Reform für Krankenkassen soll viele Jahre tragen
Die Bundesregierung will die steigenden Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung unter Kontrolle bringen. Konkrete Empfehlungen dafür sollen nächste Woche kommen, wie der Kanzler ankündigt.
Die Bundesregierung will die steigenden Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung unter Kontrolle bringen. Konkrete Empfehlungen dafür sollen nächste Woche kommen, wie der Kanzler ankündigt.
Keine Status-Abfrage mehr, dafür feste Terminfristen und eine zentrale Terminplattform: Die Linke will tief in die Organisation der Arztpraxen eingreifen.
„Fern jeder Realität“ seien die Pläne für die Patientensteuerung, kritisiert ein Urologenverband und warnt vor einem „rechtswidrigen Eingriff“ in die ärztliche Freiberuflichkeit.
Fehl- und Desinformationen durch sogenannte „Medfluencer“ sowie durch digitale Manipulationen wie Deepfakes werden nach Auffassung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ein immer größeres Problem – die Partei fordert nun Antworten von der Regierung.
Zahlreiche Apotheken öffneten für einen Tag nicht für die Patientinnen und Patienten. Im politischen Ringen um eine bessere Bezahlung will die Branche Druck machen.
Im Landkreis Erding gibt es einen neuen Borna-Virus-Fall. Infektionen mit dem Virus sind selten, aber lebensbedrohlich. Was die Behörden zu Übertragungswegen und Schutzmaßnahmen sagen.
Ein 10-jähriges Mädchen stellt sich mit einer schmerzhaften, hyperpigmentierten Läsion im Bereich des linken Labium majus vor. Die Veränderung besteht seit mehreren Jahren und trat erstmals nach einem stumpfen Trauma im Genitalbereich auf. Worum könnte es sich bei dieser Läsion handeln?
Der vdek in NRW macht Druck in Sachen Rettungsdienst-Reform. Zu Gast bei der jüngsten Sitzung des Landesausschusses war Grünen-Gesundheitspolitiker Dr. Janosch Dahmen. Er warf der Bundesgesundheitsministerin eine Blockadehaltung vor.
In Thüringen sind viele Arztpraxen unbesetzt, weil ausscheidende Mediziner keine Nachfolger finden. Mit Stipendien versuchen besonders betroffene Kommunen, Medizinstudenten an sich zu binden.
Bei Patientinnen und Patienten mit schweren Hirnschädigungen gilt fehlende Reaktion auf Aufforderungen bislang als zentrales Kriterium für eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung. Doch eine internationale Studie stellt dieses Verständnis nun infrage.
Der Konsum von Nikotinbeutelchen, die unter die Oberlippe geklemmt werden, gilt für viele Menschen als ungefährlichere Alternative zum Zigarettenrauchen, da der Verbrennungsprozess wegfällt. Harmlos sind die „Snus“ oder „Pods“ aber nicht, wie eine schwedische Studie nun berichtet.
Die Brandenburger Krankenhäuser sehen sich in finanziell schwieriger Lage. Die 15 christlichen Kliniken im Land sagen, warum und wo sie Auswege sehen.
Ein hoher Flüssigkeitskonsum gilt als zentrale Maßnahme zur Rezidivprophylaxe bei Urolithiasis. Wie gut sich dieses Ziel im Alltag durch ein strukturiertes Verhaltensprogramm erreichen lässt, hat nun eine randomisierte Studie untersucht. Die Ergebnisse werfen ein differenziertes Licht auf einen etablierten Präventionsansatz.
Eine Untersuchung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zeigt Schwachstellen in Praxisverwaltungssystemen. Die KV Niedersachsen fordert Konsequenzen und sieht die Hersteller in der Pflicht.
Wie lange sollten Krebspatienten nach einer Stammzelltransplantation im Krankenhaus bleiben? Mit Methoden des Maschinellen Lernens hat ein Forschungsteam aus Göttingen und Bielefeld nun berechnet, unter welchen Voraussetzungen Teile der Therapie sicher ambulant durchgeführt werden können.
Nach außerklinischem Herzstillstand bleibt die Prognose der Hirnfunktion oft unklar. Eine neue Studie zeigt: Ein innovativer Blutmarker könnte kognitive Spätfolgen deutlich zuverlässiger vorhersagen als bisherige Tests.
Es gibt eine neue Leitlinie zur Tuberkuloseprävention. Darauf weist das Robert Koch-Institut (RKI) hin. Ziel der neuen S3-Leitlinie ist die evidenzbasierte Verbesserung der Tuberkulose-(TB-)Prävention und -Versorgung bei neu zugewanderten Menschen in Deutschland.
