Warken will Long-Covid-Betreuung ausweiten
Long-Covid trifft junge Patienten besonders hart. Ein breiteres Versorgungsnetz soll Familien entlasten und die Behandlung verbessern.
Long-Covid trifft junge Patienten besonders hart. Ein breiteres Versorgungsnetz soll Familien entlasten und die Behandlung verbessern.
Das Bundesgesundheitsministerium will das Primärversorgungssystem gemeinsam mit den Akteuren entwickeln und noch 2026 ein Präventionsgesetz vorlegen. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Georg Kippels am Freitag an.
Schmerzen im Unterleib lassen sich bei Frauen oft nur schwer zuordnen: Liegt die Ursache in der Blase oder doch im Beckenboden? Ein auf dem EAU-Kongress 2026 in London vorgestellter neu entwickelter Fragebogen soll hier künftig helfen, mögliche Ursachen schneller zu unterscheiden.
GLP-1-Rezeptoragonisten haben die Behandlung der Adipositas grundlegend verändert. Dennoch wird die Therapie häufig innerhalb des ersten Jahres beendet. Eine große Analyse aus der klinischen Praxis zeigt nun, welche Behandlungswege Patienten danach einschlagen – und wie sich ihr Körpergewicht im Folgejahr entwickelt.
Vor 131 Jahren hatte der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg erstmals Röntgenstrahlung genutzt, um die Hand seiner Frau zu durchleuchten. Nun waren es abermals Forschende aus Würzburg, die eine neue Bildgebung testeten: Einer von ihnen hielt seinen Arm für die neue Methode hin - die Magnetpartikelbildgebung (MPI).
Die Einigung auf eine neue Versorgungspauschale für bestimmte chronisch kranke Patienten stößt beim Deutschen Hausärztinnen- und Hausärzteverband auf massive Kritik. Die Bundesvorsitzenden sprechen von einer „Bankrotterklärung des Systems der Selbstverwaltung“ und warnen vor zusätzlicher Bürokratie in den Praxen.
Die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) gilt als wirksame Maßnahme zur Prävention einer Erstinfektion. Ob sie auch Rückfälle nach bereits behandelten Feigwarzen verhindern kann, war Thema auf dem EAU-Kongress 2026 in London.
Eine akute, schwere Infektion mit COVID-19 ist eigentlich schon schlimm genug. Häufig haben Betroffenen aber auch langfristige Beschwerden. Forschende haben nun herausgefunden, dass schwere Krankheitsverläufe wohl den Boden für eine spätere Krebsentstehung in der Lunge bereiten könnte.
Es gibt eine neue Leitlinie zum Thema „Intraoralscan in der Zahnmedizin“. Sie soll der Definition von prinzipiellen Rahmenbedingungen bei der Anwendung von Intraoralscannern innerhalb der Zahnmedizin und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie dienen und dazu auch konkrete Handlungsempfehlungen aufzeigen.
63 Prozent der Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, haben einer Umfrage zufolge Schlafprobleme. Bei vielen ist beruflicher Stress die Ursache.
Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet ihren Versicherten künftig eine digitale Zweitmeinung vor geplanten Rückenoperationen an. Über ein Online-Portal soll ein Avatar Patientinnen und Patienten durch einen strukturierten Fragenkatalog führen, anschließend prüfen Fachärztinnen und Fachärzte die Unterlagen.
Viele Kinder haben Angst vor Untersuchungen. Eine MRT ist keine Ausnahme, auch wenn sie nicht wehtut. Die Medizinische Hochschule Hannover hat nun einen neuen Weg eingeschlagen: Eine „MRT-Rakete“ nimmt die Angst.
Regelmäßige körperliche Aktivität gilt als wichtiger Bestandteil der Krebsprävention. Eine große Metaanalyse hat nun verfügbare Studien zu urologischen Tumoren zusammengeführt und den Zusammenhang mit dem Aktivitätsniveau systematisch ausgewertet.
Die Entscheidung, die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent zu senken, hat eine breite Protestwelle ausgelöst. Eine Online-Petition gegen die Honorarkürzung fand innerhalb kurzer Zeit mehr als 135.000 Unterstützer. Auch ärztliche und psychotherapeutische Verbände warnen vor Verschlechterung der Versorgung.
Die KV Berlin schafft neue Fördermöglichkeiten für Haus- und Kinderärzte und stellt die Bedarfsplanung auf neue Füße. Zugleich wurde in der Vertreterversammlung Kritik am Honorarbeschluss für die Psychotherapeuten und den Plänen mit der TSVG-Vergütung laut.
