Keine Gebühren für den Notruf: Dahme-Spreewald vor Einigung
In mehreren Kreisen und Städten drohten Gebührenbescheide an Bürger für Rettungsfahrten. Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es nach mehreren Anläufen nun Bewegung in den Gesprächen.
In mehreren Kreisen und Städten drohten Gebührenbescheide an Bürger für Rettungsfahrten. Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es nach mehreren Anläufen nun Bewegung in den Gesprächen.
Ein Cyberangriff auf einen externen Abrechnungsdienstleister hat Adressdaten von Patienten des Uniklinikums Freiburg betroffen. In einigen Fällen sind wohl auch Rechnungsdaten abgeflossen.
Die geplante Kürzung der Steuerbeteiligung des Bundes an der GKV um zwei Milliarden Euro stößt auf breite Kritik. DKG-Chef Gerald Gaß fordert einen Schulterschluss im Gesundheitswesen, und erhält überraschend deutliche Unterstützung aus den Regierungsfraktionen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Klage gegen die Absenkung der Honorare für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten um 4,5 Prozent beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Derzeit prüfe zudem das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen.
Chronische Schmerzen im unteren Rücken nach Bandscheibenhernie sprechen nicht immer ausreichend auf etablierte Therapien an. Eine randomisierte Studie prüfte nun einen ungewöhnlichen Ansatz: Könnten Antibiotika für ausgewählte Patienten eine Option sein?
Bei chronischen Schmerzen scheint die Rechnung einfach: mehr Gewicht, weniger Bewegung, mehr Beschwerden. Eine große dänische Studie zeigt nun, warum diese Gleichung zu einfach sein könnte.
Tobias Goebel war Krankenpfleger - dank Landarztquote klappte es dann doch mit dem Medizinstudium. Warum er das Leben auf dem Land der Großstadt vorzieht und was er an seiner Rolle als Hausarzt liebt.
Die geplante Ausweitung von Apothekenleistungen stößt bei Ärzten und Laboren auf deutliche Kritik. Sie warnen davor, venöse Blutentnahmen, Erregernachweise und weitere medizinische Leistungen in die Apotheken zu verlagern und sehen offene Fragen bei Indikation, Verantwortung, Qualitätssicherung und Patientensicherheit.
Bluthochdruck in der Schwangerschaft kann schwere Komplikationen bei Müttern und Neugeborenen auslösen. Ein Cochrane Review zeigt nun: Wird die Geburt früh eingeleitet, erleiden die Frauen nur noch halb so viele Komplikationen – ohne dass die Kaiserschnittrate steigt.
Akute Atemwegsinfektionen, die mit Atemnot und giemenden Atemgeräuschen einhergehen, sind im Vorschulalter eine häufige Einweisungsdiagnose. In der Regel sind sie viral bedingt. Eine Studie widmete sich dennoch der Frage, ob das Antibiotikum Azithromycin helfen kann.
Weniger Arzttermine, überfüllte Notaufnahmen und eine verzögerte Diagnostik: In einer Resolution warnt die KV Sachsen im Schulterschluss mit Berufsverbänden sowie der Psychotherapeutenkammer vor den Folgen der GKV-Sparpläne. Bei der Vorstellung des Papiers sagt der KVS-Vorstand auch, was er von Praxisschließungen hält.
Ein Vitamin-D-Mangel wird seit Längerem als möglicher Risikofaktor für den benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel diskutiert. Eine randomisierte Studie zeigte unlängst, dass eine gezielte Supplementierung die Rezidivrate signifikant senken kann und das im klinisch relevanten Bereich.
Bei anhaltendem Vorhofflimmern verändern sich beide Herzvorhöfe tiefgreifender als bislang angenommen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie unter Leitung der Uni Göttingen. Bislang galt vor allem der linke Vorhof als entscheidend für die Erkrankung.
Störungen des Stoffwechsels spielen bei Herzinsuffizienz eine wichtige Rolle. Eine neue Studie zeigt nun, dass bestimmte Stoffwechselprofile bei Herzinsuffizienz mit erhaltener (HFpEF) beziehungsweise reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) die Prognose deutlich vorhersagen können.
Feierlich hatte die KV Hamburg eine eigene pädiatrische Praxis eröffnet. Nach zweieinhalb Jahren roter Zahlen wird sie nun wieder geschlossen. Sie habe "nie wirtschaftlich geführt werden können", heißt es.
In den Praxen kommen Patientendaten längst auf vielen Wegen an. Doch was digital vorhanden ist, hilft noch lange nicht in der Behandlung. Beim Zi-Forum Digitalisierung wurde deutlich, woran sich ePA und KI im Praxisalltag messen lassen müssen: Sie sollen Informationen nicht nur speichern oder transportieren, sondern im richtigen Moment unkompliziert nutzbar machen.
