Ärzte warnen vor Arzneiabgabe ohne ärztliche Verordnung
Vor der Anhörung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz im Gesundheitsausschuss wächst der Widerstand aus der Ärzteschaft.
Vor der Anhörung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz im Gesundheitsausschuss wächst der Widerstand aus der Ärzteschaft.
Um ihre Leistungen zu vermarkten, nutzen Pflegekräfte, Ärzte und Therapeuten immer häufiger soziale Medien. Dabei begehen sie zunehmend Datenschutzverstöße, kritisiert die Landesbeauftragte in NRW.
Rund 650 neue Fachkräfte im Gesundheitswesen erhielten in Sachsen-Anhalt ihre Zulassung. Besonders bei Ärzten und Psychotherapeuten gab es einen deutlichen Zuwachs.
Der altersbedingte Funktionsverlust der Ovarien beeinflusst Fertilität und zahlreiche altersassoziierte Erkrankungen. Welche Mechanismen dahinterstehen, ist bislang nur teilweise geklärt. Eine experimentelle Studie zeigt nun, dass auch das Darmmikrobiom die Ovarfunktion beeinflussen könnte – mit einem unerwarteten Ergebnis.
„Celox PPH Tamponaden“ werden vom Markt genommen. Wie das BfArM mitteilt hat sich der Hersteller dazu „vor dem Hintergrund der aktuellen Empfehlung der WHO“ entschieden. Laut BfArM liegen Meldungen über „schwerwiegende Vorkommnisse“ vor.
Brustkrebs-Früherkennung per Mammografie ist nun bereits für Frauen ab 45 Jahren statt bisher 50 Jahren möglich. Das teilte das auch für Nuklearsicherheit zuständige Bundesumweltministerium in Berlin mit. Zahlen müssen die Frauen unter 50 die Untersuchung aber noch aus eigener Tasche.
Ein Team unter Leitung der Charité entwickelt KI-basierte Assistenten, die auf Abweichungen von den Leitlinien aufmerksam machen sollen. Das Projektteam startet mit Hilfsprogrammen für vier chronische Erkrankungen.
Wenn bei sportlich hochaktiven Frauen die Periode ausbliebt, ist dies als Warnsignal zu werten. Auch wenn manche Frauen es sogar erleichternd finden, sich nicht mit der Monatsblutung „herumschlagen“ zu müssen, so zeigt das „relative energy deficiency in sports“-Syndrom ein deutliches hormonelles Ungleichgewicht mit multiplen möglichen Folgeerkrankungen auf.
Ein neunjähriger Junge stellt sich im Januar 2023 mit Gewichtsverlust, Hitzeintoleranz, starkem Schwitzen und Palpitationen vor. Bereits im Alter von 6 Jahren erhielt der Patient zudem erstmals die Diagnose eines Mobitz-Typ-I-AV-Blocks.
Die geplante GOÄ-Reform stößt weiter auf Kritik. Der Bundesverband für Arthroskopie und Gelenkchirurgie sieht im aktuellen Entwurf deutlichen Korrekturbedarf und warnt vor finanziellen Nachteilen für minimalinvasive Eingriffe.
Depressive Symptome gelten seit Jahrzehnten als prognostisch ungünstiger Faktor bei kardiovaskulären Erkrankungen. Eine aktuelle Analyse repräsentativer US-Daten wirft nun die Frage auf, ob dieser Zusammenhang tatsächlich kausal ist – oder ob er primär die Krankheitslast widerspiegelt.
Die Zahl der Frauen mit gesicherter Endometriose-Diagnose hat sich in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt. Das geht aus dem aktuellen „Arztreport“ der Barmer Krankenkasse hervor. Demnach gab es im Jahr 2005 rund 230.000 betroffene Frauen, 2024 waren es bereits rund 510.000.
„Medizinische Fachangestellte“ war 2025 bei Frauen der beliebteste Ausbildungsberuf, zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Auch bei Männern ist das Interesse an dieser Ausbildung gestiegen.