Ab April können starke Raucherinnen und Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren einmal jährlich eine Untersuchung zur Lungenkrebs-Früherkennung erhalten. Das Screening mittels Niedrigdosis-CT wird Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Mit Spannung erwartet das gesundheitspolitische Berlin die Sparvorschläge der GKV-Finanzkommission, die Ende des Monats vorliegen sollen. Nun sickern erste Details durch.
Ultrahochverarbeitete Lebensmittel stehen zunehmend im Fokus der Ernährungsmedizin. Für mögliche Auswirkungen auf die Knochengesundheit liegen bislang jedoch nur wenige Daten vor. Eine große bevölkerungsbasierte Analyse liefert nun neue Hinweise auf Zusammenhänge mit Knochenmineraldichte und Frakturrisiko.
Nach mehrmonatigen Beratungen haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband am Mittwoch im Bewertungsausschuss auf die Details der neuen Chroniker-Pauschale geeinigt.
Immer mehr junge Frauen wünschen sich eine operative Korrektur der inneren Labien. Da dies in einem Großteil der Fälle anatomisch nicht notwendig ist, haben Forschende einen anderen Aspekt betrachtet: die Psyche.
Die KV Hamburg warnt vor drastischen Folgen weiterer Sparmaßnahmen in der ambulanten Versorgung. Wenn Termin-Anreize gestrichen und Budgets wieder verschärft würden, drohten Aufnahmestopps, weniger Termine und längere Wartezeiten.
Das postoperative akute Atemnotsyndrom bleibt nach herz- und gefäßchirurgischen Eingriffen eine schwerwiegende Komplikation. Eine randomisierte Studie hat geprüft, ob eine frühe Gabe von Sivelestat - ein im asiatischen Raum zugelassenes Medikament - nach der Operation einen protektiven Effekt haben könnte. Die Daten erlauben nun eine erste Einordnung.
Matcha, das leuchtend grüne Pulver aus fein gemahlenen Grünteeblättern, ist ein Trendgetränk, dem viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit nachgesagt werden. Womöglich könnte es sogar hilfreich gegen Heuschnupfen sein - über eine immunmodulatorische Wirkung hinaus.
Der Streit zwischen Bund und Ländern um die Anpassungen an der Krankenhausreform nimmt kein Ende. Das SPD-regierte Mecklenburg-Vorpommern (MV) fordert im Bundesrat die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Die Bundes-SPD widerspricht - der GMK-Chef ebenfalls.
Unbemerkte Fehlbelastungen der Füße sind für Menschen mit Diabetes ein Gesundheitsrisiko dar. Ein Maschinenbau-Student der Hochschule Osnabrück hat nun eine „intelligente Einlegesohle“ entwickelt, welche die Druckbelastung beim Gehen kontinuierlich erfassen kann.
Die Firma Biotest Pharma GmbH ruft das IgG-Präparat Yimmungo zurück. Der Rückruf erfolgt vorsorglich aus Gründen der Patientensicherheit. Es kam zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen mit beginnender Anaphylaxie.
Welche Patienten mit COPD haben ein besonders hohes Risiko für eine respiratorische Krankenhausaufnahme? Ein neu entwickelter Prognosescore kombiniert sechs klinisch leicht verfügbare Variablen und könnte helfen, gefährdete Patienten in der Primärversorgung früh zu erkennen.
Ein Rückbau der Krankenhausstrukturen ist grundsätzlich notwendig und sinnvoll, meint der Hartmannbund Niedersachsen. Es müsse aber ein landesspezifisches Umsetzungskonzept geben – und zwar zügig.
Zum Europäischen Tag gegen Gewalt im Gesundheitswesen am 12. März hat der Marburger Bund besseren Schutz für Ärztinnen und Ärzte sowie für das Praxis- und Pflegepersonal gefordert. Politik und Krankenkassen müssten zudem stärker über Abläufe in der medizinischen Versorgung aufklären.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor Beginn der „Bärlauchsaison“ vor giftigen Doppelgängern der Wildpflanze. Der Verzehr könne „fatale Folgen“ haben. Bärlauch wird seit einigen Jahren in der Küche immer häufiger verwendet.
Nach den KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic bietet nun auch Amazon einen eigenen KI-Chatbot zu Gesundheitsfragen an. Damit weitet das US-Unternehmen sein Engagement im Gesundheitsbereich aus.
Das Leigh-Syndrom ist eine Mitochondriopathie, die schon im Kindesalter schwere Schäden am Gehirn verursacht. Forschende haben nun den Wirkstoff Sildenafil eingehend untersucht, woraufhin er von der EMA den Titel „Orphan Drug“ erhielt.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in Deutschland ist weiter rückläufig. Sie wird neben Respiratorischen Synzytialviren (RSV) und Influenzaviren aber zunehmend durch „weitere Atemwegsviren des untersuchten Erregerpanels“ bestimmt.
