Pläne für Charité-Datenbank nach Kritik auf Eis
Berlins oberste Datenschützerin kritisierte Pläne für eine Gesundheitsdatenbank an der Charité als „unverständlich“. Wie das Abgeordnetenhaus reagiert.
Berlins oberste Datenschützerin kritisierte Pläne für eine Gesundheitsdatenbank an der Charité als „unverständlich“. Wie das Abgeordnetenhaus reagiert.
Die Krankenhausreform verlagert immer mehr Versorgung in die Praxen. Die KV Brandenburg schlägt Alarm – und verlangt von der künftigen Landesregierung einen verbindlichen Ambulanz-Pakt gegen Budgetdeckel, Ärztemangel und Überlastung.
Weniger Wartezeit, bessere Erreichbarkeit: Ein neues Projekt setzt auf digitale Helfer und KI-Technik, um die medizinische Betreuung in ländlichen Regionen effizienter zu gestalten.
Eine 71-jährige postmenopausale Frau stellt sich wegen eines abrupten Verlusts von sexueller Erregung und Orgasmusfähigkeit in einem sexualmedizinischen Zentrum vor. Die Beschwerden treten zeitnah nach Beginn einer Therapie mit Liraglutid zur Gewichtsreduktion auf.
Seit Kurzem gibt es eine neue Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Livedovaskulopathie (LV, auch: Livedo-Vaskulitis). Aufgenommen in die überarbeitete Empfehlungssammlung wurden vor allem neue Therapieansätze wie beispielsweise JAK-Inhibitoren.
Der Hausärzteverband kritisiert die Forderung von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen, die Telefon-AU abzuschaffen. Der Verband spricht von einem „unglaublichen Vorgang“ und warnt vor einem Rückschritt bei einer der wenigen echten Entbürokratisierungen.
Der PSA-Test senkt die Sterblichkeit durch Prostatakrebs: Nach 23 Jahren zeigt Europas größte Screening-Studie (ERSPC) einen klaren Überlebensvorteil, bei zugleich verbessertem Nutzen-Schaden-Verhältnis.
Eine einfache Smartphone-App könnte die neuro-ophthalmologische Diagnostik verändern: In einer klinischen Studie erkannte sie komplexe Nervenstörungen mit überraschend hoher Treffsicherheit und zeigt damit, wie Telemedizin Versorgungslücken schließen kann.
Das Mpox-Virus scheint in Teilen Nigerias unbemerkt zu zirkulieren, in vielen Fällen ohne die typischen Symptome der Krankheit. Das berichten Wissenschaftler der Universität Cambridge im Magazin „Nature Communications“.
Der staatliche Gesundheitsdienst in England hat eine Übersicht mit Anbietern von KI-Technologie erstellt, die bestimmte Standards erfüllen. Die Tools sollen den Ärzten bei der Dokumentation Zeit sparen, so die Hoffnung.
Angesichts hoher Fehlzeiten von Beschäftigten wegen Krankheit stellt der Kanzler eine erleichterte Regelung für ärztliche Bescheinigungen infrage. Der Koalitionspartner will daran aber nicht rütteln.
Obwohl Ärzte vielerorts gesucht werden, wächst in den Statistiken auf die Zahl abreitsloser Ärzte. Die Kammer in Bayern versucht sich an einer Erklärung.
Mit Blick auf die kommende Impfsaison 2026/27 ruft die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein die Praxen zu einer frühzeitigen und wirtschaftlichen Vorbestellung von Grippeimpfstoffen auf. Eine detaillierte Preisliste der Kassen soll Orientierung geben und Risiken minimieren.
Ein 41-jähriger Mann mit paranoider Schizophrenie amputiert sich nach unzureichender psychiatrischer Anbindung den Penis. Es ist das zweite Mal, dass er sich nach akustischer Halluzination so schwer selbst verletzt.
Die neue IV-Formulierung von Remsima (Infliximab) enthält Sorbitol und ist daher bei Patienten mit hereditärer Fruktoseintoleranz kontraindiziert. Darauf weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft in einem Rote-Hand-Brief hin.
Hüftfrakturen gehören zu den schwerwiegendsten Verletzungen im höheren Lebensalter. Eine neue Analyse aus England und Wales zeigte nun erstmals detailliert, welche Faktoren die Häufigkeit von Hüftfrakturen beeinflussen.
Kassenpatienten stehen immer mehr qualitätsgeprüfte Präventionskurse zur Verfügung: Die Zentrale Prüfstelle Prävention hat 2025 rund 4.500 Angebote mehr zertifiziert als im Vorjahr.
Andere Länder haben mit einer Zuckersteuer bereits gute Erfahrungen gemacht. Experten der Akademie der Wissenschaften ermuntern zur Einführung auch in Deutschland.
