Brandenburg führt Quote für Unimedizin ein
Hausärzte sind rar - vor allem auf dem Land. Brandenburg will deshalb für angehende Medizinstudenten Studienplätze reservieren, die danach befristet als Landarzt arbeiten. Was ist genau vorgesehen?
Hausärzte sind rar - vor allem auf dem Land. Brandenburg will deshalb für angehende Medizinstudenten Studienplätze reservieren, die danach befristet als Landarzt arbeiten. Was ist genau vorgesehen?
Wie gut ist die stationäre Versorgung im ländlichen Raum tatsächlich erreichbar? Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen vergleichsweise kurze Wege zur nächsten Geburtsklinik. Doch bei der Frage nach regionalen Unterschieden und welche Folgen Klinikschließungen haben, bleibt vieles unklar.
Die Bundesregierung sieht bei der Anerkennung ausländischer ärztlicher Abschlüsse weiterhin die Länder in der Verantwortung und verfügt nach eigenen Angaben über keine bundesweiten Daten zu Beschwerden oder Approbationsmaßnahmen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.
Der Chatbot als bester Freund? Neben Gaming, Social Media und Streaming werden zunehmend auch künstliche Gesprächspartner für Kinder und Jugendliche zum Problem: Eine aktuelle Längsschnittstudie der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf untersuchte, ob und wie viel sie zur Mediensucht bei jungen Menschen beitragen. Die Ergebnisse sind alarmierend.
Nach einem Urteil des Bundessozialgericht geraten geschlechtsangleichende Hormontherapien zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) berichtet von ersten Regressforderungen.
Im Schlaf-Elektroenzephalogramm steckt möglicherweise mehr als Information über Schlafstadien und Schlafdauer. Eine aktuelle Metaanalyse prüft, ob sich daraus ein digitaler Marker gewinnen lässt, der für die frühe Einschätzung des Demenzrisikos von Bedeutung sein könnte.
Ein 74-jähriger Mann stellt sich mit seit zwei Monaten bestehender Makrohämaturie und mit progredient schlechter werdendem Allgemeinzustand vor. Begleitend bestehen Harnwegsinfektionen, eine ausgeprägte Nikotinanamnese sowie ein ungewollter Gewichtsverlust von 10 kg.
Schilddrüsenknoten gelten als ein klassisches Beispiel für Überdiagnostik in der Medizin. Um hier mehr Orientierung im Praxisalltag zu schaffen, hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin eine neue S3-Leitlinie zum Umgang mit „Schilddrüsenknoten bei Erwachsenen“ veröffentlicht.
Bei Eierstockkrebs zeigen Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren bislang nur bei wenigen Betroffenen Wirkung. Forschende aus Mainz haben nun Fettstoffwechsel-Prozesse im Tumorumfeld entdeckt, die den Erfolg solcher Therapien „entscheidend“ beeinflussen können.
Viele Patienten berichten auch Monate nach einer akuten Lungenembolie über anhaltende Luftnot. Was hinter diesen Beschwerden steckt, ist im klinischen Alltag oft nicht sofort klar. Auf dem DGP-Kongress ging es deshalb um die Frage, welche Befunde in der Nachsorge weiterführen und wie sich die Beschwerden besser einordnen lassen.
Könnten höhere Steuern auf Alkohol, Tabak und Junkfood das Ruder bei den GKV-Finanzen herumreißen? Der Gesundheitsökonom Dr. Tobias Effertz gibt sich optimistisch.
Spezielle Nervenzellen aktivieren gezielt Eosinophile und heizen so Neurodermitis-Schübe an – ein neuer Ansatzpunkt für Therapien?
E-Zigaretten werden oft als vermeintlich harmlose Alternative zu Tabak-Zigaretten verwendet oder zum Entwöhnen eingesetzt. Beim diesjährigen DGP-Kongress erläuterte Prof. Stefan Andreas anhand vieler Studien, warum das keine gute Idee ist.
Immer mehr Patientinnen und Patienten in Hessen schreiben sich in die HzV ein. Das hat der dortige Hausärztinnen- und Hausärzteverband mitgeteilt. Hessen gehöre damit zu den führenden Bundesländern bei der HzV.
Gegen humane Papillomviren Geimpfte entwickeln offenbar nicht nur deutlich seltener bestimmte Kopf-Hals-Tumoren und sogar Leukämien, sondern auch ihre Gesamtsterblichkeit wird nahezu halbiert. Bietet die Impfung etwa einen bislang unterschätzten, systemischen Krebsschutz?
Psychosoziale Belastungen werden von vielen Patienten als mögliche Ursache einer Tumorerkrankung wahrgenommen. Doch was lässt sich epidemiologisch tatsächlich belegen? Eine aktuelle Analyse mit individualisierten Teilnehmerdaten geht dieser Frage nun systematisch nach.
Wird die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Expertenkommission in der nächsten Woche auch Sparvorschläge in Richtung Vertragsärzteschaft machen? Die KBV warnt vor diesem Weg.
Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte stärkt seine Reihen. Mit dem BVKJ kommt die Perspektive der Kinder- und Jugendmedizin stärker in die berufspolitische Interessenvertretung.
Schmerzen bei rheumatoider Arthritis beginnen oft vor der sichtbaren Entzündung und bleiben nicht selten trotz kontrollierter Erkrankung bestehen. Eine aktuelle Studie weist dabei auf eine persistente Interferon-Signalgebung in sensorischen Neuronen des Spinalganglions als möglichen Treiber hin.
Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verspricht die schwarz-rote Koalition in Berlin eine Umsetzung geplanter Reformen. CSU-Chef Markus Söder macht beim Zeitplan Druck.
Die digitale Ersteinschätzung wird voraussichtlich ein Baustein des künftigen Primärversorgungssystems werden – zahlreiche Bedenken dagegen werden laut. Im änd-Interview erklärt der Geschäftsführer der Lotsensoftware-Firma Docyet, Florian Bontrup, was aus seiner Sicht an den Bedenken dran ist und warum er sich gegen eine verpflichtende digitale Ersteinschätzung ausspricht.
Ein um bis zu 57 Prozent reduziertes Risiko für schwere Herzereignisse könnte jedem möglich sein - durch so geringfügige Veränderungen des Verhaltens, dass sie leicht in den Alltag zu integrieren sind. Das zeigt eine aktuelle Studie, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde.
Die Bundesregierung will die steigenden Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung unter Kontrolle bringen. Konkrete Empfehlungen dafür sollen nächste Woche kommen, wie der Kanzler ankündigt.
Keine Status-Abfrage mehr, dafür feste Terminfristen und eine zentrale Terminplattform: Die Linke will tief in die Organisation der Arztpraxen eingreifen.
„Fern jeder Realität“ seien die Pläne für die Patientensteuerung, kritisiert ein Urologenverband und warnt vor einem „rechtswidrigen Eingriff“ in die ärztliche Freiberuflichkeit.
Fehl- und Desinformationen durch sogenannte „Medfluencer“ sowie durch digitale Manipulationen wie Deepfakes werden nach Auffassung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ein immer größeres Problem – die Partei fordert nun Antworten von der Regierung.
Zahlreiche Apotheken öffneten für einen Tag nicht für die Patientinnen und Patienten. Im politischen Ringen um eine bessere Bezahlung will die Branche Druck machen.
Im Landkreis Erding gibt es einen neuen Borna-Virus-Fall. Infektionen mit dem Virus sind selten, aber lebensbedrohlich. Was die Behörden zu Übertragungswegen und Schutzmaßnahmen sagen.
Ein 10-jähriges Mädchen stellt sich mit einer schmerzhaften, hyperpigmentierten Läsion im Bereich des linken Labium majus vor. Die Veränderung besteht seit mehreren Jahren und trat erstmals nach einem stumpfen Trauma im Genitalbereich auf. Worum könnte es sich bei dieser Läsion handeln?
Der vdek in NRW macht Druck in Sachen Rettungsdienst-Reform. Zu Gast bei der jüngsten Sitzung des Landesausschusses war Grünen-Gesundheitspolitiker Dr. Janosch Dahmen. Er warf der Bundesgesundheitsministerin eine Blockadehaltung vor.
In Thüringen sind viele Arztpraxen unbesetzt, weil ausscheidende Mediziner keine Nachfolger finden. Mit Stipendien versuchen besonders betroffene Kommunen, Medizinstudenten an sich zu binden.
Bei Patientinnen und Patienten mit schweren Hirnschädigungen gilt fehlende Reaktion auf Aufforderungen bislang als zentrales Kriterium für eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung. Doch eine internationale Studie stellt dieses Verständnis nun infrage.
Der Konsum von Nikotinbeutelchen, die unter die Oberlippe geklemmt werden, gilt für viele Menschen als ungefährlichere Alternative zum Zigarettenrauchen, da der Verbrennungsprozess wegfällt. Harmlos sind die „Snus“ oder „Pods“ aber nicht, wie eine schwedische Studie nun berichtet.
Die Brandenburger Krankenhäuser sehen sich in finanziell schwieriger Lage. Die 15 christlichen Kliniken im Land sagen, warum und wo sie Auswege sehen.
Ein hoher Flüssigkeitskonsum gilt als zentrale Maßnahme zur Rezidivprophylaxe bei Urolithiasis. Wie gut sich dieses Ziel im Alltag durch ein strukturiertes Verhaltensprogramm erreichen lässt, hat nun eine randomisierte Studie untersucht. Die Ergebnisse werfen ein differenziertes Licht auf einen etablierten Präventionsansatz.
Eine Untersuchung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zeigt Schwachstellen in Praxisverwaltungssystemen. Die KV Niedersachsen fordert Konsequenzen und sieht die Hersteller in der Pflicht.
Wie lange sollten Krebspatienten nach einer Stammzelltransplantation im Krankenhaus bleiben? Mit Methoden des Maschinellen Lernens hat ein Forschungsteam aus Göttingen und Bielefeld nun berechnet, unter welchen Voraussetzungen Teile der Therapie sicher ambulant durchgeführt werden können.
Nach außerklinischem Herzstillstand bleibt die Prognose der Hirnfunktion oft unklar. Eine neue Studie zeigt: Ein innovativer Blutmarker könnte kognitive Spätfolgen deutlich zuverlässiger vorhersagen als bisherige Tests.
Es gibt eine neue Leitlinie zur Tuberkuloseprävention. Darauf weist das Robert Koch-Institut (RKI) hin. Ziel der neuen S3-Leitlinie ist die evidenzbasierte Verbesserung der Tuberkulose-(TB-)Prävention und -Versorgung bei neu zugewanderten Menschen in Deutschland.
Die komponentenbasierte Diagnostik hat die Allergiediagnostik in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Sie ermöglicht differenziertere Aussagen zu Sensibilisierung, Kreuzreaktivität und Risiko. Gleichzeitig bleibt ihre Interpretation anspruchsvoll – und klinische Grenzen bestehen weiterhin.
Bundesweit bleiben Apotheken heute vielerorts geschlossen – aus Protest. Apothekerinnen und Apotheker wollen so auf ihre aus ihrer Sicht prekäre wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. Die Krankenkasse Barmer hält die Aktion für „Alarmismus“ und präsentiert Zahlen.
Chemotherapie erfordert, dass Patienten viele Stunden in Kliniken oder Infusionszentren verbringen. Der Aufwand ist oft erheblich und könnte vereinfacht werden, wenn die Infusion im häuslichen Umfeld gegeben werden kann. Eine Studie untersuchte nun, ob - und wie - das Verfahren sicher und machbar wäre.
Die Versorgungsstrukturen in Deutschland zu optimieren, ist dringend geboten, meint Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE im Interview. Allerdings dürfe der Zugang zur Versorgung für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen nicht erschwert werden. Und: Einsparungen sollte die Politik von einem Primärversorgungsmodell nicht erwarten.
Die Lunge galt lange als steril. Nach und nach wird aber deutlich, dass es durchaus ein Mikrobiom der tiefen Atemwege gibt. Darüber berichtete Prof. Hortense Slevogt vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung auf dem DGP-Kongress. Das Bakteriom hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf Krankheiten der Atemwege und auf die Alterung der Lunge.
Rezept in der Tasche, aber die Tür bleibt zu? Die Apotheken bleiben am Montag vielerorts zu – Notdienste sollen trotzdem helfen.
Der Frühling beginnt – und weckt die Lebensgeister: Wer nun mit Krafttraining nachhelfen will, um mit mehr Muskelmasse in ein aktives Sommerhalbjahr zu starten, sollte sich über das „Wie“ keine großen Gedanken machen.
War im Koalitionsvertrag noch vom „Primärarztsystem“ die Rede, spricht die Politik inzwischen nur noch vom Primärversorgungssystem. Ein gravierender Unterschied, warnt der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband. „Damit gibt es keine Steuerung mehr.“
Neandertaler gelten heute als kulturell und kognitiv hochentwickelte Menschen. Eine aktuelle Studie liefert nun einen weiteren Baustein für dieses differenzierte Bild. Demnach hätte der Neandertaler wohl gezielt Birkenpech zur Behandlung von Wunden nutzen können.
Die Polysomnographie gilt als Referenz in der Schlafapnoe-Diagnostik, ist jedoch aufwendig und nur begrenzt verfügbar. Eine randomisierte Studie prüfte nun ein neuartiges Verfahren im häuslichen Umfeld, das von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet wird. Untersucht wurde, ob sich damit der Weg zur Diagnose und Therapie beschleunigen lässt.
Wer glaubt, wird selig: Religiöser Glaube ist ein „entscheidender“ Schutzfaktor für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Länder, in denen Religiosität stark an Bedeutung verloren hat, weisen einen vergleichsweise hohen Anstieg in der Inzidenz von Angststörungen auf, sei eine Studie.