“ veröffentlichten Ergebnisse liefern neue therapeutische Angriffspunkte gegen diese chronisch-entzündlichen Erkrankungen.
Schon vor der ersten Beratung des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) im Bundestag zeichnet sich ab, an welchen Punkten es keine Änderungen am Kabinettsentwurf geben wird. Zwei Punkte dürften Niedergelassene wenig freuen.
Kurzfristig sparen, langfristig umbauen: Gesundheitsökonom Prof. Jonas Schreyögg hält schnelle Eingriffe angesichts der GKV-Finanzlage für alternativlos. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer warnt jedoch, die Sparvorschläge ließen sich nur schwer in die Versorgungsrealität übersetzen. Die Berliner Politik setze auf die falsche Reihenfolge: erst Sparvorgaben, dann Strukturreformen.
Mit einem neuen Medizinregistergesetz will die Regierung die Forschung mit Gesundheitsdaten erleichtern. Der Gemeinsame Bundesausschuss hält das für einen wichtigen Schritt, findet jedoch: So, wie der Gesetzentwurf gestrickt ist, wird das kaum funktionieren.
Ein niedriger Ausgangswert der gesundheitsbezogenen Lebensqualität könnte bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom ein relevanter Prädiktor für ein erhöhtes Sterberisiko innerhalb des ersten Jahres sein, so das Ergebnis einer Studie auf dem ASCO26.
Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus gilt als zentral für die kognitive Leistungsfähigkeit. Eine aktuelle prospektive Kohortenstudie legt nun nahe, dass die Schlafgesundheit auch für die Patientensicherheit im Operationssaal wichtig ist.
Nach Beginn einer Aspirin-Therapie werden häufiger Zystoskopien durchgeführt als bei Personen ohne entsprechende Medikation. Doch entscheidend ist, was bei diesen Untersuchungen gefunden wird. Eine dänische Registerstudie legt nahe, dass Blasenkarzinome unter Aspirin möglicherweise früher auffallen.
Die Sparpläne der Bundesregierung sorgen in den Praxen für Unruhe. In einer aktuellen änd-Leserumfrage erwarten neun von zehn Teilnehmern finanzielle Einbußen. Viele kündigen konkrete Konsequenzen an – von weniger Akutterminen bis hin zur vorzeitigen Praxisabgabe.
Moderne Biologika können Plaque-Psoriasis über lange Zeit sehr gut kontrollieren. Bleibt die Erkrankung stabil, stellt sich jedoch eine naheliegende Frage: Muss die Standarddosis dauerhaft beibehalten werden? Eine randomisierte Studie hat nun eine kontrollierte Verlängerung der Injektionsintervalle geprüft.
Die Uni Mainz sucht Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren für eine Studie zu Long Covid. Ziel ist es, die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit Long Covid sowie von Kindern und Jugendlichen, die mit Betroffenen zusammenleben, besser zu verstehen.
Bei geburtshilflichen Notfällen können Kliniken in Bayern ab sofort rund um die Uhr spezialisierte Neonatologen per Telemedizin hinzuziehen. Das bundesweit einzigartige Netzwerk soll Komplikationen bei Neugeborenen schneller erkennen und die Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen verbessern.
Viele fetale Komplikationen entwickeln sich nicht erst im Untersuchungsraum. Doch Blutfluss und Wachstum der Feten werden bislang vor allem in Momentaufnahmen beurteilt. Eine neue tragbare Ultraschalltechnologie soll diese Lücke schließen – und könnte vor allem bei Risikoschwangerschaften relevant werden.
Gegen die Sparpläne der Bundesgesundheitsministerin gibt es erhebliche Widerstände - auch aus den Ländern. Der Barmer-Chef meint: Die Länder verkennen Ernst der Lage.
In Hamburg haben mehrere ärztliche Berufsverbände die Niedergelassenen dazu aufgerufen, sich an den Praxisschließungen am 10. Juni zu beteiligen. Die Sprechstunden sollen am Vormittag für zwei Stunden ausgesetzt werden.
Eine 60-jährige Frau stellt sich mit einer auf den ersten Blick akuten gastrointestinalen Symptomatik in einer Notaufnahme vor. Die Untersuchung zeigt schließlich: Eine frühere Untersuchung der Schleimhäute hätte sie vielleicht retten können.
Ein Bluttest kann Anzeichen für die Ansammlung von mit Alzheimer assoziierten Proteinen im Gehirn von demenzfreien Erwachsenen mittleren Alters erkennen. Das legt eine Studie nahe, die kürzlich im Magazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.
Kryptoglanduläre Analfisteln sind eine häufige Erkrankung, die insbesondere junge Männer betrifft. Eine nun überarbeitete Leitlinie hat die aktuellen Therapieemfpehlungen zusammengefasst.
Der Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) lehnt Forderungen der Apothekerschaft nach einer stärkeren Rolle im geplanten Primärversorgungssystem ab. Die Internisten warnen vor neuen Doppelstrukturen und einer weiteren Zersplitterung der Versorgung. Steuerung und Ersteinschätzung müssten in ärztlicher Hand bleiben.
Gegen die Milliarden-Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben formiert sich wachsender Widerstand – nun auch unter den Ländern. Diese stellen sich auch gegen die geplante Abschaffung finanzieller Anreize für Praxen für schnellere Terminvermittlungen.
Ein zehn Tage alter männlicher Säugling fällt unmittelbar postnatal durch eine ausgeprägte Erythrodermie mit Kollodium-Membran sowie eine nicht vernarbende Alopezie von Kopfhaut, Augenbrauen und Wimpern auf.
Welche Ernährungsweisen sind rund um die Menopause mit weniger Gewichtszunahme verbunden? Eine große Kohortenstudie hat mehrere Diätmuster direkt verglichen. Dabei zeigte sich: Nicht jede gesunde Ernährung schnitt gut ab.
Nicht wenige Patienten setzen GLP-1-Medikamente oder Tirzepatid frühzeitig ab, sobald erste Erfolge sichtbar werden. Doch das kann schwere Folgen haben: rasche Gewichtszunahme oder sogar langfristige Risiken für Herz und Stoffwechsel.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) macht Front gegen geplante Einschnitte bei Hausarztpraxen. Mit einer bundesweiten Kampagne sollen 50.000 Praxen Patientinnen und Patienten als Verbündete gewinnen. Rückenwind gibt eine aktuelle Umfrage.
Eisenmangel zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen bei Frauen und kann die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen. Eine Studie an Athletinnen – bei denen ein Eisenmangel besondere Auswirkungen haben kann – zeigt nun eine mögliche alltagstaugliche Alternative zur Blutentnahme.
Hartmannbund und Virchowbund in Schleswig-Holstein gehen auf Distanz zu den Sparplänen der Bundesregierung. Die Verbände warnen vor einer Schwächung der ambulanten Versorgung und fordern stattdessen eine grundlegende Strukturreform.
Eine Metaanalyse untersuchte erstmals umfassend prognostische Faktoren für die Hörerholung bei Kindern mit plötzlichem sensorineuralem Hörverlust – insbesondere der Zeitpunkt des Therapiebeginns ist dabei maßgeblich mit dem Behandlungserfolg assoziiert.
Im geplanten Primärversorgungssystem wollen die Apotheken eine große Rolle einnehmen. In bestimmten Fällen sehen sie sich sogar als beste erste Anlaufstelle - und wollen einigen Fällen ganz ohne Ärzte die Versorgung übernehmen.
Bundesärztekammer, BKK-Dachverband, Pharmaindustrie und weitere Akteure drängen auf eine verbindliche Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht dabei auch eine stärkere Ambulantisierung.
Fast jeder dritte Erwachsene hat Probleme beim Durchschlafen. Und etwa jeder achte Erwachsene in Deutschland ist sowohl von Ein- als auch von Durchschlafstörungen betroffen. Das sind Ergebnisse des RKI-Panels „Gesundheit in Deutschland“, die nun im „Journal of Health Monitoring“ veröffentlicht wurden.