Länder machen sich extra für Kliniken stark
In einem gemeinsamen Entschließungsantrag für die morgige Bundesratssitzung setzen sich die Länder explizit für die Kliniken ein. In einem Punkt könnten Niedergelassene davon profitieren.
In einem gemeinsamen Entschließungsantrag für die morgige Bundesratssitzung setzen sich die Länder explizit für die Kliniken ein. In einem Punkt könnten Niedergelassene davon profitieren.
Die Länder seien aufgebracht aufgrund der GKV-Sparpläne der Bundesregierung, hieß es im Vorfeld der Gesundheitsminister-Konferenz. Doch offenbar konnten bei dem Treffen einige Wogen geglättet werden. Man habe „konzentrierte und vertrauensvolle Gespräche“ geführt, betonte Gesundheitsministerin Warken bei der Pressekonferenz zur GMK. Ein wenig Gegenwind blies ihr dann aber doch entgegen.
Notaufnahmen und Rettungsdienst in Thüringen werden häufig auch dann in Anspruch genommen, wenn andere medizinische Versorgungsangebote ausreichen würden. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
Angstsymptome sind weit verbreitet und reichen von einer angepassten Reaktion auf Bedrohungen bis hin zu klinisch relevanten Angststörungen. Eine internationale Forschungsgruppe hat nun die bislang größte Anzahl genetischer Ursachen von Angst und ihren Zusammenhang mit anderen Erkrankungen gefunden.
Deutlicher kann die Bildsprache nicht werden: Mit einem Abrissbagger haben am Donnerstag die Berliner Krankenhausgesellschaft und die Gewerkschaft Verdi vor dem Brandenburger Tor Klinikbetten zerstören lassen, um die Folgen des GKV-Spargesetzes zu demonstrieren.
Genetische Tests können Menschen mit einem erhöhten Risiko für erbliche Herzmuskelerkrankungen identifizieren. Eine internationale Studie unter Leitung von Forschenden der Uniklinik Eppendorf (UKE) in Hamburg zeigt nun, dass diese genetischen Informationen konkrete therapeutische Konsequenzen haben können.
Menschen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung - „Mild Cognitive Impairment“ (MCI) - haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Smartphone- oder Tablet-basierte Gedächtnistests könnten diesen schleichenden Prozess schneller erfassen als herkömmliche Untersuchungen. Das zeigt eine aktuelle Studie.
Die EU-Kommission hat einem Gutachter am Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zufolge zu Unrecht Informationen zu Corona-Impfstoffverträgen zurückgehalten. Generalanwalt Athanasios Rantos schlug vor, entsprechende Urteile der Vorinstanz gegen die Brüsseler Behörde zu bestätigen.
Antihypertensiva schützen vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Gleichzeitig können sie Schwindel, Ohnmacht und Stürze begünstigen. Eine große englische Studie hat nun geprüft, ob bestimmte Patientengruppen besonders gefährdet sind.
Beamte in die GKV und Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze? Für PKV-Chef Brahm absurde Vorschläge. Für die Union sei das duale System als Grundsatz nicht verhandelbar, betonen Ministerin Warken und Staatssekretär Sorge – verteidigen aber ihre Reformvorhaben.
Das lausübertragene Rückfallfieber zählt zu den vernachlässigten Infektionskrankheiten und tritt vor allem unter Bedingungen von Armut, beengten Lebensverhältnissen und mangelhafter Hygiene auf. Gegenwärtig werden vermehrt Ausbrüche in afrikanischen Ländern verzeichnet. Eine internationale Studie bringt nun neue Einblicke in die Pathogenese zutage.
Chargen von Evrysdi-Pulver (Risdiplam) können möglicherweise mit unlöslichen Polytetrafluorethylen-Partikeln (PTFE–Teflon) verunreinigt sein. Darauf weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) in einem Rote-Hand-Brief hin. Das Risko für Patienten wird als gering eingestuft.
Gesundheitsämter in Deutschland bauen weiter Personal auf. Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27.225 Personen in den Behörden, das waren 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hofft in der Debatte um das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz auf Schützenhilfe aus dem Bundesrat. Vor der Sitzung der Länderkammer am Freitag appellierte sie an das Plenum, den Empfehlungen der Ausschüsse zu folgen und ein „deutliches Zeichen für den Erhalt der ambulanten Versorgung“ zu setzen.
Die urologische Versorgung in Deutschland steht unter wachsendem Druck, während künstliche Intelligenz zunehmend als potenzielles Entlastungsinstrument wahrgenommen wird – doch es gibt noch große Hürden, wie eine aktuelle Umfrage aufdeckt.
Bis die molekulare Einordnung eines Hirntumors vorliegt, vergeht oft wertvolle Zeit. Ein gefärbter Gewebeschnitt ist dagegen früh verfügbar. Ein Heidelberger KI-Modell nutzt dieses Routinematerial - und kommt der späteren Spezialdiagnostik erstaunlich nah.
Deutschland führte 2008 als weltweit eines der ersten Länder ein flächendeckendes Hautkrebsscreening ein. Ob das Programm tatsächlich Todesfälle durch maligne Melanome verhindert, ist jedoch seit Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen und wird angezweifelt. Eine neue Studie schlägt genau in diese Kerbe.
Ein neuartiger Ansatz in der Krebsforschung zielt darauf ab, krankheitsrelevante Proteine gar nicht erst entstehen zu lassen. Statt das fertige Zielmolekül zu blockieren, wird dessen Bauplan zerstört.
Im Ringen um eine Begrenzung der stark steigenden Milliarden-Ausgaben für Gesundheit und Pflege wirbt die DAK-Gesundheit für einen Konsens von Bund, Ländern und Kommunen. Beim Ziel stabiler Beiträge müssten die Lasten gerecht auf alle Schultern verteilt werden, sagte Vorstandschef Andreas Storm.
Wenn Jugendliche traurig, nervös oder gestresst sind, suchen einige Rat nicht nur bei Eltern, Freunden oder Ärzten. Eine US-Befragung zeigt, wie häufig junge Menschen dafür bereits KI-Chatbots nutzen. Besonders brisant: Viele sprechen mit niemandem darüber.
Der GKV-Spitzenverband wirft dem Bund vor, sich weiter aus der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben zurückzuziehen – zulasten von Versicherten und Arbeitgebern. Auch wies man am Mittwoch in Berlin den Vorwurf zurück, die Krankenkassen selbst würden zu wenig Effizienzreserven heben.
Eine 30-jährige Frau stellt sich mit plötzlich einsetzendem, heftigem Kopfschmerz und Erbrechen in einer Notaufnahme vor. Die Symptomatik beginnt unmittelbar nach einem kräftigen Hustenanfall.
Die hessische Staatssekretärin Sonja Optendrenk hat eine wichtige Hürde auf dem Weg an die Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses genommen. Der Gesundheitsausschuss des Bundestags erhob am Mittwoch keine Einwände gegen die 54-Jährige als Kandidatin für den unparteiischen Vorsitz. Der Wechsel ist für Ende Juni vorgesehen.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat beim geplanten Gesetz zur Neuordnung der Pflegeversicherung (PNOG) vor unklaren Zuständigkeiten zwischen Pflege, Kassen und ärztlicher Versorgung gewarnt. Medizinische Entscheidungen müssten in ärztlicher Verantwortung bleiben, Hinweise der Kranken- und Pflegekassen dürften die Therapiefreiheit nicht einschränken, forderte er in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf.
Schlafstörungen betreffen einen erheblichen Teil der europäischen Bevölkerung und verursachen zugleich enorme Kosten. Eine aktuelle Analyse zeigt nun erstmals systematisch das Ausmaß und die ökonomische Bedeutung von Schlafstörungen in 47 europäischen Ländern.
Eine Arbeitsgruppe der Uni Brüssel hat laut eigener Einschätzung „einen großen Fortschritt in der Pankreaskrebs-Forschung erzielt“. Das Team kartierte ein gesundes Organ. Eine dabei gefundene „seltene Zellgruppe“ könnte die Früherkennung und Krebsbehandlung verbessern.
GLP-1-basierte Therapien verzögern die Magenentleerung. Vor einer Gastroskopie stellt sich deshalb die Frage, ob die üblichen Vorgaben zur Nüchternheit ausreichen. Eine randomisierte Studie hat nun untersucht, was eine kurze Therapiepause daran ändert.
Die Inzidenz von Brust- und Hodenkrebs stieg in den letzten Jahrzehnten bei jungen Menschen in den USA und Kanada deutlich an. Mögliche Ursachen umfassen Lebensstilfaktoren und genetische Prädisposition, doch eine Studie fokussierte sich nun auf einen anderen Faktor: die Nutzung von Cannabis.
Körperbildstörung, Angst vor dem Essen, Depression – zentrale Beschwerden der Anorexia nervosa bleiben oft auch nach einer Gewichtsstabilisierung bestehen. Eine Pilotstudie prüfte nun einen ungewöhnlichen Ansatz: eine gewichtserhaltende ketogene Ernährung.
Die Zahl der privaten Krankenversicherungsverträge ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr ganz leicht gewachsen. Das zeigt der aktuelle Rechenschaftsbericht des PKV-Verbands. Die Zahl der Vollversicherungen stieg jedoch kaum. Trotzdem zeigt sich der Verband zufrieden.
Mit einer ungewöhnlich breiten Allianz aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft wächst der Druck auf die Politik, Extremhitze künftig als festen Bestandteil der Krisenvorsorge zu behandeln. Zum Hitzeaktionstag 2026 fordern mehr als 150 Organisationen, gesundheitlichen Hitzeschutz verbindlich im Katastrophenschutz zu verankern.