Von automatischer Dokumentation über intelligente Terminplanung bis zur Leitlinienrecherche: Die KV Nordrhein liefert Einblicke, wie KI Praxen helfen kann.
Omega-3-Präparate gelten vielen älteren Menschen als einfache Möglichkeit, dem kognitiven Abbau vorzubeugen. Doch die Evidenz ist weniger eindeutig, als die breite Anwendung vermuten lässt. Eine neue Longitudinalanalyse stellt die vermeintliche Schutzwirkung nun erneut infrage.
Die idiopathische Lungenfibrose ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung mit bislang wenigen Therapieoptionen und schlechter Prognose. Nun könnte sich jedoch eine neue inhalative Behandlungsmöglichkeit abzeichnen.
Ein Mann in seinen 70ern unterzieht sich aufgrund einer symptomatischen, drohenden Ruptur eines Aortenaneurysmas einer Reparatur unter Verwendung modifizierter Endografts. Kurz darauf entwickelt er einen Visusverlust und auffällige rötliche Punkte an den Fußsohlen.
Bei einem Forum des Zi kritisierten KV-Vorstände scharf die geplanten neuen Möglichkeiten für Kassen zur Datenauswertung.
Mit Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz den Mitgliedern gegenüber wollen die KVen auf das Spargesetz aus dem Hause Warken reagieren. Die Verbände gehen noch einen Schritt weiter: Im Gespräch sind Praxisschließungen kurz vor der ersten Lesung im Bundestag zum Gesetz.
Monatelange Wartezeiten, überlastete Praxen und nun die Sorge vor weiteren Einschnitten: Der Streit um die psychotherapeutische Vergütung fand am Mittwoch seine Fortsetzung im Gesundheitsausschuss des Bundestags. Besonders eindringlich schilderte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Miriam Pickl-Lowig die Lage in ihrer Landpraxis.
Scharfe und vielfältige Kritik am GKV-Sparpaket äußerten die Oppositionsfraktionen im Bundestag in der Fragestunde am Mittwochnachmittag. Die Bundesregierung zeigte sich dagegen überzeugt, dass ihr Sparpaket für die GKV ausgewogen ist.
Nach dem Rückruf von Generika zum Wirkstoff Fampridin springt die AOK-Gemeinschaft ein. Versicherte mit Multipler Sklerose sollen vorerst keine Mehrkosten für das Originalpräparat tragen müssen. Gleichzeitig fordert die AOK bessere Instrumente gegen Lieferengpässe.
Eine aktuelle Auswertung der FAERS-Datenbank legt nahe, dass insbesondere Finasterid häufiger mit Depression, Angst und suizidalem Verhalten assoziiert ist als Dutasterid.
Ein Forschungsteam hat eine unbekannte Immunzell-Population im menschlichen Gehirn entdeckt. Diese könnte mit der Entstehung von Alzheimer verknüpft sein. Möglich wurde die Entdeckung durch eine neu entwickelte Mikroskopie-Methode.
Die KBV geht nach der abschließenden Beratung der Apothekenreform im Gesundheitsausschuss einmal mehr auf Konfrontationskurs zur Gesundheitspolitik. Die Vorstände werfen der Politik vor, Warnungen der Ärzteschaft ignoriert und den eingeschlagenen Kurs sogar noch verschärft zu haben.
Das Protein NFIL3 trägt möglicherweise als entscheidender Faktor zur Erschöpfung einer CAR T-Zelltherapie bei: Wird NFIL3 ausgeschaltet, bleiben die Zellen länger aktiv und können Tumore effektiver bekämpfen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Honig gilt bereits seit Jahrhunderten als Naturheilmittel. Eine aktuelle Übersichtsarbeit untersuchte nun systematisch, ob seine antibakteriellen Eigenschaften auch zur Prävention von Zahnkaries beitragen können.
Bei Atemwegsinfekten soll Diagnostik helfen, unnötige Antibiotikaverordnungen zu vermeiden. Doch wie verändert ein mikrobiologischer Schnelltest die Entscheidung in der hausärztlichen Praxis tatsächlich? Eine randomisierte Studie zeigt, warum der klinische Nutzen nicht allein vom Testergebnis abhängt.
Der Gesetzentwurf zur Primärversorgung soll erst nach der Sommerpause kommen. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Tino Sorge (CDU) bei einem Fachdialog zur Primärversorgung an. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Selbstverwaltung stritten über digitale Ersteinschätzung, Terminsteuerung und Anreizsysteme.
Etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland erleidet innerhalb von zwölf Monaten eine Unfallverletzung, die ärztlich versorgt wird. Das belegen Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Hochgerechnet entspricht dies laut RKI rund sieben Millionen verunfallten Erwachsenen.
