Kinderarzt wegen 30 sexualisierter Straftaten angeklagt
Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.
Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.
Der GKV-Spitzenverband warnt vor einem Aufschub der GKV-Sparreform, so wie es BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt diese Woche beim Ärztetag gefordert hatte. Es sei in den vergangenen Jahren beileibe genug verschoben worden, sagte Verbandschef Oliver Blatt.
Alkoholeinläufe, „Eyeballing“ und alkoholgetränkte Tampons: Wenn Sie von diesen Praktiken noch nichts gehört haben und ein Glas Wein auf herkömmlichen Wege bevorzugen, sind Sie vermutlich einschlägigen YouTube-Videos noch nicht begegnet. Für die Gesundheit ist das auch besser so, wie eine aktuelle Studie nun erörtert.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) rät am „Vatertag“ zur Zurückhaltung beim Alkoholkonsum. Das Risiko für Alkoholunfälle an Himmelfahrt sei etwa dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag ist – und damit höher als an jedem anderen Tag des Jahres. Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) würden dies belegen, teilt der DVR mit.
Die menschliche Geburt gilt häufig als einzigartig schwierig und gefährlich. Eine Analyse zeigt nun, dass viele andere Säugetiere mit ähnlichen Geburtsproblemen und Sterblichkeit konfrontiert sind.
Der Streit um einen Jahre zurückliegenden Klinikverkauf im Salzlandkreis geht weiter. Ameos verlangt jetzt 5,94 Millionen Euro vom Kreis. Der hält dagegen und spricht von „haltlosen“ Forderungen.
Fünf Jahre wurde gewerkelt, jetzt ist der Neubau fertig. Nach der Einweihungsfeier wird es ernst: Das komplette Krankenhaus soll binnen einer Woche umziehen – im laufenden Betrieb.
Der 130. Deutsche Ärztetag hat sich zu zwei weiteren geplanten Großprojekten des Bundesgesundheitsministeriums positioniert: zur Reform der Notfallversorgung und zum neuen Digitalgesetz. Hier die konkreten Forderungen.
Dass es künftig aufgrund der GKV-Sparpläne „keine Leistung ohne Vergütung“ mehr in den Arztpraxen geben werde, hat die KBV in den vergangenen Tagen mehrfach angekündigt. Doch wie viele Behandlungsfälle bekommen die Niedergelassenen künftig noch bezahlt? Darüber gibt eine neue KBV-Broschüre jetzt Auskunft.
Mehr Patientensteuerung soll sowohl die Notfallreform als auch perspektivisch die Primärversorgung bringen. Zentraler Diskussionspunkt ist in beiden Fällen die Ersteinschätzung. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) warnt davor, die beiden Bereiche zu vermischen. Andere melden bereits Zweifel an den Grundlagen an.
Der Konflikt zwischen Ärzteschaft und Bundesregierung angesichts der angekündigten Sparreformen war am Mittwoch auch auf der Pressekonferenz des 130. Deutschen Ärztetages Thema. BÄK-Vizepräsidentin Lundershausen sprach von einem „massiven Vertrauensbruch“.
Die Teillegalisierung von Cannabis war aus Sicht des Deutschen Ärztetags ein Fehler. Er fordert deshalb, diese zurückzunehmen. Auch bei Alkohol und Nikotin wollen die Delegierten strengere Regelungen.
Delegation, KI-Telefonassistenten und neue Teamstrukturen könnten helfen, den Hausärztemangel abzufedern. Das legt die Evaluation des Modellprojekts HÄPPI in Rheinland-Pfalz nahe. Fünf von sieben Pilotpraxen versorgten nach der Umstellung mehr Patienten, trotz angespannter Versorgungslage im ländlichen Raum.
Darmstammzellen erneuern nicht nur die Schleimhaut. Bei einer Salmonelleninfektion können sie offenbar selbst auf bakterielle Invasion reagieren. Eine Studie zeigt, wie daraus eine frühe Schutzreaktion in den Krypten entstehen könnte.
Eine aktuelle Datenauswertung für den Gesundheitsatlas offenbart eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland ging deutlich zurück. Aber gleichzeitig zeigt die Analyse, dass dies kein Grund zum Aufatmen ist.
Die hochsensitive PSMA-PET wird zunehmend zur Standardbildgebung beim Prostatakarzinom – und scheint bereits jetzt therapeutische Konsequenzen zu haben. Eine große US-Analyse zeigt: Patienten erhalten nach PSMA-PET deutlich häufiger moderne systemische Therapien als nach konventioneller Bildgebung.
Wie Jugendliche digitale Medien nutzen, könnte für ihr Wohlbefinden wichtiger sein als die reine Gesamtdauer. Eine Querschnittstudie aus der COMPASS-Erhebung 2024 zeigt, inwieweit „Flourishing“, also positives psychosoziales Gedeihen, beeinflusst wird.