Mit zunehmender Ausprägung des kardiovaskulär-renalen-metabolischen (CKM) Syndroms steigt auch das Risiko für Krebserkrankungen, wie eine japanische Registerstudie zeigt.
Kann der Kontakt mit Tierhaaren Asthmaanfälle auslösen? Eine nun im Magazin „Frontiers in Allergy“ veröffentlichte „groß angelegte“ Studie hat untersucht, ob das Zusammenleben mit Katzen die Krankheitsverläufe von Kindern mit Asthma und Allergien verschlimmert oder nicht.
Die arrhythmogene Kardiomyopathie zählt zu den wichtigsten Ursachen des plötzlichen Herztodes bei jungen Menschen und Sportlern. Neue Erkenntnisse verändern zunehmend die Diagnose und Behandlung der Herzmuskelerkrankung. Ein Review im European Heart Journal fasst den aktuellen Wissensstand zusammen.
Mehr als eine halbe Million Mediziner und Verwaltungskräfte im britischen Gesundheitswesen sollen Zugang zu KI-Anwendungen erhalten. Dadurch sollen sich zwei Tage pro Monat bei Verwaltungsaufgaben einsparen lassen, so die Hoffnung.
In vielen Bundesländern gibt es heute Protestaktionen gegen das Spargesetz. Der Tenor ist eindeutig: Warken unterschätzt die Auswirkungen auf die ambulante Versorgung. Bei einer Umfrage der KV Niedersachsen gab ein Drittel der Ärzte an, über eine vorzeitige Praxisaufgabe nachzudenken.
Glucosamin gilt vielen Patienten als harmloses Mittel gegen Gelenkbeschwerden. Eine neue Studie stellt diese Annahme zumindest für Menschen mit Alzheimer-Demenz infrage. Im Mittelpunkt steht ein Stoffwechselweg, der Proteine im Gehirn verändert.
In der dritten Runde ihrer Tarifverhandlungen haben sich der Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) gestern in Berlin auf ein Tarifergebnis verständigt.
Weniger Geld für Psychotherapie? Schleswig-Holstein warnt vor Engpässen und will bei der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover eine schnelle Überprüfung der Vergütungskürzungen fordern.
Ein 83-jähriger Mann stellt sich zur Verlaufskontrolle einer chronischen Otitis externa in der HNO-Ambulanz vor. Nebenbei berichtet er über eine seit drei Wochen zunehmende Heiserkeit. Dass hinter dem Symptom eine lebensgefährliche Erkrankung steckt, wird erst nach und nach klar.
Die Krankenkassen wollen die Kosten für bestimmte Rettungseinsätze nicht mehr bezahlen. Nun gibt es einen Lösungsvorschlag des Landes. Doch der Städtetag hat große Sorgen.
Unter den Bundesländern formiert sich gemeinsamer Widerstand gegen die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Warken.
Die Finanznöte der gesetzlichen Krankenkassen spitzen sich inmitten der Beratungen über ein Spargesetz weiter zu. Warkens Sparpläne könnten nicht ausreichen.
Gelenkschmerzen im Alter werden häufig fehlgedeutet. Ein Beitrag in „JAMA Internal Medicine" zeigt, weshalb entzündliche Ursachen oft übersehen werden und welche Hinweise eine frühere Diagnose erleichtern können.
In der Debatte über die GKV-Sparpläne der Regierung warnt die KV Bayerns davor, dass sich als Folge der angedachten Maßnahmen auch die psychotherapeutische Versorgung massiv verschlechtern könne. Schon heute seien die Wartezeiten bei Psychotherapie-Terminen in Bayern hoch.
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Parodontitis und Zahnverlust. Auch das Risiko für Entzündungen und Knochenverlust an Zahnimplantaten war höher. Dies sind die Ergebnisse einer Analyse aus Schweden.
Nach den Vertragsärzten und den Psychotherapeuten ist es jetzt die Pharmabranche, die der Verband der Ersatzkassen ins Visier nimmt. Auch deren Beschwerden über die GKV-Sparpläne findet der vdek übertrieben. Verbandschefin Ulrike Elsner sieht darin gar Scheinheiligkeit.
Das Wissen zur Dauer epileptischer Anfälle basiert auf kleinen Fallserien oder kontrollierten EEG-Untersuchungen. Eine nun in „JAMA Neurology" veröffentlichte Analyse zeigte nun, dass die selbstberichtete Anfallsdauer teils deutlich länger ist als bislang angenommen.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor sogenannten „Longevity-Infusionen“, auch „Drip-Spa“ genannt. Die Fachgesellschaft DGIM hat bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Wirkungsnachweise fehlen und ernste Komplikationen möglich sind.
Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Ansgar Heveling (CDU), pocht als Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung darauf, extrabudgetäre Vergütung in der ambulanten Versorgung eng zu begrenzen. In seinem Gutachten zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz unterstützt er die geplanten Honorarbremsen und das Aus für extrabudgetäre TSVG-Zuschläge.