Neue Chroniker-Pauschale kommt zum 1. Juli
Nach mehrmonatigen Beratungen haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband am Mittwoch im Bewertungsausschuss auf die Details der neuen Chroniker-Pauschale geeinigt.
Nach mehrmonatigen Beratungen haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband am Mittwoch im Bewertungsausschuss auf die Details der neuen Chroniker-Pauschale geeinigt.
Immer mehr junge Frauen wünschen sich eine operative Korrektur der inneren Labien. Da dies in einem Großteil der Fälle anatomisch nicht notwendig ist, haben Forschende einen anderen Aspekt betrachtet: die Psyche.
Die KV Hamburg warnt vor drastischen Folgen weiterer Sparmaßnahmen in der ambulanten Versorgung. Wenn Termin-Anreize gestrichen und Budgets wieder verschärft würden, drohten Aufnahmestopps, weniger Termine und längere Wartezeiten.
Das postoperative akute Atemnotsyndrom bleibt nach herz- und gefäßchirurgischen Eingriffen eine schwerwiegende Komplikation. Eine randomisierte Studie hat geprüft, ob eine frühe Gabe von Sivelestat - ein im asiatischen Raum zugelassenes Medikament - nach der Operation einen protektiven Effekt haben könnte. Die Daten erlauben nun eine erste Einordnung.
Matcha, das leuchtend grüne Pulver aus fein gemahlenen Grünteeblättern, ist ein Trendgetränk, dem viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit nachgesagt werden. Womöglich könnte es sogar hilfreich gegen Heuschnupfen sein - über eine immunmodulatorische Wirkung hinaus.
Der Streit zwischen Bund und Ländern um die Anpassungen an der Krankenhausreform nimmt kein Ende. Das SPD-regierte Mecklenburg-Vorpommern (MV) fordert im Bundesrat die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Die Bundes-SPD widerspricht - der GMK-Chef ebenfalls.
Unbemerkte Fehlbelastungen der Füße sind für Menschen mit Diabetes ein Gesundheitsrisiko dar. Ein Maschinenbau-Student der Hochschule Osnabrück hat nun eine „intelligente Einlegesohle“ entwickelt, welche die Druckbelastung beim Gehen kontinuierlich erfassen kann.
Die Firma Biotest Pharma GmbH ruft das IgG-Präparat Yimmungo zurück. Der Rückruf erfolgt vorsorglich aus Gründen der Patientensicherheit. Es kam zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen mit beginnender Anaphylaxie.
Welche Patienten mit COPD haben ein besonders hohes Risiko für eine respiratorische Krankenhausaufnahme? Ein neu entwickelter Prognosescore kombiniert sechs klinisch leicht verfügbare Variablen und könnte helfen, gefährdete Patienten in der Primärversorgung früh zu erkennen.
Ein Rückbau der Krankenhausstrukturen ist grundsätzlich notwendig und sinnvoll, meint der Hartmannbund Niedersachsen. Es müsse aber ein landesspezifisches Umsetzungskonzept geben – und zwar zügig.
Zum Europäischen Tag gegen Gewalt im Gesundheitswesen am 12. März hat der Marburger Bund besseren Schutz für Ärztinnen und Ärzte sowie für das Praxis- und Pflegepersonal gefordert. Politik und Krankenkassen müssten zudem stärker über Abläufe in der medizinischen Versorgung aufklären.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor Beginn der „Bärlauchsaison“ vor giftigen Doppelgängern der Wildpflanze. Der Verzehr könne „fatale Folgen“ haben. Bärlauch wird seit einigen Jahren in der Küche immer häufiger verwendet.
Nach den KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic bietet nun auch Amazon einen eigenen KI-Chatbot zu Gesundheitsfragen an. Damit weitet das US-Unternehmen sein Engagement im Gesundheitsbereich aus.
Das Leigh-Syndrom ist eine Mitochondriopathie, die schon im Kindesalter schwere Schäden am Gehirn verursacht. Forschende haben nun den Wirkstoff Sildenafil eingehend untersucht, woraufhin er von der EMA den Titel „Orphan Drug“ erhielt.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in Deutschland ist weiter rückläufig. Sie wird neben Respiratorischen Synzytialviren (RSV) und Influenzaviren aber zunehmend durch „weitere Atemwegsviren des untersuchten Erregerpanels“ bestimmt.
Die aktuelle Gesundheitspolitik gefährdet die Kindermedizin, meint Dr. Christian Deindl, Präsident des Bundesverbands Ambulantes Operieren (BAO). Er wendet sich in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz.
Aktuell ist die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei Kalkschulter eine individuelle Gesundheitsdienstleistung (IGeL). Das müsse sich ändern, fordert die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).
