Ärzte sowie Psychotherapeuten können einzelne Leistungen nun öfter oder sogar komplett in der Videosprechstunde anbieten. Darauf haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss geeinigt. Auch bei der Vergütung gibt es Änderungen.
Eine etwa 60-jährige Frau aus Portugal mit einer langen Raucherhistorie zeigt auffällige Hautveränderungen an den Handinnenflächen. Diese sind hochverdächtig für eine Krebserkrankung und gehen der Diagnose meist voraus.
Eine aktuelle Studie untersuchte, ob digitale Unterstützung bei männlichem Harndrang neben der herkömmlichen Behandlung eine zusätzliche Linderung bewirken kann – mit überzeugenden Ergebnissen.
Ein Mitarbeiter in der Notaufnahme im Krankenhaus erspäht im Rucksack eines Patienten einen potenziell gefährlichen Gegenstand – die Polizei rückt an.
Damit Gesundheitsversorgung in einer alternden Gesellschaft trotz Fachkräftemangel gelingt, muss die Krankheitslast gesenkt werden. Das fordert Ex-RKI-Präsident Professor Lothar Wieler und plädiert dafür, den Arztvorbehalt zu überdenken.
Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg fordert die Politik auf, die ambulante Versorgung „zukunftssicher und gerecht“ zu gestalten. In vielen Bereichen bräuchten Praxen mehr finanzielle Unterstützung.
Beim Impfen gibt es in Deutschland noch viel Luft nach oben. Aber kann die neue Regelung, wonach Krankenkassen ihre Versicherten über bestimmte Gefahren wie Impflücken informieren sollen, Abhilfe schaffen? Nur bedingt, wie bei einer Veranstaltung zu diesem Thema am Mittwochabend deutlich wurde.
Eine aktuelle Studie, zeigt, dass die Impfung gegen Gürtelrose das Risiko einer Demenzerkrankung um 20 Prozent senken kann. Besonders stark war dieser Effekt bei Frauen ausgeprägt.
Eine Fall-Kontroll-Studie mit 87 Patienten mit schwerer Psoriasis unter Biologika-Therapie ergab, dass Übergewicht ein wesentlicher Faktor für einen vorzeitigen Wirkungsverlust ist.
Die USA waren bislang größter Finanzierer der WHO. US-Präsident Trump kehrt ihr aber den Rücken. Deutschland springt nun mit kleinem Zusatzbeitrag in die große Finanzlücke.
Mit dem demographischen Wandel steigt die Zahl der Beschäftigten, die trotz gesundheitlicher Einschränkungen arbeiten. Eine neue Langzeitstudie zeigt, dass von 15 Millionen Arbeitnehmern zwischen 50 und 64 Jahren rund sieben Millionen trotz gesundheitlicher Probleme erwerbstätig sind.
Nach der Ankündigung von Zöllen auf breiter Front durch US-Präsident Donald Trump waren auch die Befürchtungen in der Pharmaindustrie hierzulande groß. Für die deutschen Unternehmen sind die USA schließlich der wichtigste Exportmarkt. Doch vorerst kann die Branche aufatmen.
Eine große Mehrheit der Bundesbürgerinnen und -bürger glaubt, dass Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht wirtschaftlich eingesetzt werden. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Dieser leitet aus den Ergebnissen Forderungen an die neue Bundesregierung ab.
Der kleinste Herzschrittmacher der Welt ist kleiner als ein Reiskorn und wird von Licht aktiviert. Das berichtet eine Forschergruppe rund um John Rogers von der Northwestern University in Illinois. Der Schrittmacher passt damit in eine Kanüle und kann ohne Operation perkutan injiziert werden.
Auch wenn das erste Einigungspapier der Unions- und SPD-Politiker zur Gesundheitspolitik mehr Fragen aufwirft als beantwortet, überwiegt in Hamburg erst einmal die Erleichterung: Die Entbudgetierung der Hausärzte werde dafür sorgen, dass das Arbeiten in der Praxis vielleicht wieder etwas attraktiver werde, hieß es am Mittwochabend.
Forschende der Universitäten Konstanz und Wien haben eine Klasse von Antibiotika entdeckt, die speziell gegen den Erreger der Gonorrhö, Neisseria gonorrhoeae, wirksam ist. Auch multiresistente Stämme dieses Bakteriums werden durch den neuartigen Wirkstoff abgetötet.