Im Zuge der Diskussion über ein verbindliches Primärversorgungssystem fordert der AOK-Bundesverband ein Ende der gesetzlichen Verpflichtung zu Hausarztprogrammen. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband weist das entschieden zurück – und sieht in der HZV das zentrale Fundament eines künftigen Primärarztsystems.
Die Fach- und Gebrauchsinformationen der Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen Amlodipin/Atorvatstatin, Codein/Paracetamol, Clozapin und Metoprolol wurden geändert. Darauf weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hin.
Ultrahochverarbeitete Lebensmittel liefern bei kanadischen Vorschulkindern im Mittel fast die Hälfte der täglichen Energiezufuhr. Eine prospektive Kohortenstudie zeigt nun: Je höher der Anteil ultrahochverarbeiteter Produkte im Alter von drei Jahren, desto ungünstiger fallen zwei Jahre später Elternangaben zu emotionalen und Verhaltenssymptomen aus.
Auf neonatologischen Intensivstationen wird Säuglingen oft täglich Blut abgenommen. Man weiß, dass wiederholter Schmerz in der frühen Lebensphase die Gehirnentwicklung beeinträchtigen kann und das Wachstum stört. Wie kann man aber bei den Kleinsten den Schmerz lindern? Ein Cochrane-Review gibt Aufschluss.
Humane Papillomviren sind weit verbreitet und werden meist sexuell übertragen. Zum Welt-HPV-Tag am 4. März 2026 betonen die Deutsche Dermatologische Gesellschaft und die Deutsche STI Gesellschaft, dass die HPV-Impfung nicht nur vor Krebs, sondern auch vor Feigwarzen schützt – idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Was planen die Parteien gesundheitspolitisch? Der änd hat sich die Wahlprogramme angeschaut. Los geht's mit der SPD.
Wenn Praxen KI-gestützte Anwendungen einsetzen, müssen sie das auch bei der Aufklärung ihrer Patienten berücksichtigen. Im Interview erklärt Medizinrechtlerin Lisa Dorothea Kaiser, wie Praxen ihre Patienten informieren müssen, wie die Einwilligung aussehen sollte – und warum sie auch mit ihrer Berufshaftpflichtversicherung über ihre KI-Anwendungen sprechen sollten.
Jährlich erleben zahlreiche Kinder die Scheidung ihrer Eltern. Während die kurzfristigen Folgen für die Kinder gut untersucht sind, ist über die langfristigen Auswirkungen auf die eigene Familiengründung bislang wenig bekannt. Eine bevölkerungsbasierte Studie aus den Niederlanden liefert nun erstmals belastbare Daten zur abgeschlossenen Fertilität und Kinderlosigkeit von Erwachsenen aus Scheidungsfamilien.
Schluss mit Einzelvorschlägen, nötig ist ein Gesamtkonzept für eine umfassende Reform der ambulanten Versorgung. Das fordert NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Dabei will er auch die Vergütung angehen. Das halten Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen für verfrüht.
Der Einstieg in die HNO-Weiterbildung ist oft von Unsicherheit geprägt, da Vorerfahrungen und Kompetenzen stark variieren. Eine aktuelle Studie prüfte, ob ein onlinebasierter Einführungskurs mit KI-generierten Video-Avataren das Selbstvertrauen von Assistenzärzten stärkt.
Ein Patient im sechsten Lebensjahrzehnt stellt sich mit seit mehreren Tagen bestehender Benommenheit vor. Die Beschwerden treten unabhängig von körperlicher Belastung oder Orthostase auf. Einmal kommt es zu einer bis zu 30 Sekunden anhaltenden Ganzkörpertaubheit.
Die Facharzt- und Kinderärzteverbände haben die geplante Änderung im Krankenhausanpassungsgesetz (KHAG) begrüßt, wonach Kinder und Menschen mit Behinderungen künftig nicht länger von Hybrid-DRG ausgeschlossen sein sollen. Dies sei ein überfälliger Schritt und ein Signal für mehr Versorgungsgerechtigkeit.
