TK meldet „Rekord an Verdachtsfällen“
Die Zahl der Verdachtsfälle auf einen Behandlungsfehler erreicht bei der TK einen Höchststand. Allerdings erhärtet sich bei nur jedem dritten davon der Verdacht. TK-Chef Baas fordert Reformen.
Die Zahl der Verdachtsfälle auf einen Behandlungsfehler erreicht bei der TK einen Höchststand. Allerdings erhärtet sich bei nur jedem dritten davon der Verdacht. TK-Chef Baas fordert Reformen.
Eine aktuelle Analyse stellt verbreitete Annahmen zur Rolle künstlicher Intelligenz in der Medizin infrage: Statt den Arzt zu ersetzen, könnte KI vor allem strukturelle Defizite im Gesundheitssystem korrigieren helfen.
Von einem Cyberangriff sind bundesweit Kliniken betroffen - darunter auch Krankenhäuser in Niedersachsen. Langsam wird das Ausmaß deutlich. Kliniken wollen die Betroffenen informieren.
Eine 64-jährige Frau mit Angststörungen und Depressionen versucht sich mit ihrer häuslichen Medikation das Leben zu nehmen. Mit tragischem Erfolg: Gegen die Kalziumkanalblocker haben die behandelnden Ärzte trotz weitreichender Maßnahmen keine Chance.
Eine ungewöhnliche Häufung schwerer Erkrankungen mit teils tödlichem Verlauf trat Ende 2024 in der Demokratischen Republik Kongo auf. Die als „Disease X“ bezeichnete Krankheitswelle betraf vor allem Kinder – eine Überblicksarbeit fasst den aktuellen Wissensstand zusammen.
Kinder lügen im Entwicklungsverlauf häufig, ohne dass daraus zwangsläufig ein Problem entsteht. Eine kanadische Längsschnittstudie zeigt jedoch, dass bestimmte Muster des Lügens mit späteren antisozialen Persönlichkeitsmerkmalen und gerichtlichen Verurteilungen assoziiert waren.
Künstliche Intelligenz in Arztpraxen ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie nimmt Termine an, erinnert Patienten, schreibt Gespräche mit, erstellt Arztbriefentwürfe oder analysiert Befunde. Doch wer haftet, wenn dabei etwas schiefläuft? Rechtsanwältin Angelika Diarra von der Kanzlei für Gesundheitsrecht erläutert, worauf Praxen achten müssen, bevor sie KI-Tools einsetzen.
Chronische Entzündungen in der Mundhöhle können direkt die weibliche Fertilität beeinflussen. Wie genau, das war bisher nicht ausreichend verstanden. In einem Tiermodell mit Titanimplantaten kamen Forschende den Ursachen auf den Grund.
Das BfArM weist auf eingeschränkte Wirksamkeit von ACE-Hemmern bei Angioödemen hin. Es gebe Hinweise, „dass ein durch ACE-Hemmer ausgelöstes Angioödem durch Bradykinin vermittelt wird und dass Epinephrin/Adrenalin [...] möglicherweise unwirksam ist.
In Deutschland wird seit Monaten über ein Primärversorgungssystem gestritten. Der Hausärzteverband wirbt dabei für die HzV als Blaupause. Eine TK-Studie verpasst dieser Forderung nun einen empfindlichen Dämpfer: Die untersuchten HzV-Verträge steuerten Patienten kaum besser durch das System, führten aber zu mehr Facharztkontakten und höheren Kosten.
Lucia ist 13, neugierig auf das Leben – und lebt doch mit einer seltenen genetischen Erkrankung. Ihr Fall zeigt, wie anspruchsvoll die Begleitung von Jugendlichen mit ADHS und genetisch bedingter Entwicklungsstörung sein kann.
Der Gesundheitsausschuss des Bundesrates hat eine Reihe von Änderungsempfehlungen am GKV-Spargesetz vorgelegt. Bei den Kassen sorgt das für Unmut. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hingegen lobt die Initiative der Länderkammer.
Eine französische Kohortenstudie bringt Lebensmittelfarbstoffe erstmals mit einer höheren Typ-2-Diabetes-Inzidenz in Verbindung. Auffällig ist der Befund auch deshalb, weil es nicht nur um klassische synthetische Zusätze ging. Die Ergebnisse lenken den Blick auf Farbstoffe natürlichen Ursprungs, die viele eher für unproblematisch halten.
Es gibt erstmals eine S3-Leitlinie zur „Diagnostik und Therapie der unilateralen spastischen Zerebralparese (LL-uCP)“. Adressaten sind Neuropädiater, Kinder-und Jugendärzte, Orthopäden sowie Ergo- und Physiotherapeuten.
Nicht alle Kaiserschnitte lassen sich vermeiden, viele retten Leben, manche sind geplant. Gleichzeitig kann der Geburtsmodus psychisch stärker nachwirken als oft angenommen. Eine große US-Analyse unterscheidet genauer als frühere Arbeiten und zeigt, welcher Geburtsweg mit dem höchsten Risiko verbunden war.
Welche Werte als optimal gelten, ist nicht eindeutig geklärt – insbesondere mit Blick auf Unterschiede zwischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) und erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF). Eine gepoolte Analyse macht nun deutlich: lieber hyperkaliäm als hypokaliäm.
Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie warnt vor einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung durch die Apothekenreform. Diese führe zu ineffizienten Strukturen und schwäche letztlich die Arztpraxen.
Bei exazerbierter COPD muss die Atmung rasch stabilisiert werden. Doch gerade die dafür häufig eingesetzten Kortikosteroide können Hyperglykämien begünstigen. Eine randomisierte Studie untersuchte nun, ob ein gemeinsamer pneumologisch-endokrinologischer Behandlungspfad beide Probleme besser auffängt.
Hinter dem männlichen Hypogonadismus steckt oft ein ganz anderer Treiber als ein primärer Testosteronmangel: das Übergewicht. Daher ist die richtige Diagnose entscheidend und die Waage manchmal hilfreicher als das Rezept.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate hat das Verwaltungsgericht München erhebliche Zweifel an der Beitragspraxis der Bayerischen Landesärztekammer geäußert. Nach dem Fall einer 86-jährigen Ruhestandsärztin geht es nun um einen habilitierten Arzt im Rentenalter. Wieder hatte die Kammer wegen fehlender Einkommensangaben den Höchstbeitrag von 15.000 Euro festgesetzt.
Für Patienten mit HER2-positivem fortgeschrittenem gastroösophagealem Adenokarzinom könnte sich ein neuer Therapieansatz abzeichnen. In einer Phase-3-Studie zeigte Zanidatamab deutliche Vorteile gegenüber dem bekannten Schema. Die Medaille hat jedoch auch eine Kehrseite.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz will die Bundesregierung erstmals eine gesetzliche Teilkrankschreibung einführen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat jedoch vor erheblichen Umsetzungsproblemen gewarnt. Die geplante Regelung lasse zentrale Fragen offen, schaffe zusätzliche Bürokratie und sei im Praxisalltag kaum umsetzbar.
Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen geht im Widerstand gegen das geplante GKV-Spargesetz einen ungewöhnlichen Weg. Sie hat den Deutschen Ethikrat angerufen und lässt prüfen, ob sich die von der Bundesregierung angestrebte einnahmeorientierte Ausgabenpolitik mit den Grundsätzen einer bedarfsgerechten Versorgung vereinbaren lässt.
Viele Menschen über 60 kennen das Gefühl: Ein Name will nicht einfallen oder ein Termin wird vergessen. Solche Gedächtnisprobleme gehören für viele zum Älterwerden dazu. Doch können sie auch frühe Hinweise auf eine Demenzerkrankung sein?
Die Berichte über sexuelle Übergriffe auf dem Deutschen Ärztetag haben eine Debatte über Machtmissbrauch ausgelöst. Die Berliner Kinderchirurgin Dr. Susanne von der Heydt richtet den Blick auf ein mindestens ebenso sensibles Feld: sexualisierte Gewalt im Arzt-Patienten-Verhältnis. Aus ihrer Arbeit in der Ärztekammer kennt sie Fälle, die sie „fassungslos“ machen.
KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister wirft der Politik Wortbruch vor und warnt vor einem massiven Vertrauensverlust in der Ärzteschaft. Die geplanten Kürzungen durch das GKV-Spargesetz träfen nicht nur Fachärzte, sondern ebenso Haus- und Kinderärzte sowie Psychotherapeuten. Unterstützung kommt von der KV Niedersachsen.
Nach einer Cyberattacke auf den Krankenhausdienstleister Unimed im saarländischen Wadern mit Auswirkungen auf mehrere Kliniken bundesweit ermittelt die Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich bislang unbekannte Täter unberechtigt Zugriff auf Teile der IT-Infrastruktur des Unternehmens.
In Hessen haben sich sechs Akteure aus dem Gesundheitswesen in einer gemeinsamen Pressekonferenz vor Einschnitten in der ambulanten und stationären Versorgung und die Bundesregierung aufgefordert, den Entwurf im parlamentarischen Verfahren zu überarbeiten.
Die Debatte über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt im Gesundheitswesen reißt nach dem Deutschen Ärztetag in Hannover nicht ab. Mehrere ärztliche Organisationen und Verbände fordern inzwischen strukturelle Konsequenzen, mehr Prävention und niedrigschwellige Meldestrukturen.
Die Leitlinie „Posttraumatische Belastungsstörung (ADAPT)“ wurde aktualisiert. Insbesondere das Kapitel zu Kindern und Jugendlichen wurde überarbeitet. Zudem gibt es neue Kapitel zu speziellen Gruppen: Erwachsene mit Störung der Intelligenzentwicklung (SIE), Personen mit Fluchthintergrund und ältere Menschen.
Nicht nur moderne Diagnostik und schnelle Therapien entscheiden über die Qualität der Schlaganfallversorgung – auch die Zusammenarbeit im Team spielt eine zentrale Rolle. Darauf weist die DSG hin und gibt einen Überblick, welche Teamübungen im Alltag einfach umgesetzt werden können.
Ein Teil der Patienten mit „buried penis“ lässt sich klinisch kaum untersuchen – mit möglichen Folgen u. a. für die Krebsfrüherkennung. Eine aktuelle Studie zeigt: Nicht freilegbares Gewebe geht häufiger mit riskanten Vorstufen einher und könnte nötige Therapien nachhaltig beeinflussen.
Der Widerstand gegen das GKV-Sparpaket wächst und genau das bereitet dem AOK-Bundesverband zunehmend Sorgen. Vorstandsvorsitzende Carola Reimann warnte davor, zentrale Einsparmaßnahmen im parlamentarischen Verfahren wieder zurückzunehmen. Die Politik müsse „gegen den von Seiten der Leistungserbringer organisierten Widerstand standhaft bleiben“.
Wie elastisch Gefäße im Alter bleiben, entscheidet sich möglicherweise früher als oft gedacht. Eine schwedische Langzeitstudie zeigt, welche Rolle die aerobe Leistungsfähigkeit dabei spielt – und warum der Blick zurück bis ins frühe Erwachsenenalter reicht.
Eine 76-jährige Frau stellt sich mit persistierenden Schmerzen im Gingivabereich der Zähne 33 und 34 vor, die wiederholt von stechenden thorakalen Beschwerden begleitet werden. Nach etwa fünf bis sechs Minuten klingen die Schmerzen jeweils spontan ab.
Unterschiede zwischen der Frauen- und Männergesundheit sollten in medizinischen Leitlinien besser berücksichtigt werden, findet eine Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK.
Um einen genetischen Test auf eine BRCA-Mutation zu erhalten, müssen spezielle Kriterien erfüllt sein. Manchen Frauen nach Brustkrebs wird er jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht angeboten und deren Risiko übersehen – so das Ergebnis einer Studie, die nun auf dem ESMO Breast Cancer 2026 vorgestellt wurde.
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat Ärztinnen und Ärzte vor möglichen Regressen bei digitalen Gesundheitsanwendungen gewarnt und zur genauen Prüfung von Indikationen und Kontraindikationen geraten. So habe die IKK classic bereits erste Prüfanträge zu Verordnungen der DiGA „Oviva Direkt für Adipositas“ gestellt.
Eine Krankenkasse kann einen Arzt wegen vermeintlicher Fehlabrechnung nicht direkt zur Kasse bitten. Das Sozialgericht München sieht stattdessen die Kassenärztliche Vereinigung am Zug: Diese müsste Fehlabrechnungen prüfen und korrigieren.
Lange Wartezeiten, weite Wege, Kosten und fehlende Orientierung: Für viele Geflüchtete bleibt medizinische Versorgung in Deutschland gerade nach der Ankunft schwer erreichbar. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.
Praxen können ein Lied davon singen: E-Rezept-Server nicht erreichbar, ePA nicht aufrufbar, TI-Anschluss muss neu gestartet werden. 25 mal pro Monat machte die Telematikinfrastruktur (TI) 2025 Probleme. Die Gematik sieht das System an seine Grenzen gekommen - und plant den Umstieg.
Intellektuelle und entwicklungsbedingte Behinderungen betreffen Schätzungen zufolge etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung. Eine neue Studie zeigt nun, dass betroffene Frauen hinsichtlich Schwangerschaft und Geburt erhebliche Hürden meistern müssen, was sich auch negativ auf ihre Kinder auswirken kann.
Nahrungsmittelallergien können den Familienalltag über Jahre prägen. Doch bleibt davon im Jugendalter ein schwierigeres Verhältnis zum Essen zurück? Eine französische Langzeitanalyse deutet auf ein anderes Muster hin.
Die Vertreterversammlung der KV Sachsen appelliert an die Bundesregierung, die mit dem GKV-Spargesetz geplanten Einschnitte bei der ambulanten Versorgung zurückzunehmen – und schlägt im Gegenzug eine andere Maßnahme vor.
Zahlreiche Arztpraxen setzen auf KI-gestützte Anwendungen oder überlegen, künftig solche einzusetzen, zeigt eine änd-Umfrage. Drei Tools sind besonders gefragt. Bedenken zum Datenschutz und der Datensicherheit lassen zahlreiche Praxen jedoch noch zögern.
Ein 33-jähriger Mann wird mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in eine Klinik eingeliefert. Glücklicherweise erkennen die Behandelnden die Alarmsignale – und finden die seltene Ursache für den Zustand des Mannes.
120.100 Menschen wurden 2024 mit der Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus behandelt – 94,5 Prozent mehr als 2004, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Die Gewerkschaft Verdi hat in 50 Krankenhäusern bundesweit zum einwöchigen "Klinik-Streik" aufgerufen. DKG und die Linke unterstützen den Protest, der auch die großen Berliner Häuser einschließt und bis zur Abstimmung im Bundestag dauern soll.
Die TSVG-Zuschläge zu streichen, wäre ein großer Fehler, denn sie wirkten wie gewünscht: Darüber waren sich die Ärztevertreter bei einer Zi-Diskussionsrunde einig. Nur vdek-Chefin Elsner zeigte sich skeptisch.
Parkinson früher erkennen? Forschende aus Deutschland haben einen PET-Tracer entwickelt, der krankhafte Alpha-Synuclein-Ablagerungen erstmals im lebenden Gehirn sichtbar machen kann – mit Potenzial für Diagnostik und neue Therapien.