Der SpiFa unterstützt die im geplanten Digitalgesetz vorgesehene digitale Ersteinschätzung grundsätzlich, warnt aber vor einem Konstruktionsfehler. Die Steuerung dürfe nicht nach Kassenlogik erfolgen, sondern müsse „unter ärztlicher Verantwortung“ stehen.
Eine Blutstammzellspende kann für Menschen mit Leukämie lebensrettend sein. Forschende der Universität Basel fanden nun Hinweise, dass intensive körperliche Belastung die Mobilisierung bestimmter Blutstammzellen unterstützt.
Die KV Baden-Württemberg lehnt die im Gesetzentwurf zur Notfallreform vorgesehenen 24/7-Hausbesuche entschieden ab. Aus Sicht des Vorstands fehlen nicht nur Personal und organisatorische Konzepte. Die Pläne könnten zudem eine teure Parallelstruktur zur bestehenden Versorgung schaffen.
Ärztinnen und Ärzte in Rufbereitschaft müssen nicht binnen 30 Minuten „am Patienten“ sein. Nachdem ein Klinikum seine Revision zurückgezogen hat, ist ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen nun rechtskräftig. Der Marburger Bund sieht darin ein Signal über den Einzelfall hinaus.
Immer mehr ältere Menschen werden nach Stürzen und Knochenbrüchen behandelt werden müssen. Gleichzeitig drohen Engpässe bei Fachkräften und Klinikstandorten. Eine neue Studie der Unfallchirurgen sieht die Traumaversorgung vor großen Problemen und fordert Gegenmaßnahmen.
Die Freie Ärzteschaft hat den Referentenentwurf für das geplante „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen“ scharf kritisiert. Die FÄ befürchtet einen „schleichenden Paradigmenwechsel“ bei der Rolle der Kassen.
Schlafstörungen sind in der Schwangerschaft häufig und oft harmlos. Eine finnische Kohortenstudie legt nun nahe, dass schlechter Schlaf auch auf ein erhöhtes Diabetesrisiko hinweisen könnte. Besonders auffällig war dabei die Häufung mehrerer Beschwerden.
Schwangerschaft und Wochenbett gelten kardiovaskulär als vulnerable Phase. Häufig wird vermutet, dass die Schwangerschaft bei älteren Frauen besondere altersabhängige Risiken auslöst. Eine große US-Analyse spricht eher für eine andere Erklärung.
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können mit einer Lungenfibrose einhergehen, die therapeutisch schwer behandelbar ist. In einer präklinischen Studie konnten Forschende aus Heidelberg nun einen Pathomechanismus bei natürlichen Killerzellen finden, der künftig ein therapeutischer Ansatz sein könnte.
Der Unionsfraktionschef will bei den Abgeordnetendiäten ein Zeichen gemeinsamer Verantwortung an die Bevölkerung senden. Schließlich mute man den Menschen auch Belastungen zu.
Kommt die geplante Erhöhung der Tabaksteuer tatsächlich? Und wenn ja, wofür sollen die Einnahmen daraus genutzt werden? Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hat eine klare Meinung.
Der Ebola-Ausbruch im Kongo bereitet Experten große Sorge. Jetzt werden mehrere Personen nach Deutschland ausgeflogen - darunter soll auch ein Arzt aus den USA sein.
Nach einem Hackerangriff auf einen Verein, der Kassenrezepte prüft, hat die Polizei bestätigt, dass tatsächlich Daten abgegriffen wurden. Im Zuge der laufenden Ermittlungen sei inzwischen bestätigt worden, dass eine Gruppierung Namens „Kairos“ für die Tat verantwortlich sei.
Die Bundesregierung setzt auf eine deutlich erweiterte Gesundheitsdatennutzung bei der Weiterentwicklung des Gesundheitsstandorts Deutschland. Das gab sowohl Bundesgesundheitsministern Nina Warken (CDU) als auch der digitalpolitische Sprecher der SPD Matthias Mieves zu erkennen.
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zählt zu den schwersten neurologischen Erkrankungen überhaupt. Trotz neuer medikamentöser Ansätze ist die Erkrankung bislang unheilbar – ein Überblick des aktuellen Wissens.
Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD treiben die Reform der Apothekenversorgung mit hoher Geschwindigkeit voran. Die nun vorliegenden Änderungsanträge gehen in zentralen Punkten über den bisherigen Gesetzentwurf hinaus - und betreffen auch die Schnittstellen zur ambulanten ärztlichen Versorgung.
Die KBV verschärft ihre Kritik am geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG). Vorständin Dr. Sibylle Steiner warnt vor erweiterten Eingriffen der Krankenkassen in die Versorgung, einer Fehlsteuerung über ePA-Daten und unverhältnismäßigen Sanktionen für Praxen.