Blaugrünes Augenbrauen-Tattoo sicher entfernt
Eine 38-jährige Frau stellt sich mit einem blaugrün verfärbten kosmetischen Augenbrauen-Tattoo vor, nachdem sieben frühere Lasersitzungen keine sichtbare Besserung erzielt hatten.
Eine 38-jährige Frau stellt sich mit einem blaugrün verfärbten kosmetischen Augenbrauen-Tattoo vor, nachdem sieben frühere Lasersitzungen keine sichtbare Besserung erzielt hatten.
Viele Patienten mit sehr kleinen Nierentumoren benötigen über Jahre keine Operation. Eine prospektive europäische Langzeitstudie zeigt nun, bei welchen Befunden eine engmaschige Kontrolle ausreicht – und wann das Risiko für eine Progression steigt.
Könnte das Stimulieren bestimmter Hirnbereiche mithilfe von Ultraschall eine nicht-invasive Therapie-Option für Menschen mit chronischen Schmerzen sein? Eine Studie aus Großbritannien legt nahe, dass dies eine vielversprechende Idee sein könnte.
Bei akuter Gastroenteritis klingt das Erbrechen nach der Akutbehandlung häufig ab. Bei einer kleinen Gruppe hält die Symptomatik jedoch nach Entlassung an – mit deutlich erhöhtem Versorgungsbedarf. Eine Sekundäranalyse prüfte, welche Merkmale auf ein erhöhtes Risiko hinweisen.
Nach einem Hackerangriff auf die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen (Arwini) könnten könnten bis zu 80.000 Patienten-Datensätze erbeutet worden sein. Das berichtet der NDR unter Berufung auf die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen und den Verein Arwini. Das genaue Ausmaß des Schadens sei jedoch noch unklar.
Bluttests, Gesundheitschecks oder Diagnostik im Drogeriemarkt? Der Deutsche Ärztetag sieht darin erhebliche Risiken für Patientinnen und Patienten. Die Delegierten forderten den Gesetzgeber deshalb auf, entsprechende Angebote zu unterbinden.
Mit einem erschütternden Bericht über sexuelle Übergriffe auf dem Deutschen Ärztetag haben Medizinstudierende in Hannover am Freitag eine Debatte über Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung in der Ärzteschaft angestoßen. Viele Delegierte reagierten betroffen, einige sprachlos.
Erstmals ist es gelungen, aus Stammzellen gewonnene insulinproduzierende Zellen beim Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 einzusetzen. Einige Patienten waren zeitweise unabhängig von externer Insulingabe. Prof. Barbara Ludwig aus Dresden beurteilt dies als Meilenstein in der Therapie.
Deutschland könnte demnächst von der WHO als ein Land eingestuft werden, in dem die Masern als „eliminiert“ gelten. Das schreibt das Robert Koch-Institut. Ein Problem seien aber Datenlücken. Weil „Jeder Fall zählt!“, sollten zukünftig von allen Masernverdachtsfällen Rachenabstriche zur Sequenzierung an das RKI gesendet werden.
Mehr Prävention, weniger Reparaturmedizin: Der Deutsche Ärztetag hat die Politik zu einem Kurswechsel in der Gesundheitspolitik aufgefordert. Die Delegierten beschlossen in Hannover zahlreiche Anträge – von Gesundheitsbildung bis hin zu Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts.
Überflüssige Formulare werden mit einem „Papiertiger“-Aufkleber versehen: Über diese Kampagne einer medizinischen Fachgesellschaft aus der Schweiz hat der änd kürzlich berichtet. Doch auch hierzulande ist man kreativ, um auf unsinnige Bürokratie aufmerksam zu machen. Der HÄV Westfalen-Lippe hat einen besonderen Stempel erfunden.
Ein persistierendes Foramen ovale findet sich bei Migränepatienten offenbar häufiger als bei Menschen ohne Migräne. Doch ergibt sich daraus auch eine therapeutische Konsequenz?
Die Leitlinie „Diagnostik und Therapie HIV-1-assoziierter neurologischer Erkrankungen“ wurde aktualisiert. Sie soll das Wissen über neurologische Systemmanifestationen von HIV-Infektionen auf den neuesten Stand bringen.
Der Deutsche Ärztetag hat mehrere Beschlüsse zur Digitalisierung gefasst. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Botschaften: Anwendungen müssen stabil funktionieren, einen erkennbaren Nutzen für die Versorgung bringen und dürfen ärztliche Verantwortung nicht ersetzen.
Ein 40-jähriger Mann entwickelt wenige Stunden nach der ersten Dosis des Schlafhormons Melatonin erstmals akute Suizidgedanken mit konkreter Handlungsimpulsivität, obwohl zuvor weder Suizidgedanken noch entsprechende Verhaltensweisen bestanden hatten.