Fluorid im Trinkwasser steht seit Jahren in der Kritik. Eine internationale Studie mit Daten von 11,5 Millionen US-Geburten liefert nun Entwarnung: Weder Geburtsgewicht noch Frühgeburtenrate oder Schwangerschaftsdauer wurden durch die Trinkwasserfluoridierung negativ beeinflusst.
Hoher Arbeitsdruck, Terminstress und ständige Unterbrechungen belasten viele Beschäftigte in Deutschland. Der aktuelle Stressreport der Techniker Krankenkasse zeigt: Für viele endet der Job nicht am Feierabend, mit spürbaren Folgen für Gesundheit und Privatleben.
Nach der Zustimmung des EU-Parlaments zum Critical Medicines Act begrüßen Pharmaverbände zwar den politischen Kurswechsel, mahnen jedoch: Versorgungssicherheit in Europa gibt es nicht zum Nulltarif, sondern nur mit fairen Preisen sowie industriepolitischen Anreizen.
Der Ärzteverband MEDI Baden-Württemberg warnt vor einer verkürzten Diskussion über die telefonische Krankschreibung. Statt weiterer Einschränkungen fordert der Verband mehr Prävention, sprechende Medizin und eine stärkere Gesundheitskompetenz der Bevölkerung.
Bei einem Drittel der Betroffenen von schwerer Depression wirken Standardtherapien nicht ausreichend - diese Patientinnen und Patienten sind therapieresistent. Eine klinische Studie zeigt nun, dass die Vagusnervstimulation hier langfristige Besserung bringen kann.
Die Debatte um die telefonische Krankschreibung geht in die nächste Runde: Kanzler Merz meint, der Krankenstand in Deutschland sei zu hoch. Ein Grund könnte aus seiner Sicht die telefonische Krankschreibung sein. Das sehen die Gesundheitsminister einiger Länder anders.
In einem gemeinsamen Appell weisen führende Herzgesellschaften darauf hin, dass jeder fünfte kardiovaskuläre Todesfall auf Umweltverschmutzung zurückzuführen ist. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) unterstützt diese Initiative ausdrücklich, wie sie in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gibt.
Eine Patientin entwickelt während ihrer Schwangerschaften eine sehr große, auffällige Läsion, die den gesamten Mamillen-Areolen-Komplex einnimmt und den Verdacht auf eine maligne Erkrankung weckt. Nach histologischer Aufarbeitung kann jedoch Entwarnung gegeben werden.
Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) hat vor einer Ausweitung des staatlichen Zugriffs auf die elektronische Patientenakte (ePA) gewarnt. Hintergrund ist die europäische E-Evidence-Verordnung, die grenzüberschreitenden Ermittlungsbehörden Zugriff auf gespeicherte Gesundheitsdaten ermöglichen könnte.
Moderne Hormontherapien verlieren beim Prostatakrebs oft nach einiger Zeit ihre Wirkung. Eine neue Studie in Science Advances zeigt nun: Entscheidend dafür sind nicht nur die Krebszellen selbst, sondern ihr Umfeld. Bestimmte Bindegewebszellen im Tumor können aktiv dazu beitragen.
Das Europäische Parlament will die Versorgung mit unentbehrlichen Arzneimitteln in der EU robuster und unabhängiger aufstellen. Am Dienstag verabschiedete das Gremium Vorschläge für gezielte Investitionen in Produktionskapazitäten, einen „Buy European“-Ansatz und eine bessere Koordination nationaler Arzneimittelreserven.
Künstliches Licht in der Nacht verlängert die Pollensaison und erhöht die Allergenbelastung in Städten im Nordosten der USA. Das berichten Forschende der Vanderbilt University (Tennessee) im Wissenschaftsmagazin „PNAS Nexus“.
Der Patient stellt sich mit seit einer Woche bestehendem Husten, Auswurf und Halsschmerzen vor. Seit Tagen leidet er zudem an hohem Fieber bis 39,5 °C und Schüttelfrost. Vorerkrankungen sind arterielle Hypertonie sowie Diabetes mellitus. Die initiale Blutuntersuchung zeigt bereits deutliche Auffälligkeiten.
Viele Frauen, die gynäkologische Versorgung in Anspruch nehmen, leiden unter somatisierenden Beschwerden – körperlichen Symptomen, die Ausdruck psychischer Belastung sind. Eine aktuelle schwedische Studie zeigt, dass sexuelle und psychische Gewalt besonders stark mit somatischem Leiden und schlechterem Gesundheitsgefühl verbunden sind.
Millionen Frauen sind in den Wechseljahren und kämpfen mit den typischen Symptomen. Die Antidiskriminierungsbeauftragte der Bundesregierung fordert mehr Unterstützung.
Ungeimpfte ausgegrenzt, Kinder psychisch belastet: Der Virologe Prof. Hendrik Streeck sieht darin Fehler der Pandemie und fordert, aus diesen zu lernen.