Direkte orale Antikoagulanzien sind Standard in der Therapie der venösen Thromboembolie. Zwei der am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe sind Apixaban und Rivaroxaban. Eine große randomisierte Studie liefert nun neue Daten aus einem direkten Vergleich beider Medikamente.
Erhöhte Blutwerte des phosphorylierten Tau-Proteins (pTau) könnten auch bei zwei weniger bekannten Krankheiten vorkommen, die vorwiegend Herz und Niere betreffen. Das geht aus einer Studie hervor, die nun im Fachjournal „Nature Medicine“ veröffentlicht wurde.
Nach Jahren tauchen zwei gestohlene Endoskope aus einer Klinik in Sachsen wieder auf - sichergestellt durch das FBI, nach einer Jagd über drei Kontinente.
Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat eine Kürzung der Vergütung für psychotherapeutische Leistungen beschlossen. Während Krankenkassen auf steigende Ausgaben verweisen, warnen KVen und Psychotherapeutenverbände vor den Folgen für die Versorgung und kündigen Widerstand an.
In den Praxen arbeiten immer mehr Ärztinnen und Ärzte – allerdings immer mehr nur in Teilzeit. Und: In den kommenden 20 Jahren werden 25.000 in Vollzeit tätige Ärztinnen und Ärzte altersbedingt ausscheiden.
Zu langsam, zu perfektionistisch, zu wenig investitionsbereit: Eine neue Studie zu internationalen Vorreiterländern zeigt, warum das deutsche Gesundheitswesen bei der Digitalisierung seit Jahren nicht vorankommt. Zugleich wird deutlich, welche Anreize, Sanktionen und politischen Signale nötig wären, um den Knoten doch noch zu lösen.
Rückenschmerzen sind ein häufiger Behandlungsanlass in der Hausarzt- oder Orthopädie-Praxis. Eine strukturelle Schädigung steckt selten dahinter, die meisten Schmerzen gelten als „nicht-spezifisch“. Das betont die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tags der Rückengesundheit am 15. März. Sie raten zu rascher Rückkehr in die Bewegung.
Auch wenn hierzulande noch über den Nutzen der verfügbaren Anti-Amyloid-Therapeutika diskutiert wird. US-Forschende haben im Magazin Science nun einen neuartigen Ansatz für das Beseitigen der Demenz-Proteine präsentiert: genetisch veränderte Astrozyten. Maus-Experimente zeigten „vielversprechende Ergebnisse“.
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geht häufig mit systemischen Begleiterkrankungen einher. Dazu zählt wohl auch die Osteoporose, deren Prävalenz bei COPD-Patienten deutlich erhöht ist, so das Ergebnis einer aktuellen Studie aus China.
Viele Menschen schlafen während der Arbeitswoche zu wenig und versuchen, das Defizit am Wochenende auszugleichen. Doch kann dieser „Nachholschlaf“ metabolische Nachteile kompensieren? Eine Bevölkerungsstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen Schlafmustern und Insulinsensitivität.
Rheinland-Pfalz stellt erneut Mittel für zusätzliche Weiterbildungsstellen in der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin bereit. So will man mehr junge Ärztinnen und Ärzte für Kinderarztpraxen gewinnen – besonders auf dem Land.
Ein Mann stellt sich mit rezidivierenden Halsschmerzen in einer Klinik vor. Warnzeichen für schwerwiegende Erkrankungen oder einen Abszess fehlen, dennoch wird er mehrfach erfolglos mit Antibiotika behandelt. Als die Ärzte den Mann schließlich operieren, finden sie etwas, das es ihnen zufolge in dieser Größe bislang nicht gab.
Moderne Bildgebung dominiert heute die Prostatakrebsdiagnostik. Doch eine aktuelle Studie belegt, dass auch die klassische digital-rektale Untersuchung weiterhin wichtige Hinweise auf fortgeschrittene Tumoren liefern kann.
Patientensteuerung über eine App der Krankenkasse? Für KBV-Chef Dr. Andreas Gassen eine „abstruse“ Forderung.
Endometriose wird oft erst Jahre nach Beginn der Beschwerden diagnostiziert. Ein neuer Risikoscore soll nun bereits im Jugendalter Hinweise auf eine mögliche Erkrankung liefern. Der sogenannte SAFE-Score basiert auf wenigen anamnestischen Faktoren und könnte die frühzeitige Überweisung zur weiteren Abklärung erleichtern.
Die Zahl digitaler Gesundheitsanwendungen für psychische Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Eine Studie ging nun der Frage nach, wie Ärzte und Psychotherapeuten den Bedarf einschätzen – und warum viele bei Verschreibungen zurückhaltend sind.
Mehr Gesundheitsdaten nutzen, digitale Anwendungen stabil betreiben und die Rolle der Gematik klar begrenzen: Mit Blick auf das geplante Gesetz für digitale Versorgung und Gesundheitsdatenraum (GDVG) fordert der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) grundlegende Weichenstellungen.
Das Bundeskabinett hat den Entwurf für ein Medizinregistergesetz beschlossen. Einheitliche Standards und eine zentrale Koordinierungsstelle sollen die Nutzung von Registerdaten für Versorgung, Forschung und Patientensicherheit verbessern.
Für 2026 stehen im Land Bremen rund 15 Millionen Euro mehr für die ambulante Versorgung zur Verfügung. KV und Kassen haben unter anderem neue Förderungen für den fachärztlichen Versorgungsbereich vereinbart.
Ein 81-jähriger Mann stellt sich mit einem stark juckenden Hautausschlag in der Notaufnahme vor. Die Hautveränderungen breiten sich über Brust, Rücken sowie obere und untere Extremitäten einschließlich der Handflächen aus und betreffen zusätzlich die Mundschleimhaut.
Mehr als 10.000 Patientinnen und Patienten im Rheinland profitieren bereits von der koordinierten Versorgung für schwer psychisch Erkrankte. Die KV Nordrhein wirbt nun dafür, dass sich weitere Niedergelassene – und vor allem Kliniken – an den regionalen Netzverbünden beteiligen.
Es gibt eine neue S3-Leitlinie zur „Behandlung von depressiven Störungen bei Kindern und Jugendlichen“. Sie soll u.a. die Auswahl und Planung einer wirksamen Behandlungsstrategie erleichtern, die Erkrankungsdauer und auch die Verstärkung von Suizidgedanken verringern.
Immuntherapien haben die Behandlung des metastasierten Melanoms deutlich verbessert. Allerdings können sie schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass bestimmte Autoantikörper im Blut bereits vor Beginn der Therapie Hinweise darauf geben könnten, welche Patienten besonders gefährdet sind.
Die geplante Pflicht zu einem flächendeckenden aufsuchenden Bereitschaftsdienst rund um die Uhr stößt in Bayern auf Kritik. Kassenärztliche Vereinigung und AOK plädieren für mehr regionale Flexibilität in der Notfallversorgung.
Die GKV hat auf der Einnahmeseite kaum Spielräume. Zu diesem Ergebnis kommt eine IGES-Studie. Gespart werden müsse also bei den Ausgaben, fordern die Kassen.
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie warnt vor den Folgen eines hohen Fruktosekonsums. Besonders problematisch ist nicht der Fruchtzucker aus frischem Obst, sondern die große Menge industriell zugesetzter Fruktose in Getränken und stark verarbeiteten Lebensmitteln – es drohen Nierenschäden.
Smartphones begleiten viele Jugendliche durch den gesamten Schultag – auch im Unterricht. Eine Studie hat nun untersucht, wie häufig Schüler während der Schulzeit zum Gerät greifen und welche Zusammenhänge sich mit Selbstregulation und Aufmerksamkeitskontrolle zeigen.
Etwa 80 Prozent der jungen Erwachsenen weltweit bewegen sich deutlich zu wenig. Dabei ist körperliche Inaktivität weltweit mit etwa fünf Millionen Todesfälle pro Jahr verbunden - vergleichbar mit Zahlen zu Rauchen oder Übergewicht. Die Politik reagiert hierzulande jedoch zögerlich.
Nicht Medikamente, sondern andere Leistungsbereiche treiben die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, sagt die Pharmaindustrie. Und wehrt sich damit gegen Vorwürfe, sie sei mitverantwortlich für die aus dem Ruder laufenden GKV-Ausgaben.
Rheinland-Pfalz ist das zweite Bundesland, in dem dieses Jahr ein neuer Landtag gewählt wird. Der Urnengang findet am 22. März statt. Der änd hat sich im Vorfeld angeschaut, was die großen Parteien den Rheinland-Pfälzern gesundheitspolitisch versprechen. Heute: die AfD.
Immer weniger Bürgerinnen und Bürger sind mit der ärztlichen Versorgung zufrieden. Laut PwC-Healthcare-Barometer kritisieren viele vor allem zu wenig Zeit im Arzt-Patienten-Gespräch. Zugleich wächst die Sorge um die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems.
Eine Frau Mitte 60 stellt sich in der Notaufnahme mit einem ungewöhnlichen Symptom vor: Sie nimmt einen penetranten, „fauligen“ und „bösen“ Geruch wahr, obwohl sich in ihrer Umgebung keine entsprechende Quelle findet.
Die geplante Pflicht zur systematischen Erkennung von Mangelernährung stößt in der Ernährungsmedizin auf breite Zustimmung. Fachgesellschaften sehen darin einen wichtigen Schritt, um ein bislang oft übersehenes Versorgungsproblem in Krankenhäusern anzugehen.