Eine systematische Übersichtsarbeit liefert erstmals ein Nomogramm für die fetale Penislänge während der gesamten Schwangerschaft. Die Autoren sehen darin eine ergänzende Möglichkeit für die standardisierte pränatale Diagnostik genitaler Auffälligkeiten.
Ein Nahrungsergänzungsmittel aus einem Darmbakterium half Menschen mit Übergewicht, nach dem Abnehmen ihr neues Gewicht besser zu halten als mit einem Placebo. Das ist das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden.
Lipödem steht in der Diabetologie selten im Mittelpunkt. Für betroffene Patientinnen kann es jedoch konkrete Folgen haben: bei der Insulingabe, beim Tragen von Diabetestechnik und unter Kompression. Auf dem DDG-Kongress zeigte Kathi Korn, warum sich genaueres Nachfragen lohnen kann.
Gesetzlich Krankenversicherten sollten mehr Möglichkeiten gegeben werden, bestimmte Leistungen auch privat absichern zu können, sagt der Gesundheitsökonom Jochen Pimpertz. Er plädiert für unterschiedliche Preismodelle.
Der 130. Deutsche Ärztetag hat am Freitag Änderungen der ärztlichen Weiterbildung beschlossen. Die Anpassungen betreffen nach Angaben der Bundesärztekammer sowohl den Paragraphenteil als auch die Abschnitte B und C der Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO).
Manche Brustkrebszellen verschwinden unter endokriner Therapie offenbar nicht vollständig, sondern wachsen nur noch langsam weiter. Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, warum solche Zellen dennoch metastasierungsfähig bleiben könnten. Der Befund weist auf einen bislang wenig beachteten Resistenzmechanismus hin.
Ein KI-Telefonbot der Teleclinic ruft für Patienten in Praxen an und vereinbart Termine. Eine eigenständige Terminplattform soll das jedoch nicht werden, beteuert das Unternehmen.
Das bisher als polyzystisches Ovarialsyndrom bekannte Krankheitsbild soll künftig als „polyendocrine metabolic ovarian syndrome“ (PMOS) bezeichnet werden. Der Begriff PCOS spiegle nicht die multisystemische Pathologie wider. Die Umbenennung solle die Versorgung verbessern und Stigmatisierung reduzieren, betonen internationale Fachgesellschaften.
Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.
Der GKV-Spitzenverband warnt vor einem Aufschub der GKV-Sparreform, so wie es BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt diese Woche beim Ärztetag gefordert hatte. Es sei in den vergangenen Jahren beileibe genug verschoben worden, sagte Verbandschef Oliver Blatt.
Alkoholeinläufe, „Eyeballing“ und alkoholgetränkte Tampons: Wenn Sie von diesen Praktiken noch nichts gehört haben und ein Glas Wein auf herkömmlichen Wege bevorzugen, sind Sie vermutlich einschlägigen YouTube-Videos noch nicht begegnet. Für die Gesundheit ist das auch besser so, wie eine aktuelle Studie nun erörtert.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) rät am „Vatertag“ zur Zurückhaltung beim Alkoholkonsum. Das Risiko für Alkoholunfälle an Himmelfahrt sei etwa dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag ist – und damit höher als an jedem anderen Tag des Jahres. Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) würden dies belegen, teilt der DVR mit.
Die menschliche Geburt gilt häufig als einzigartig schwierig und gefährlich. Eine Analyse zeigt nun, dass viele andere Säugetiere mit ähnlichen Geburtsproblemen und Sterblichkeit konfrontiert sind.
Der Streit um einen Jahre zurückliegenden Klinikverkauf im Salzlandkreis geht weiter. Ameos verlangt jetzt 5,94 Millionen Euro vom Kreis. Der hält dagegen und spricht von „haltlosen“ Forderungen.
Fünf Jahre wurde gewerkelt, jetzt ist der Neubau fertig. Nach der Einweihungsfeier wird es ernst: Das komplette Krankenhaus soll binnen einer Woche umziehen – im laufenden Betrieb.
Der 130. Deutsche Ärztetag hat sich zu zwei weiteren geplanten Großprojekten des Bundesgesundheitsministeriums positioniert: zur Reform der Notfallversorgung und zum neuen Digitalgesetz. Hier die konkreten Forderungen.
Dass es künftig aufgrund der GKV-Sparpläne „keine Leistung ohne Vergütung“ mehr in den Arztpraxen geben werde, hat die KBV in den vergangenen Tagen mehrfach angekündigt. Doch wie viele Behandlungsfälle bekommen die Niedergelassenen künftig noch bezahlt? Darüber gibt eine neue KBV-Broschüre jetzt Auskunft.
Mehr Patientensteuerung soll sowohl die Notfallreform als auch perspektivisch die Primärversorgung bringen. Zentraler Diskussionspunkt ist in beiden Fällen die Ersteinschätzung. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) warnt davor, die beiden Bereiche zu vermischen. Andere melden bereits Zweifel an den Grundlagen an.