Die militärische Eskalation im Nahen Osten könnte aus Sicht des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die ohnehin fragile Lage der europäischen Arzneimittelversorgung verschärfen. Der Verband warnte am Dienstag vor wachsenden Risiken entlang zentraler Handelsrouten und legte einen Zehn-Punkte-Plan vor, um Deutschland und Europa krisenfester zu machen.
Die chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wird meist mit Rauchen in Verbindung gebracht. Doch auch Menschen, die niemals geraucht haben, können die Erkrankung entwickeln - und sie zeigen offenbar andere klinische Merkmale als die klassische Raucher-COPD.
Wie früh beeinflussen soziale Lebensbedingungen die motorische Qualität im Säuglingsalter, und in welchen Domänen werden Unterschiede erstmals sichtbar? Eine prospektive Längsschnittstudie analysiert differenzierte motorische Qualitätsparameter im ersten Lebenshalbjahr – mit einem besonders auffälligen Alterszeitpunkt.
Das Mammakarzinom ist nach wie vor die häufigste Ursache für krebsbedingte Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle bei Frauen weltweit: Im Jahr 2023 wurden ca. 2,3 Millionen neue Brustkrebsfälle registriert, so eine neue globale Datenanalyse. Viele Fälle sind auf sechs veränderbare Risikofaktoren zurückzuführen.
Wie lange hält ein vollständiger Hüftgelenkersatz tatsächlich? Das Ziel sind 30 Jahre. Eine Metaanalyse ist nun dieser Frage nachgegangen. Ziel war es, die „Überlebensrate“ moderner Hüfttotalendoprothesen und Gleitmaterialien nach drei Jahrzehnten zu bestimmen.
Lithium wird seit einiger Zeit als potenziell krankheitsmodifizierender Wirkstoff bei der Alzheimer-Erkrankung diskutiert. Eine aktuelle Studie untersuchte nun, ob ein solcher neuroprotektiver Effekt bereits im Stadium der leichten kognitiven Beeinträchtigung nachweisbar ist.
Während auf Bundesebene der Dialogprozess zur Primärversorgung noch läuft, hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nun 15 Eckpunkte zur Ausgestaltung vorgelegt. Entwickelt wurden sie gemeinsam mit den Akteuren im Land.
ADHS ist klinisch heterogen – Symptomatik, Verlauf und Therapieansprechen variieren erheblich. Eine große multizentrische MRT-Studie prüfte nun, ob sich mithilfe moderner Netzwerkanalysen biologisch fundierte Subgruppen identifizieren lassen.
Rund jeder dritte KKH-Versicherte geht häufiger als zehnmal pro Jahr zum Arzt. Kassen-Chef Matz fordert eine bessere Steuerung – und zwar nicht nur durch Hausärzte, sondern auch durch die Krankenkassen.
Jeder Mensch altert - doch nicht bei allen verläuft der Prozess gleich schnell. Bislang richtete man den Blick insbesondere auf protektive Maßnahmen, aber untersuchte seltener, welche Faktoren die Alterung beschleunigen. Eine Studie hat nun herausgefunden, dass so manche soziale Beziehung uns ganz schön alt aussehen bzw. werden lässt.
Impfungen können Autismus auslösen und Allergien begünstigen: Dass es sich bei diesen Behauptungen lediglich um sogenannte Impfmythen handelt, darüber herrscht offenbar bei einem nicht unerheblichen Teil der deutschen Bevölkerung Unsicherheit, zeigt eine aktuelle Studie.
57 Prozent der Bevölkerung sprechen sich gegen eine ersatzlose Streichung der TSVG-Vergütungsregelungen aus. Das zeigt eine bundesweite Civey-Umfrage im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Zugleich wächst die Sorge, dass ohne finanzielle Anreize der Zugang zu Facharztterminen schwieriger wird.