Die Entbudgetierung rechtfertige keine unplausible Leistungsausweitung, mahnt die KV Rheinland-Pfalz – und warnt Ärztinnen und Ärzte vor Regressen.
Der Berufsverband Deutscher Pathologinnen und Pathologen (BDP) hat eine aktualisierte „S1-Leitlinie zur Durchführung von Obduktionen in der Pathologie“ veröffentlicht. Die Leitlinie sei umfassend überarbeitet worden, um den aktuellen Anforderungen, Standards und Entwicklungen der Obduktionspraxis Rechnung zu tragen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Frauengesundheit zu einem prioritären Thema auf ihrer Agenda erklärt. So startete das BMG kürzlich eine Forschungsinitiative zum Thema. Der Ausschuss Ärztinnen im Hartmannbund begrüßt das.
Dank wirksamer antiretroviraler Therapien erreichen Menschen mit HIV heute eine nahezu normale Lebenserwartung. Mit dem längeren Überleben rücken jedoch Begleiterkrankungen stärker in den Fokus, darunter auch Schlafstörungen, die eine aktuelle Studie jetzt einmal genauer betrachtet hat.
Cannabis-basierte Arzneimittel zeigen bei chronischen neuropathischen Schmerzen insgesamt keinen verlässlichen Nutzen gegenüber Placebo, sind aber häufig mit unerwünschten Wirkungen verbunden. Das zeigt ein aktualisierter Cochrane-Review und fordert bessere Langzeitstudien.
Die mikrobielle Zusammensetzung des Darms kann Langzeitkomplikationen nach einer schweren akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung vorhersagen. Das hat eine europaweite Studie ergeben, die nun in der Fachzeitschrift „Gut“ veröffentlicht wurde.
Die altersbedingte Makuladegeneration betrifft längst nicht jeden. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, worin sich die normale Netzhautalterung und krankhafte AMD-Veränderungen unterscheiden.
In US-Staaten mit liberalen Feuerwerksgesetzen erleiden Kinder und Jugendliche deutlich häufiger Handverletzungen durch Feuerwerkskörper. Besonders betroffen sind ältere Kinder, Jungen sowie sozial benachteiligte Gruppen. Das ergab eine Studie, die Daten von mehreren Zehntausend Kindern ausgewertet hat.
Die Gematik soll zu einer Digital-Agentur Gesundheit umgebaut werden, so sieht es der schwarz-rote Koalitionsvertrag vor. Die Krankenkassen wollen dabei ein Wörtchen mitreden und haben dazu jetzt ein gemeinsames Forderungspapier veröffentlicht, das ihnen selbst auch eine bedeutende Rolle zuschreibt.
In einem Dorf in Nordrhein-Westfalen ist im Herbst ein neuartiges Versorgungskonzept gestartet: Nicht-ärztliches Personal führt KI-gestützt das Anamnesegespräch, übernimmt Untersuchungen und leitet die Ergebnisse digital an Dr. Thomas Bandorski weiter. Im änd-Interview erklärt er, wie das Konzept genau funktioniert – und wo die Grenzen liegen.
In ihrer „Mainzer Erklärung“ kündigt die CDU einen harten Kurs zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung an. Effizienzgewinne, Ausgabenkontrolle und strukturelle Reformen sollen die Beitragsdynamik bremsen. Dabei dürfe es keine Denkverbote geben.
In der Debatte über einen hohen Krankenstand in Deutschland veröffentlicht die DAK Gesundheit jetzt aktuelle Zahlen zum Thema. Danach waren ihre versicherten Beschäftigten im Jahr 2025 im Schnitt 19,5 Kalendertage krankgeschrieben. Vorstandschef Storm richtet sich mit einer Forderung an den Bundeskanzler.
Frühe Engpässe bei Grippeimpfstoffen sind aus Sicht des Hausärzteverbands kein Zufall. Schuld sei ein starres Bestellsystem. Wer höhere Impfquoten wolle müsse das Regressrisiko für Praxen abschaffen.
Lange hatte die Bundesärztekammer dafür gekämpft – und in diesem Jahr will das Bundesgesundheitsministerium endlich die neue GOÄ an den Start bringen. Der komplette Entwurf ist nun veröffentlicht.
Bei großflächigen Verbrennungen stößt die klassische Spalthauttransplantation an ihre Grenzen. Ein Team der Universität Zürich züchtet aus kleinsten Hautbiopsien lebende, elastische Hauttransplantate, die Narbenbildung reduzieren und mitwachsen können. Erste Patienten werden bereits im Rahmen klinischer Studien behandelt.
Das ProVee-System – ein neuer permanenter Prostata-Urethralstent, ist als minimalinvasive Erstlinien-Intervention bei der benignen Prostatahyperplasie gedacht. Die Sicherheit und Wirksamkeit testeten Forschende nun in der prospektiven, randomisierten, doppelblinden und Sham-kontrollierten ProVIDE-Studie.