Angesichts von vollen Arztpraxen und Termin-Problemen unterstützt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die schwarz-roten Pläne für eine Patientensteuerung über Hausarztpraxen.
Reinigungskräfte, Sicherheitspersonal und Krankentransportfahrer an der Charité legen ihre Arbeit nieder. Die Auswirkungen des Streiks sind in mehreren Bereichen der Klinik zu spüren.
Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) hat die Pläne für die stationäre Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz gegen die Kritik der Landtagsopposition verteidigt. Die medizinische Versorgung im Land sei gut, versicherte der Minister im Parlament in Mainz.
Sollte es Strafgebühren für Patienten geben, die Arzttermine unentschuldigt verfallen lassen? Aussagen vom Bundesverband der Kinderärzte sowie der KBV haben die Debatte neu aufflammen lassen. Insbesondere die Reaktion der Kassen bringt den SpiFa dabei auf die Palme.
Der Verband Pharma Deutschland fordert ein Gesetz, um medizinische Registerdaten besser für die Forschung nutzen zu können. Unter anderem solle damit Forschungseinrichtungen und Unternehmen ein breiter Datenzugang ermöglicht werden.
Im April soll der ePA-Rollout erfolgen – wenn die Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt sind. Das könnte jetzt bald passieren, erfuhr der änd im Interview mit der neuen Vize Anke Richter-Scheer und dem ePA-Spezialisten Jakob Scholz der KVWL. Ready for Rollout ist die ePA aus ihrer Sicht dennoch nicht. Was noch fehlt.
Mit ihrer Empfehlung, die ambulante fachärztliche Versorgung stärker in die Kliniken zu verlagern, hat die Regierungskommission zur Krankenhausversorgung bereits scharfe Kritik aus der Ärzteschaft einstecken müssen. Auch die Landesärztekammer Hessen findet, dies sei ein „gravierender Fehler“.
Die Verwendung hormoneller Kontrazeptiva wird mit einem erhöhten Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht. Dieser Zusammenhang scheint auch im Wochenbett zu bestehen - in einer Phase, in der Frauen bereits ein erhöhtes Risiko für postpartale Depressionen haben.
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus den USA deuten an, dass eine abnorm dünne Linse ein signifikanter Marker für das Vorliegen einer angeborenen Katarakt bei Kindern sein könnte.
Die Ergebnisse einer spanischen Brustkrebs-Studie deuten darauf hin, dass Adipositas nicht nur die Tumorzellmobilität beeinflusst, sondern auch das Mikroumfeld der Metastasierung entscheidend verändert.
Der Patient stellt sich in der Notaufnahme mit seit vier Tagen fortschreitender Verwirrtheit vor. Drei Tage vor Einlieferung wurden bereits abnormale Verhaltensweisen beobachtet, etwa das ziellose Herumfummeln und unspezifische, unkoordiniert wirkende Aktivitäten, die zunächst zur Fehldiagnose Alzheimer führten.
Ein Großteil der Menschen in Deutschland findet sich in der Vielzahl gesundheitsrelevanter Informationen nicht mehr zurecht. Das hat Folgen für den einzelnen und kostet das System viele Milliarden.
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Überschuss von 96 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahresergebnis. Die Dividende für die Anteilseigner soll gleich bleiben.
Primärarztsystem ja – aber im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV): Eine bundesweite Einführung der HzV in Verbindung mit Facharztverträgen fordert MEDI GENO Deutschland. Zudem müssten die Fachärzte entbudgetiert werden.
Dass die Tests der ePA eher stockend verliefen, liegt nach Ansicht des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) weniger an den Herstellern und mehr an den beteiligten Einrichtungen. Der Auswahlprozess für die Teilnehmer sei „nicht vollends geeignet“ gewesen. Auch die KZBV fordert eine Ausweitung der Testphase.
„Vollkommen ungeeignet“ nennt der Dachverband Bayerischer Fachärztinnen und Fachärzte die Idee, ein primärärztliches System zur besseren Patientensteuerung einzuführen. Es würden somit weitere bürokratische Zwänge ausgelöst.
„Schleswig-Holstein ist bei der Besetzung freier Hausarztstellen im Vergleich aller Bundesländer spitze“: Das meldet die KVSH am Mittwoch.
RKI-Forschende und das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) haben gemeinsam Daten zu Prävalenz, Trends und regionaler Verteilung der Demenz und Parkinson in Deutschland für die Jahre 2017 bis 2022 veröffentlicht.