Die komponentenbasierte Diagnostik hat die Allergiediagnostik in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Sie ermöglicht differenziertere Aussagen zu Sensibilisierung, Kreuzreaktivität und Risiko. Gleichzeitig bleibt ihre Interpretation anspruchsvoll – und klinische Grenzen bestehen weiterhin.
Bundesweit bleiben Apotheken heute vielerorts geschlossen – aus Protest. Apothekerinnen und Apotheker wollen so auf ihre aus ihrer Sicht prekäre wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. Die Krankenkasse Barmer hält die Aktion für „Alarmismus“ und präsentiert Zahlen.
Chemotherapie erfordert, dass Patienten viele Stunden in Kliniken oder Infusionszentren verbringen. Der Aufwand ist oft erheblich und könnte vereinfacht werden, wenn die Infusion im häuslichen Umfeld gegeben werden kann. Eine Studie untersuchte nun, ob - und wie - das Verfahren sicher und machbar wäre.
Die Versorgungsstrukturen in Deutschland zu optimieren, ist dringend geboten, meint Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE im Interview. Allerdings dürfe der Zugang zur Versorgung für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen nicht erschwert werden. Und: Einsparungen sollte die Politik von einem Primärversorgungsmodell nicht erwarten.
Die Lunge galt lange als steril. Nach und nach wird aber deutlich, dass es durchaus ein Mikrobiom der tiefen Atemwege gibt. Darüber berichtete Prof. Hortense Slevogt vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung auf dem DGP-Kongress. Das Bakteriom hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf Krankheiten der Atemwege und auf die Alterung der Lunge.
Rezept in der Tasche, aber die Tür bleibt zu? Die Apotheken bleiben am Montag vielerorts zu – Notdienste sollen trotzdem helfen.
Der Frühling beginnt – und weckt die Lebensgeister: Wer nun mit Krafttraining nachhelfen will, um mit mehr Muskelmasse in ein aktives Sommerhalbjahr zu starten, sollte sich über das „Wie“ keine großen Gedanken machen.
War im Koalitionsvertrag noch vom „Primärarztsystem“ die Rede, spricht die Politik inzwischen nur noch vom Primärversorgungssystem. Ein gravierender Unterschied, warnt der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband. „Damit gibt es keine Steuerung mehr.“
Neandertaler gelten heute als kulturell und kognitiv hochentwickelte Menschen. Eine aktuelle Studie liefert nun einen weiteren Baustein für dieses differenzierte Bild. Demnach hätte der Neandertaler wohl gezielt Birkenpech zur Behandlung von Wunden nutzen können.
Die Polysomnographie gilt als Referenz in der Schlafapnoe-Diagnostik, ist jedoch aufwendig und nur begrenzt verfügbar. Eine randomisierte Studie prüfte nun ein neuartiges Verfahren im häuslichen Umfeld, das von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet wird. Untersucht wurde, ob sich damit der Weg zur Diagnose und Therapie beschleunigen lässt.
Wer glaubt, wird selig: Religiöser Glaube ist ein „entscheidender“ Schutzfaktor für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Länder, in denen Religiosität stark an Bedeutung verloren hat, weisen einen vergleichsweise hohen Anstieg in der Inzidenz von Angststörungen auf, sei eine Studie.
Die Kosten für die digitale Ausstattung einer Praxis steigen. Immerhin ein paar Bundesländer bieten Förderprogramme an, die auch niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nutzen können. Eine Übersicht.
Die neue Chronikerpauschale sollte Praxen entlasten. Hausärzte erleben das Gegenteil. Die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth erklärt, warum neue Vergütungsregeln vor allem mehr Bürokratie schaffen.
Wie wirkt sich die Anschaffung eines Haustiers auf die psychische und die allgemeine Gesundheit und auf Aspekte wie Lebenszufriedenheit und Einsamkeit aus? Eine Studie aus Australien hat das untersucht. Das Ergebnis rechtfertigt nicht unbedingt die Co-Existenz der tierischen Hausgenossen.
Dass NRW mit einem eigenen Plan zur Primärversorgung vorgeprescht ist, gefällt der Kammer vor Ort nur in Teilen: Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle stimmt dem Konzept nicht in allen Punkten zu.
Ein Zahnarzt verschreibt über Jahre hohe Morphindosen, ein im Ausland sanktionierter Orthopäde operiert weiter in Deutschland, ein in Frankreich verurteilter Gynäkologe behandelt erneut Patientinnen. Versagt die ärztliche Aufsicht? Eine Anfrage des änd bei Landesärztekammern und Approbationsbehörden zeigt: Die Zuständigkeiten sind klar geregelt – doch im Zusammenspiel entstehen Lücken.
Eine strukturierte Ersteinschätzung soll nach aktuellem Stand das Kernelement der Primärversorgung werden. Dabei ist immer wieder die Rede vom Ausbau der 116117, die mit SmED arbeitet. Doch was kann SmED, wie passt es in die Arztpraxis, und wo wird es die Hoffnungen der Politik enttäuschen? Der änd hat sich das Tool angesehen.
Zwei Menschen, ein Alter – und doch könnten sie biologisch kaum weiter auseinanderliegen. Ein neuer Biomarker-Score zeigt, wie unterschiedlich wir tatsächlich altern und warum das für Prävention und Therapie entscheidend sein könnte.
Ein 9-jähriger Junge mit wiederholten Frakturen, ein 8-jähriges Mädchen mit vaginaler Blutung im Kindesalter und eine 7-Jährige mit zunächst einseitiger Brustentwicklung – drei Kinder, drei scheinbar unterschiedliche Leitsymptome. Doch hinter allen Fällen steckt die gleiche seltene Ursache.
Viel Gegenwind haben die Apotheken in letzter Zeit aufgrund des geplanten Reformgesetzes aus den Reihen der Ärzteschaft gespürt. Ein Ärzteverband bricht nun jedoch eine Lanze für Apothekerinnen und Apotheker. Allerdings geht es dabei um den bevorstehenden Protesttag.
Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft sieht eine Chance in dem Appell der Bundesgesundheitsministerin für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Krankenhäusern. PKG-Geschäftsführer Stefan Elmshäuser spricht dabei jedoch auch eine Warnung aus.
Die Behandlung de COPD im ambulanten Setting fußt auf mehreren Säulen. Über die neusten Entwicklungen berichtete Prof. Kathrin Kahnert, die auch an der S2k-Leitlinie zur Fachärztlichen Diagnostik und Therapie der COPD mitgearbeitet hat, nun auf dem Kongress der DGP. Wichtig ist vor allem die Nulltoleranz gegenüber Exazerbation.
Unsichere Rahmenbedingungen bremsen die Ambulantisierung. Diese Auffassung vertrat KBV-Chef Dr. Andreas Gassen bei einer Diskussion mit Vertretern aus Politik, Kliniken, MVZ und Wissenschaft.
Bremst der EBM Innovationen aus? Auf dem SpiFa-Fachärztetag in Berlin wurde genau darüber gestritten. Im Kern geht es um die Frage, ob das GKV-Vergütungssystem Fortschritt ermöglicht oder systematisch behindert.
Die neue Gebührenordnung für Ärzte wird nach Einschätzung der Privaten Krankenversicherung zum 1. Januar 2028 in Kraft treten. PKV-Direktor Florian Reuther sieht das Gesundheitsministerium auf Kurs und verbindet mit der Reform vor allem bessere Voraussetzungen für Innovationen.
Der Bundestag hat über die Lage bei Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes debattiert. In der sachlich geführten Aussprache warben Abgeordnete einer fraktionsübergreifenden Gruppe für eine Initiative, die auf eine genauere Beobachtung der Umsetzung zielt.
Nach ihrem Ausscheiden als Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen ist Dr. Martina Wenker jetzt Kammer-Ehrenpräsidentin geworden. Sie ist damit die zweite Person, die dieses Amt auf Lebenszeit zugesprochen bekommt.
Die Asthmatherapie entwickelt sich weiter in Richtung personalisierter Strategien. Auf dem DGP-Kongress wurde deutlich, dass Biologika früher eingesetzt und systemische Steroide konsequent reduziert werden sollten. Auch für besondere klinische Situationen wie die Schwangerschaft gibt es zunehmend Orientierung.
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe warnt vor einem Eingriff in ärztliche Kernaufgaben. „Diagnose und Therapieentscheidung sind urärztliche Tätigkeiten“ – und dürften nicht auf Apotheken verlagert werden.
Bei der Einführung eines Primärversorgungssystems sei ihr ein offener Austausch mit allen Akteuren wichtig, betont Gesundheitsministerin Nina Warken beim SpiFa-Fachärztetag – und hebt dabei leicht mahnend den Zeigefinger in Richtung der Niedergelassenen.
Tinnitus zählt zu den häufigsten chronischen Beschwerden und geht oft mit erheblichem Leidensdruck einher. Eine aktuelle Studie zeigte nun erstmals, dass internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie auch über Jahre hinweg stabile Effekte erzielen kann.
Ein internationales Forschungsteam aus Bochum, Heidelberg und Peking will einen „vielversprechenden“ Wirkstoff gegen Hepatitis E identifiziert haben. Das Team habe ein Nukleotid/Nukleosid-Analogon aus einer Wirkstoff-Bibliothek „herausgefiltert“, teilt die Uni Bochum mit.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte beteiligen sich am Zweitmeinungsverfahren. Besonders bei orthopädischen und chirurgischen Eingriffen steigt die Zahl der Genehmigungen deutlich.