Sehbeeinträchtigungen gelten angesichts der alternden Weltbevölkerung zunehmend als relevantes Public-Health-Problem. Nun stellten Forschende fest, dass visuelle Beeinträchtigungen nicht nur die Lebensqualität verschlechtern, sondern auch die Lebensdauer verkürzen können.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt hohe Raten von Hypogonadismus, Fertilitätsstörungen und sexuellen Dysfunktionen bei Patienten mit transfusionsabhängigen Anämien oder hereditärer Hämochromatose.
Ein deutliches Plädoyer für eine stärker an Prävention ausgerichtete Suchtpolitik hat Prof. Hendrik Streeck am Mittwoch beim Ärztetag gehalten. „Es gibt selten ein zu früh, aber sehr leicht ein zu spät“, betonte der Bundesbeauftragte für Sucht- und Drogenpolitik.
Krankenhausreform, Ambulantisierung und Personalmangel setzen die ärztliche Weiterbildung unter Druck. Der Hartmannbund fordert eine Reform – mit modularen Lernwegen, sektorenübergreifenden Weiterbildungsverbünden und einer neuen Finanzierung.
Das inflammatorische Mammakarzinom ist selten, aber klinisch besonders herausfordernd. Eine große US-Registeranalyse untersuchte, ob diese Patientengruppe von den Fortschritten der Brustkrebstherapie profitiert hat. Dabei rückt auch eine Behandlung in den Blick, die für diese Erkrankung als Standard gilt.
Das Alter bei der ersten Geburt ist relevant für die kardiovaskuläre Gesundheit der Mutter – je später die erste Entbindung, umso höher das Risiko für ernste Folgen im weiteren Leben. Das ist das Ergebnis einer großen Studie, die mehr als 45.000 Schwangerschaften analysiert hat. Ein Krankheitsbild scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen.
Seit 2022 gibt es die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch, und seit 2022 gibt es deutlich mehr Fehltage. Das hat nach einer Studie aber nur bedingt miteinander zu tun.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sieht durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Risiken für die Versorgung von Kindern mit Arzneimitteln. Besonders die geplante Ausweitung des Preismoratoriums könnte nach Ansicht des Verbands die Entwicklung kindgerechter Medikamente massiv ausbremsen.
Mehrere Ärzteverbände laufen Sturm gegen zentrale Steuerungspläne im geplanten Gesundheits-Digitalgesetz (GeDIG). Besonders die vorgesehene Terminbuchung über ePA-Apps der Krankenkassen sorgt für Kritik. Fachärzte sehen ihre Praxisautonomie, die ärztliche Schweigepflicht und die freie Berufsausübung gefährdet.
Witzig oder bemerkenswert: Der änd präsentiert vom Deutschen Ärztetag in Hannover eine Auswahl an Zitaten.
Er fertigte heimlich Tausende Fotos von seinen unbekleideten Patientinnen an. Der Arzt befriedigte damit seinen voyeuristischen Trieb, urteilt das Landgericht Osnabrück.
Während es für die Rede des Bundesärztekammerpräsidenten auf dem Deutschen Ärztetag am Dienstag viel Zuspruch gab, zeigten sich zahlreiche Delegierte enttäuscht von den Ausführungen der Ministerin – und fanden deutliche Worte.
Ein Schritt in Richtung regenerative Therapie bei Querschnittslähmung? Forschende aus Zürich konnten erstmals bildgebend nachweisen, wie ein experimenteller Antikörper neurologische Schäden nach Rückenmarksverletzung reduziert.
DAK-Chef Storm hat sich hinter den Appell des BÄK-Präsidenten gestellt, das GKV-Spargesetz nicht im Eilverfahren zu beschließen. Erst müsse die Bundesregierung die Beteiligung an den Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern klären. Der DAK-Gesundheitsmonitor zeigt zugleich: Die Zufriedenheit mit der Versorgung ist auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken.
Der Berufsverband der Deutschen Urologie sieht die Weiterbildung in seinem Fachbereich durch neue, bereits in Kraft getretene sowie geplante gesetzliche Regelungen in der Gesundheitspolitik in Gefahr. Problem sei auch die zunehmende Ambulantisierung.
Die Koloskopie gilt als Goldstandard für die Darmkrebsvorsorge. Eine im Magazin „The Lancet“ veröffentlichte Auswertung von Langzeit-Daten erfordert einem Begleitkommentar zufolge nun „eine Neubewertung dessen, was die Koloskopie auf Bevölkerungsebene leisten kann – und was nicht.“
Nach dem Verband der Ersatzkassen reagiert heute auch der AOK-Bundesverband auf die Warnungen der KBV, dass durch das GKV-Spargesetz künftig Millionen Behandlungsfälle wegfallen könnten. Verbandschefin Reimann findet die Aussagen „maßlos überzogen“.