Die aktuelle Gesundheitspolitik gefährdet die Kindermedizin, meint Dr. Christian Deindl, Präsident des Bundesverbands Ambulantes Operieren (BAO). Er wendet sich in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz.
Aktuell ist die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei Kalkschulter eine individuelle Gesundheitsdienstleistung (IGeL). Das müsse sich ändern, fordert die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).
Direkte orale Antikoagulanzien sind Standard in der Therapie der venösen Thromboembolie. Zwei der am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe sind Apixaban und Rivaroxaban. Eine große randomisierte Studie liefert nun neue Daten aus einem direkten Vergleich beider Medikamente.
Erhöhte Blutwerte des phosphorylierten Tau-Proteins (pTau) könnten auch bei zwei weniger bekannten Krankheiten vorkommen, die vorwiegend Herz und Niere betreffen. Das geht aus einer Studie hervor, die nun im Fachjournal „Nature Medicine“ veröffentlicht wurde.
Nach Jahren tauchen zwei gestohlene Endoskope aus einer Klinik in Sachsen wieder auf - sichergestellt durch das FBI, nach einer Jagd über drei Kontinente.
Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat eine Kürzung der Vergütung für psychotherapeutische Leistungen beschlossen. Während Krankenkassen auf steigende Ausgaben verweisen, warnen KVen und Psychotherapeutenverbände vor den Folgen für die Versorgung und kündigen Widerstand an.
In den Praxen arbeiten immer mehr Ärztinnen und Ärzte – allerdings immer mehr nur in Teilzeit. Und: In den kommenden 20 Jahren werden 25.000 in Vollzeit tätige Ärztinnen und Ärzte altersbedingt ausscheiden.
Zu langsam, zu perfektionistisch, zu wenig investitionsbereit: Eine neue Studie zu internationalen Vorreiterländern zeigt, warum das deutsche Gesundheitswesen bei der Digitalisierung seit Jahren nicht vorankommt. Zugleich wird deutlich, welche Anreize, Sanktionen und politischen Signale nötig wären, um den Knoten doch noch zu lösen.
Rückenschmerzen sind ein häufiger Behandlungsanlass in der Hausarzt- oder Orthopädie-Praxis. Eine strukturelle Schädigung steckt selten dahinter, die meisten Schmerzen gelten als „nicht-spezifisch“. Das betont die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tags der Rückengesundheit am 15. März. Sie raten zu rascher Rückkehr in die Bewegung.
Auch wenn hierzulande noch über den Nutzen der verfügbaren Anti-Amyloid-Therapeutika diskutiert wird. US-Forschende haben im Magazin Science nun einen neuartigen Ansatz für das Beseitigen der Demenz-Proteine präsentiert: genetisch veränderte Astrozyten. Maus-Experimente zeigten „vielversprechende Ergebnisse“.
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geht häufig mit systemischen Begleiterkrankungen einher. Dazu zählt wohl auch die Osteoporose, deren Prävalenz bei COPD-Patienten deutlich erhöht ist, so das Ergebnis einer aktuellen Studie aus China.
Viele Menschen schlafen während der Arbeitswoche zu wenig und versuchen, das Defizit am Wochenende auszugleichen. Doch kann dieser „Nachholschlaf“ metabolische Nachteile kompensieren? Eine Bevölkerungsstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen Schlafmustern und Insulinsensitivität.
Rheinland-Pfalz stellt erneut Mittel für zusätzliche Weiterbildungsstellen in der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin bereit. So will man mehr junge Ärztinnen und Ärzte für Kinderarztpraxen gewinnen – besonders auf dem Land.
Ein Mann stellt sich mit rezidivierenden Halsschmerzen in einer Klinik vor. Warnzeichen für schwerwiegende Erkrankungen oder einen Abszess fehlen, dennoch wird er mehrfach erfolglos mit Antibiotika behandelt. Als die Ärzte den Mann schließlich operieren, finden sie etwas, das es ihnen zufolge in dieser Größe bislang nicht gab.
Moderne Bildgebung dominiert heute die Prostatakrebsdiagnostik. Doch eine aktuelle Studie belegt, dass auch die klassische digital-rektale Untersuchung weiterhin wichtige Hinweise auf fortgeschrittene Tumoren liefern kann.
Patientensteuerung über eine App der Krankenkasse? Für KBV-Chef Dr. Andreas Gassen eine „abstruse“ Forderung.
Endometriose wird oft erst Jahre nach Beginn der Beschwerden diagnostiziert. Ein neuer Risikoscore soll nun bereits im Jugendalter Hinweise auf eine mögliche Erkrankung liefern. Der sogenannte SAFE-Score basiert auf wenigen anamnestischen Faktoren und könnte die frühzeitige Überweisung zur weiteren Abklärung erleichtern.