Wie stark beeinflusst die Hidradenitis suppurativa zentrale Lebensbereiche jenseits der entzündlichen Aktivität? Eine qualitative Querschnittsstudie untersucht anhand ausführlicher Patienteninterviews die kumulative Belastung in Alltag, Beruf, sozialem Umfeld und finanzieller Situation – und beschreibt wiederkehrende Themenfelder der Krankheitswahrnehmung.
Nach den KVen haben nun auch die Kassen ihre Vorstandsvergütungen im Bundesanzeiger veröffentlicht. Spitzenverdiener ist wie in den Vorjahren TK-Chef Jens Baas – der allerdings weniger Gehalt bekommt als die KBV-Spitze.
Obwohl nur 10,5 Prozent der Bevölkerung privat krankenversichert sind, finanzieren sie mehr als ein Fünftel der ambulanten ärztlichen Versorgung. Eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV zeigt, wie groß die wirtschaftliche Bedeutung der PKV für die Praxen sind.
Nicht nur Ärztinnen und Ärzte sind zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet, sondern auch Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen. Darf die Wirtschaftlichkeitsprüfung mehr kosten als sie bringt? Der änd hat bei KVen, Prüfstellen und einem Kassenarztrechtler nachgefragt.
Im Februar 2025 wird erstmal von einer Erkrankung berichtet, die Ophtalmologen HORD nennen: Hyperacute Outer Retinal Dysfunction. Der Fallbericht eines Kleinkindes mit Influenza offenbart, wie schwerwiegend das Krankheitsbild sein kann.
Trotz moderner Bildgebung und etablierter Liquorparameter bleibt die molekulare Charakterisierung entzündlicher Erkrankungen des Zentralnervensystems in vielen Fällen unzureichend. Eine aktuelle, groß angelegte Proteomanalyse des Liquors zeigt nun, welches diagnostische und prognostische Potenzial in einer systematischen Erfassung des Proteoms liegt.
Eine systematische Auswertung aller bislang publizierten Fälle liefert erstmals belastbare Prävalenzdaten zu Manifestationen des VEXAS-Syndroms. Die Analyse verdeutlicht die klinische Heterogenität der Erkrankung und identifiziert zugleich charakteristische Muster.
Die KV Berlin warnt davor, dass der jetzt gefundene Kompromiss zwischen Bund und Ländern zum Krankenhausreform-Anpassungsgesetz zu steigenden GKV-Beiträgen und keinen Verbesserungen führen werde. Es drohe eine teure Sanierung unrentabler Kliniken auf Kosten der gesetzlich Versicherten.
Mitten in einer Phase tiefgreifender Umbrüche im Gesundheitswesen übernimmt Dr. Marion Charlotte Renneberg Verantwortung an der Spitze der Ärztekammer Niedersachsen. Was hat Sie zur Kandidatur für das Präsidentenamt bewogen und welche gesundheitspolitischen Schwerpunkte will sie setzen?
Warum verliert Nahrung nach einer Mahlzeit nicht immer ihre Anziehungskraft? Eine in Appetite publizierte Studie analysiert, wie das Gehirn auf Essensbilder nach gezielter Sättigung reagiert. Die Ergebnisse beleuchten die neuronalen Prozesse, die Essen auch ohne Hunger begleiten könnten.
Herzschwäche-Patienten landen oft als Wiederholungsgäste mehrfach im Krankenhaus. Eine bestimmte Gruppe von ihnen ist besonders gefährdet, berichtet ein internationales, vom schwedischen Karolinska Institut koordiniertes Team im „European Heart Journal“.
Ein zuvor gesunder 10-Jähriger stellt sich mit progredienter belastungsabhängiger Dyspnoe und nächtlichem biphasischem Stridor vor. Über drei Wochen nehmen die Beschwerden zu. Initial wird auf ein therapierefraktäres Asthma hin therapiert – eine Fehldiagnose.
Vorsorgetests, die zu Hause durchgeführt werden, könnten zum einen Teilnahmequoten erhöhen, zum anderen Arztpraxen entlasten, meint die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK).