Wie die neuen Pläne für Medizinal-Cannabis polarisieren
Cannabis zu medizinischen Zwecken ist nicht schwer zu bekommen. Die Einfuhren sind verdächtig stark angestiegen. Doch Pläne zur Verschärfung rufen ein geteiltes Echo hervor.
Cannabis zu medizinischen Zwecken ist nicht schwer zu bekommen. Die Einfuhren sind verdächtig stark angestiegen. Doch Pläne zur Verschärfung rufen ein geteiltes Echo hervor.
Eine EBV-Infektion allein reicht nicht aus, um Multiple Sklerose auszulösen. Entscheidend scheint das Zusammenspiel aus Virus und bestimmten genetischen Risikofaktoren zu sein - vor allem dem HLA-DR15-Haplotyp.
Im internationalen Vergleich sind deutsche Arzneimittelpreise zu hoch, meint die Techniker Krankenkasse. TK-Chef Baas hat Vorschläge für Einsparungen.
Was sind die zentralen Elemente erfolgreicher Primärversorgungsreformen? Die niederländische Allgemeinmedizinerin und Forscherin Prof. Maria van den Muijsenbergh versuchte sich auf einer BMC-Veranstaltung an einer Antwort,
Auf der CSU-Landtagsklausur erhöht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Druck auf die Selbstverwaltung. Gelingt es der Kassenärztlichen Vereinigung nicht, die ambulante Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen, will der Freistaat notfalls selbst eingreifen – bis hin zur staatlichen Steuerung.
Eine Patientin mit einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) entwickelt ein akutes Nierenversagen und wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ursache ist zunächst unklar. Erst nach Weglassen aller Medikamente findet sich der Grund für das Krankheitsbild.
Ein Jahr nach dem Start ist die elektronische Patientenakte technisch breit eingeführt: Über 90 Prozent der Praxen sind angebunden, Millionen Dokumente werden wöchentlich eingestellt. Doch instabile Systeme bremsen den Fortschritt. Bei einer Online-Veranstaltung wurde klar: Die ePA ist noch kein selbstverständliches Instrument – aber sie könnte es werden.
Eine große Anzahl von Darmpolypen gilt als Risikofaktor für Darmkrebs. Untersuchungen mittels Blut-DNA-Analyse können bei Betroffenen aber oft keine genetische Ursache identifizieren. DNA-Tests der Darmpolypen selbst könnten eine Lösung sein, um Menschen mit Risikogenen zu identifizieren.
Eine 70-jährige Frau sucht das Krankenhaus wegen seit zehn Tagen anhaltender Schmerzen auf der linken Halsseite auf. Zusätzlich verspürt sie dauerhaft ein Fremdkörpergefühl im Rachen. Die Beschwerden begannen mit stechendem Schmerz nach dem Verzehr eines Fischkopfes.
Herzinfarkt oder nur Rückenschmerzen? In Schleswig-Holstein entscheidet nach dem Willen der Landesregierung bald die Dringlichkeit, wie schnell Hilfe kommt. Was sich für Patienten ändert.
Der Chef der KV Sachsen, Dr. Stefan Windau, wünscht sich mit Blick auf eine standardisierte medizinische Ersteinschätzung mehr Verbindlichkeit. Sonst werde die Patienten-Steuerung nicht funktionieren, meint der Facharzt für Innere Medizin.
Überfüllte Notaufnahmen und lange Wartezeiten sind eine der Hauptursachen für Gewalt gegen Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte. Das beobachten Ärztinnen und Pflegekräfte in Berlin. Ein Gesetzentwurf des Justizministeriums verspricht Abhilfe, auch in Arztpraxen.
Vor der zweiten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt mit den Ländern will Verdi in NRW den Druck erhöhen. An drei Unikliniken laufen zweitägige Warnstreiks mit Auswirkungen auch auf die Patienten.
Treponema pallidum ist bei Männern, die Sex mit Männern haben, oft schon in den Schleimhäuten nachweisbar bevor ein Bluttest positiv ist. Das fanden Forschende anhand multipler PCR-Tests heraus. Die Ergebnisse könnten die Ansteckungsrate deutlich reduzieren.
Ein Team aus Fachleuten rund um Vorhofflimmern hat in einem Konsensuspapier neue Empfehlungen zur Behandlung der weit verbreiteten Rhythmusstörungen veröffentlicht. Diese setzt nun mehr auf Rhythmuskontrolle statt auf reine Schlaganfallprophylaxe.
Chronische Schmerzen entstehen häufig durch fehlgesteuerte Netzwerke im Gehirn. Ein neues neurologisches Verständnis rückt Hirnstimulation und personalisierte Therapien in den Fokus. Das eröffnet Patienten mit therapieresistenten Schmerzen neue Perspektiven.
Etwa 20 bis 30 Prozent aller Psoriasis-Betroffenen entwickeln im Laufe der Zeit zusätzlich eine Gelenkentzündung. Warum dieser Übergang bei manchen Patienten passiert und bei anderen nicht, war bislang ein Rätsel. Eine Studie zeigt nun, welche Zellen von der Haut in die Gelenke gelangen und wie sie es dort schaffen, eine Entzündung auszulösen.
Glucagon-like Peptide-1-Rezeptoragonisten haben die Therapie des Typ-2-Diabetes deutlich vorangebracht. Gleichzeitig wird seit Jahren kontrovers diskutiert, ob diese Wirkstoffklasse das Risiko für Krebserkrankungen beeinflusst. Beim ASCO-GI 2026 gab es jetzt mit Blick auf die chronische Pankreatitis erste Ergebnisse.
Keine Zeit für Sport? Hochintensives Intervalltraining ein Mal pro Woche reduziert das Körperfett und verbessert die Fitness bei Erwachsenen mit Übergewicht genauso effektiv wie dreimal wöchentliches Training - und bietet damit eine praktische, zeitsparende Alternative.
Eine große randomisierte Studie aus Dänemark liefert neue Evidenz dafür, dass ein hochdosierter inaktivierter Influenzaimpfstoff auch ältere Menschen mit Diabetes besser vor schweren Krankheitsverläufen schützt als der Standardimpfstoff.
Krankenkassen sollten mehr Freiheit bei der Gestaltung ihrer Leistungen bekommen und die Interessen der „Leistungserbringer“ sollten weniger stark berücksichtigt werden, findet der ehemalige Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, mit Blick auf eine Reform der GKV.
Viele Jugendliche und junge Erwachsene schlafen unter der Woche zu wenig – und das könnte Folgen für die mentale Gesundheit haben. Eine neue Studie der University of Oregon und der State University of New York zeigt nun: Wer am Wochenende Schlaf nachholt, tut seiner mentalen Gesundheit etwas Gutes.
Ein Jahr nach dem Start der elektronischen Patientenakte (ePA) hat sich die Techniker Krankenkasse (TK) mit der bisherigen Entwicklung zufrieden gezeigt. Nach Angaben der Kasse greifen inzwischen rund 85 Prozent der Arztpraxen auf ePA-Daten zu. Besonders häufig komme dabei die elektronische Medikationsliste zum Einsatz.
In Deutschland hat es 2025 mehr Organspender gegeben als in den vergangenen Jahren. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben im vergangenen Jahr insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Damit erreicht Zahl der Organspender höchsten Stand seit 2012.
Eine reine Finanzierungsdiskussion löst die Probleme im Gesundheitswesen nicht, meint Michael Langholz. Es brauche eine Debatte über eine echte Gesundheitsreform, sagt der Landesvorsitzende des Hartmannbundes Bremen.
Weil Blutkonserven zur Neige gehen, bittet das Deutsche Rote Kreuz um neue Blutspenden. Das teilte der Blutspendedienst mit, der für Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig ist. Blutbestände seien in einem kritischen Bereich und müssten für Notfälle, Therapien oder überlebenswichtige Operationen jetzt aufgefüllt werden.
Das Winterwetter sorgt teils für spiegelglatte Gehwege und Straßen. Das macht sich auch in den Notaufnahmen der Krankenhäuser bemerkbar. Für Arztpraxen ist das Patientenaufkommen dem Deutschen Hausärztinnen- und Hausärzteverband zufolge bisher gut beherrschbar geblieben.
Wann können Ärzte Haftungsprobleme bekommen, wenn sie KI-gestützte Anwendungen einsetzen? Entscheidend bleiben dabei die Sorgfaltsmaßstäbe für den Arztberuf, sagt Prof. Dirk Heckmann, Experte für Digitalrecht. Bei den Kriterien für diese Maßstäbe solle das Bundesgesundheitsministerium für mehr Klarheit sorgen, fordert er.
In den letzten Tagen des Jahres 2025 sind doppelt so viele Abrechnungsstreitfälle zwischen Kassen und Kliniken eingegangen wie sonst in einem ganzen Jahr. Das ist der Grund.
Menschen in westlichen Gesellschaften verbringen den Großteil des Tages in Innenräumen - das hat Einfluss auf den Stoffwechsel, wie eine kontrollierte Crossover-Studie nun nachweisen konnte. Natürliches Tageslicht stabilisiert nicht nur den zirkadianen Rhythmus, sondern kurbelt auch die Fettverbrennung an.
Der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt geht in einem offenen Brief scharf mit den Sparforderungen des GKV-Spitzenverbands ins Gericht. Vorsitzender Dr. Torsten Kudela wirft Vize-Vorstandsvorsitzender Stefanie Stoff-Ahnis mangelnden Respekt gegenüber den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten vor und warnt vor realitätsfernen Steuerungsfantasien.
Die KV Saarland hat die Möglichkeit zur Videosprechstunde im Bereitschaftsdienst über ihre Internetplattform DocOnLine ausgeweitet. Seit Anfang des Jahres ist das Angebot auch wochentags während der sprechstundenfreien Zeit verfügbar. Doch bislang nutzt es kaum jemand. Das soll sich jetzt ändern.