Hohe Kosten, aber oft kein Nutzen: Der GKV-Spitzenverband stellt den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) kein gutes Zeugnis aus. „Die ‚Apps auf Rezept‘ hinken auch nach mehr als vier Jahren ihren Möglichkeiten hinterher, die Versorgung maßgeblich zu verbessern“, sagt Stefanie Stoff-Ahnis.
Sie wechselt von der Elbe an die Weser: Martina Kemme, derzeit Leiterin Operatives Geschäft bei der KV Hamburg, wird zum 1. Januar 2026 Vorstandsmitglied bei der KV Bremen.
Das Gesundheitssystem im Land muss angemessen auf Krisen und Katastrophen reagieren können, fordert die Versammlung der Ärztekammer Niedersachsen. Welche Maßnahmen aus ihrer Sicht hierfür umzusetzen sind, hat sie in einer einstimmig angenommenen Resolution festgehalten.
Die Krankenhausreform weise gefährliche Lücken auf, schlägt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einem Offenen Brief Alarm. Kinder und Jugendliche würden nicht ausreichend berücksichtigt.
Schnelle notfallmedizinische Hilfe über Bildschirme überall im Land: Das rheinland-pfälzische Rettungsdienstgesetz wird novelliert. Dabei geht es auch um die Notrufnummer 112.
Ein 78-jähriger Chroniker stellt sich mit seit vier Tagen anhaltender Obstipation und Erbrechen in der Notaufnahme vor – doch erst eine Notfall-Endoskopie lässt die ganze Dramatik dieses Falles erkennen.
Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) soll nach den Plänen der SPD/BSW-Koalition in diesem und dem nächsten Jahr weniger Geld vom Land bekommen. Der Entwurf für den Doppelhaushalt sieht 1,6 Millionen Euro pro Jahr weniger vor.
Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin zeigt sich alarmiert, dass es laut Ergebnispapier der AG Gesundheit wohl doch keine Leistungsgruppe Notfallmedizin im Rahmen der Krankenhaus-Reform geben soll. In einem Offenen Brief macht die DGINA ihrem Ärger Luft.
Am Sana Klinikum Offenbach ist am Dienstag ein Akut- und Notfalltresen eröffnet worden. Für die anwesende Gesundheitsministerin Diana Stolz und den KV Hessen-Vorstand Armin Beck ist er ein Beispiel dafür, dass regionale Lösungen zur Patientensteuerung funktionieren.
Medizinstudierende, die im Praktischen Jahres (PJ) auch eine Station in einer hausärztlichen Praxis absolvieren, erhalten ab dem PJ-Frühjahr 2025 eine höhere finanzielle Unterstützung durch das Land.
Medizinische Versorgungseinrichtungen in NRW können ab sofort Anträge für die Genehmigung zur Durchführung von Untersuchungen gemäß der Lungenkrebsfrüherkennungs-Verordnung beim Landesinstitut für Arbeitsschutz (LIA) einreichen. Eine Checkliste.
Ab 1. April können auch Frauen ab dem 50. Lebensjahr im Rahmen des Darmkrebs-Screening-Programms eine Koloskopie in Anspruch nehmen. Bislang galt diese Altersgrenze nur für Männer, für Frauen lag sie bei 55 Jahren.
Eine aktuelle Studie liefert den ersten wissenschaftlichen Nachweis von Mikroplastikpartikeln in Follikeln von Frauen, die sich einer assistierten Reproduktionsbehandlung unterzogen – die dabei erreichten Konzentrationen sind teils beachtlich und haben einen unerwünschten Nebeneffekt.
Insgesamt sind 9 von 10 Menschen im Gesundheitswesen mit dem Second-Victim-Phänomen konfrontiert, berichtete Prof. Reinhard Strametz anlässlich des Chirurgie-Kongresses in München. Rund 14 Prozent überwinden diesen Zustand zeitlebens nicht – und anders als erwartet, (be)trifft es wohl vor allem die Pädiatrie und Allgemeinmedizin.
Eine aktuelle Studie hat einen neuartigen Ansatz zur Behandlung von Staphylococcus aures und MRSA getestet. Die Daten sind vielversprechend und geben neue Hoffnung im Kampf gegen schwere nosokomiale Lungenentzündungen.
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat im März 2025 eine neue Fachdefinition der Allgemeinmedizin veröffentlicht. Damit reagiert sie auf die dynamische Entwicklung des Fachbereichs in den letzten Jahren und berücksichtigt die erweiterten Aufgaben in Versorgung, Forschung und Lehre.