Etwa jede zehnte Frau im reproduktiven Alter ist von Endometriose betroffen. Eine große kanadische Kohortenstudie liefert nun Hinweise darauf, dass die Erkrankung mit einem leicht erhöhten, aber statistisch signifikanten Risiko für angeborene Fehlbildungen beim Kind verbunden sein könnte.
Die Bedrohung durch Cybercrime in Deutschland steigt weiter. Das zeigt der aktuelle Lagebericht Cybercrime des Bundeskriminalamts, der am Dienstag vorgestellt wurde. Bei Ransomwareangriffen liegt Deutschland demnach an dritter Stelle der Angriffsziele hinter USA und Kanada.
Wie schnell reagiert der Körper auf veränderte Ernährung und was bedeutet das für Marker des biologischen Alterns? Eine australische Interventionsstudie zeigt messbare Veränderungen altersbezogener Biomarker. Was dahintersteht, ist für die Alternsforschung ebenso relevant wie für die Ernährungsmedizin.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Kritik der Ärzteschaft am geplanten GKV-Spargesetz zurückgewiesen. Beim Deutschen Ärztetag verteidigte sie die Einschnitte als alternativlos und warnte vor einem finanziellen „Kollaps“ des Systems. Zugleich warf sie den Kassenärzten vor, Patienten mit Warnungen vor Terminverlusten zu verunsichern, statt tragfähige Reformvorschläge vorzulegen.
Europa soll bei wichtigen Arzneimitteln unabhängiger von Lieferanten außerhalb der EU werden. Unterhändler von Europaparlament und Mitgliedstaaten haben sich auf neue Regeln gegen Engpässe bei kritischen Medikamenten geeinigt. Öffentliche Aufträge sollen künftig stärker europäische Produktion berücksichtigen, strategische Projekte leichter gefördert werden.
Die Vertragsärzteschaft bekommt bei ihrer Kritik an den GKV-Sparplänen Unterstützung von ungewohnter Seite: Matthias Schellenberg, CEO der Apobank, warnt vor einer Verschlechterung der Versorgung und fordert, Arztpraxen zu stärken, statt sie durch Kürzungen zu schwächen.
Mit scharfen Worten hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt zur Eröffnung des 130. Deutschen Ärztetages die Gesundheitspolitik der Bundesregierung kritisiert – und der Ministerin konkrete Änderungsvorschläge gemacht.
Können Patienten mit Depressionen von einer Behandlung mit LSD profitieren? Einer Studie zufolge führen zwei moderate bis hohe Dosen des Psychedelikums offenbar zu einer erhöhten Integrität der weißen Substanz in Hirnarealen, die typischerweise bei Depressionen Beeinträchtigungen aufweisen.
Nachdem bereits im März bestimmte Chargen von Yimmugo 100 mg/ml zurückgerufen wurden, wurde der Rückruf nun verlängert. Es sind neue Chargen betroffen.
Der Grünen-Politiker Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg. Im Koalitionsvertrag setzen Grüne und CDU gesundheitspolitisch vor allem auf vernetzten Strukturen, Digitalisierung und neue Kooperationsformen.
Physician Assistants sollten in der vertragsärztlichen Versorgung stärker zum Einsatz kommen, fordert der Verband der Ersatzkassen. Wie genau das seiner Vorstellung nach geschehen soll, hat er jetzt in einem Forderungspapier beschrieben.
Frauen mit Brustkrebs und gleichzeitig bestehender Adipositas oder Typ-2-Diabetes haben meist eine ungünstigere Prognose. Eine große Kohortenstudie zeigte nun, dass GLP-1-Agonisten möglicherweise mehr leisten als reine metabolische Kontrolle, sondern auch das Überleben drastisch verbessern.
Bei mit dem Antiepileptikum „Ontozry“ (Wirkstoff: Cenobamat) behandelten Patienten wurden Fälle von schwerem Leberschaden einschließlich Leberversagen berichtet. Viele dieser Fälle standen im Zusammenhang mit einer Polytherapie mit weiteren Antiepileptika. Darauf weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hin.
Wenn Patienten mit Vorhofflimmern trotz laufender Antikoagulation einen ischämischen Schlaganfall erleiden, steht die weitere medikamentöse Behandlung erneut zur Diskussion. Häufig wird dann umgestellt. Eine Registeranalyse prüft nun, ob diese Praxis kurzfristig tatsächlich Vorteile bringt.
Digitalisglykoside wie Digoxin und Digitoxin gehören zu den ältesten Medikamenten der Herz-Kreislauf-Medizin. Trotz jahrhundertelanger Anwendung blieb ihr Stellenwert in der modernen Herzinsuffizienztherapie zuletzt jedoch unklar. Aktuelle Studien ziehen nun ein positives Fazit.
Vor dem Besuch der Bundesgesundheitsministerin auf dem Deutschen Ärztetag hat der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) erneut eindringlich vor den dramatischen Folgen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes gewarnt. Auch bayerische Ärzteorganisationen schlagen Alarm.