Nach Problemen bei der Umstellung der TI-Verschlüsselung von RSA auf ECC meldet die Gematik Fortschritte: Für viele betroffene Praxen seien die Verbindungsstörungen inzwischen behoben. In einzelnen Konstellationen gelten jedoch weiterhin Übergangslösungen.
Im Mittelpunkt dieses Falls steht eine Patientin, die sich mit seit einer Woche anhaltendem hellrotem Bluthusten vorstellt. Zwei Wochen zuvor war sie in einem Krankenhaus aufgrund einer anderen Erkrankung operativ versorgt und dabei in Allgemeinanästhesie behandelt worden.
Ein Forschungsteam der Uni Würzburg kann erstmals zeigen, wie E. coli-Bakterien in die Prostata gelangen. Die Entdeckung offenbare einen „versteckten Infektionsweg“ und eröffne neue Möglichkeiten für die Behandlung bakterieller Prostatitis, teilt die Uni.
Ein Teenager entwickelt über Jahre hinweg schmerzlose Schwellungen und Hautverdickungen an den Händen, die ihn zunehmend stören. Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung stellt sich heraus: Schuld sind wohl regelmäßige mechanische Belastungen der Hände in Form von Basketballtraining und Gaming.
Eine große prospektive Kohortenstudie aus Schweden liefert neue Langzeitdaten, die nahelegen, dass bestimmte fettreiche Milchprodukte mit einem geringeren Demenzrisiko assoziiert sein könnten.
Die als „Living Guideline“ konzipierte S3-Leitlinie „Hämolytisch-urämisches Syndrom im Kindes- und Erwachsenenalter“ ist nun in einer aktualisierten Fassung verfügbar.
Ein interprofessionelles Ernährungs- und Unterstützungsprogramm kann bei fortgeschrittenem Pankreaskrebs den Ernährungszustand und die Belastbarkeit während der Chemotherapie stabilisieren. Dies zeigten erste Ergebnisse der NUANCE-Studie.
Thüringens Krankenhäuser bekommen mehr Geld für Behandlungen: Rund 2,1 Milliarden Euro werden die Kassen 2026 für Klinikbehandlungen ausgeben. Aus Sicht der Kliniken ist das nicht genug.
Die Wanderausstellung „Systemerkrankung“ führt die Greueltaten von Ärztinnen und Ärzten im Nationalsozialismus vor Augen. Seit Anfang Januar gastiert sie in Potsdam. Ab März geht sie weiter auf Deutschlandtour.
Ein Hersteller von Säuglingsnahrung hat in der vergangenen Woche bestimmte Chargen von zwei Produkten zurückgerufen, weil sie Cereulid enthalten könnten. Das Toxin ruft schwere Lebensmittelvergiftungen hervor, die bis zum Tode führen können. Bekannt ist das Krankheitsbild bei fester Nahrung auch als Fried Rice Syndrom.
3,5 Millionen Euro stellt Nordrhein-Westfalen 2026 für das „Hausarztaktionsprogramm“ (HAP) zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum bereit – eine Million mehr als in den Vorjahren. Zudem ändern sich die Förderrichtlinien.
Antibiotika werden oft danach bewertet, wie gut sie das Bakterienwachstum unter Laborbedingungen stoppen. Entscheidend ist jedoch, ob die Wirkstoffe die Keime im Körper tatsächlich eliminieren. Eine neue Methode soll nun messen können, wie effektiv Antibiotika Bakterien tatsächlich abtöten.
Der neu gewählte Chef des Bayerischen Facharztverbandes, Dr. Klaus Holler, geht mit den Reformbestrebungen der Politik hart ins Gericht: Sie sei weit davon entfernt, die echten Probleme im System mit der notwendigen Energie anzugehen. Was der HNO-Arzt aus Neutraubing konkret fordert, erklärte er im Gespräch mit dem änd.
Angriffe auf medizinisches Personal sollen künftig härter bestraft werden können. Für die KVWL ein überfälliger Schritt. Wie schnell eine Situation im Behandlungszimmer eskalieren kann, schildert ein Hausarzt.
Man nehme mehrere mit Influenza infizierte sowie gesunde Menschen und stecke sie alle in einen Hotelflur. Dieses interessantes Real-World-Experiment aus den USA liefert überraschende Erkenntnisse: Offensichtlich wird die Grippe nicht so leicht übertragen, wie bisher angenommen - wenn einige einfache Regeln eingehalten werden.
Der altersbedingte Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit gilt gemeinhin als Phänomen des höheren Lebensalters. Neue Langzeitdaten aus Schweden zeigen jedoch: Zentrale physiologische Fähigkeiten erreichen bereits deutlich früher ihren Höhepunkt und nehmen dann kontinuierlich ab.
Der Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder hat erste Auswirkungen in Nordrhein-Westfalen. Verdi hat Beschäftigte verschiedener Institutionen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen, so auch an den Unikliniken.
Geht es nach Anne-Kathrin Klemm, sollte der Honorardeckel wieder eingeführt werden. Auch an anderen Stellen im Gesundheitssystem sieht die Chefin des BKK-Dachverbands Einsparmöglichkeiten.