Der Konflikt zwischen Ärzteschaft und Bundesregierung angesichts der angekündigten Sparreformen war am Mittwoch auch auf der Pressekonferenz des 130. Deutschen Ärztetages Thema. BÄK-Vizepräsidentin Lundershausen sprach von einem „massiven Vertrauensbruch“.
Die Teillegalisierung von Cannabis war aus Sicht des Deutschen Ärztetags ein Fehler. Er fordert deshalb, diese zurückzunehmen. Auch bei Alkohol und Nikotin wollen die Delegierten strengere Regelungen.
Delegation, KI-Telefonassistenten und neue Teamstrukturen könnten helfen, den Hausärztemangel abzufedern. Das legt die Evaluation des Modellprojekts HÄPPI in Rheinland-Pfalz nahe. Fünf von sieben Pilotpraxen versorgten nach der Umstellung mehr Patienten, trotz angespannter Versorgungslage im ländlichen Raum.
Darmstammzellen erneuern nicht nur die Schleimhaut. Bei einer Salmonelleninfektion können sie offenbar selbst auf bakterielle Invasion reagieren. Eine Studie zeigt, wie daraus eine frühe Schutzreaktion in den Krypten entstehen könnte.
Eine aktuelle Datenauswertung für den Gesundheitsatlas offenbart eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland ging deutlich zurück. Aber gleichzeitig zeigt die Analyse, dass dies kein Grund zum Aufatmen ist.
Die hochsensitive PSMA-PET wird zunehmend zur Standardbildgebung beim Prostatakarzinom – und scheint bereits jetzt therapeutische Konsequenzen zu haben. Eine große US-Analyse zeigt: Patienten erhalten nach PSMA-PET deutlich häufiger moderne systemische Therapien als nach konventioneller Bildgebung.
Wie Jugendliche digitale Medien nutzen, könnte für ihr Wohlbefinden wichtiger sein als die reine Gesamtdauer. Eine Querschnittstudie aus der COMPASS-Erhebung 2024 zeigt, inwieweit „Flourishing“, also positives psychosoziales Gedeihen, beeinflusst wird.
Sehbeeinträchtigungen gelten angesichts der alternden Weltbevölkerung zunehmend als relevantes Public-Health-Problem. Nun stellten Forschende fest, dass visuelle Beeinträchtigungen nicht nur die Lebensqualität verschlechtern, sondern auch die Lebensdauer verkürzen können.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt hohe Raten von Hypogonadismus, Fertilitätsstörungen und sexuellen Dysfunktionen bei Patienten mit transfusionsabhängigen Anämien oder hereditärer Hämochromatose.
Ein deutliches Plädoyer für eine stärker an Prävention ausgerichtete Suchtpolitik hat Prof. Hendrik Streeck am Mittwoch beim Ärztetag gehalten. „Es gibt selten ein zu früh, aber sehr leicht ein zu spät“, betonte der Bundesbeauftragte für Sucht- und Drogenpolitik.
Krankenhausreform, Ambulantisierung und Personalmangel setzen die ärztliche Weiterbildung unter Druck. Der Hartmannbund fordert eine Reform – mit modularen Lernwegen, sektorenübergreifenden Weiterbildungsverbünden und einer neuen Finanzierung.
Das inflammatorische Mammakarzinom ist selten, aber klinisch besonders herausfordernd. Eine große US-Registeranalyse untersuchte, ob diese Patientengruppe von den Fortschritten der Brustkrebstherapie profitiert hat. Dabei rückt auch eine Behandlung in den Blick, die für diese Erkrankung als Standard gilt.
Das Alter bei der ersten Geburt ist relevant für die kardiovaskuläre Gesundheit der Mutter – je später die erste Entbindung, umso höher das Risiko für ernste Folgen im weiteren Leben. Das ist das Ergebnis einer großen Studie, die mehr als 45.000 Schwangerschaften analysiert hat. Ein Krankheitsbild scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen.
Seit 2022 gibt es die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch, und seit 2022 gibt es deutlich mehr Fehltage. Das hat nach einer Studie aber nur bedingt miteinander zu tun.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sieht durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Risiken für die Versorgung von Kindern mit Arzneimitteln. Besonders die geplante Ausweitung des Preismoratoriums könnte nach Ansicht des Verbands die Entwicklung kindgerechter Medikamente massiv ausbremsen.
Mehrere Ärzteverbände laufen Sturm gegen zentrale Steuerungspläne im geplanten Gesundheits-Digitalgesetz (GeDIG). Besonders die vorgesehene Terminbuchung über ePA-Apps der Krankenkassen sorgt für Kritik. Fachärzte sehen ihre Praxisautonomie, die ärztliche Schweigepflicht und die freie Berufsausübung gefährdet.
Witzig oder bemerkenswert: Der änd präsentiert vom Deutschen Ärztetag in Hannover eine Auswahl an Zitaten.