Land sieht Versorgung gesichert
Seit 2015 wurden in Hessen 14 Geburtskliniken geschlossen. Das hessische Gesundheitsministerium sieht dennoch keinen Engpass für werdende Eltern.
Seit 2015 wurden in Hessen 14 Geburtskliniken geschlossen. Das hessische Gesundheitsministerium sieht dennoch keinen Engpass für werdende Eltern.
Der 4. Februar ist Weltkrebstag. Das Robert Koch-Institut hat anlässlich dieses Tages Zahlen zu „Krebs in Deutschland“ veröffentlicht. Demnach liegt Deutschland innerhalb der EU bei der Krebsinzidenz und -mortalität „insgesamt im Mittelfeld, mit moderaten Abweichungen zum EU-Durchschnitt bei einzelnen Krebsarten“.
Ein 75-jähriger Patient kommt in eine onkologische Klinik, nachdem CT und MRT eine bis zu 15 cm große, heterogene Raumforderung im rechten Becken gezeigt hatten. Ursächlich ist jedoch keine maligne Entität. Die finale Diagnose geht aber ebenso mit erheblichen therapeutischen Folgen einher.
Der US-Bundesstaat Utah hat ein Projekt zur Erneuerung von Rezepten für Patienten mit chronischen Erkrankungen gestartet. Dabei übernimmt eine KI eigenständig das Verschreiben. Ärzteverbände warnen vor den Gefahren.
Die Debatte über die Telefon-AU hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen. Muss die Politik gegensteuern, wenn der Hang zur Krankschreibung zunimmt – und mit welchen Maßnahmen? änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka hat sich dazu Gedanken gemacht.
Die Menopause geht mit nachteiligen Effekten auf die psychische Gesundheit und mit strukturellen Veränderungen zentraler Hirnregionen einher. Die Hormonersatztherapie scheint diesen Effekt nicht abzumildern. Im Gegenteil: Psychische Belastungen traten in einer aktuellen Studie der Cambridge University verstärkt auf.
Zwei Euro mehr pro Zigarettenpackung, um die Finanzen der Krankenkassen zu entlasten? Die Debatte um eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer ist neu entbrannt.
Mit dem neuen Kritis-Dachgesetz rücken Krankenhäuser stärker in den Fokus der Sicherheits- und Resilienzpolitik. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht darin einen überfälligen Schritt, fordert aber schnelle Klarheit zu konkreten Anforderungen und zur Finanzierung.
KI-gestützte Mammografie erhöht die Früherkennung klinisch relevanter Brustkrebsfälle und senkt gleichzeitig das Risiko von Intervallkarzinomen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in The Lancet veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse könnten die Einführung von künstlicher Intelligenz in nationale Screening-Programme rechtfertigen.
Ein 59-jähriger Patient stellt sich mit einer schmerzlosen Schwellung des rechten Knies ohne weitere Symptome zwecks MRT in einer Klinik vor. Die Ursache ist ein sehr seltener Tumor, für den es - abgesehen von der Exzision - keine bislang etablierte Behandlung gibt.
Patientinnen und Patienten haben künftig auch gemäß nationalem Recht einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose erste Kopie ihrer Behandlungsakte. Der Bundesrat hat am Freitag einem Verbraucherschutzgesetz zugestimmt, das auch das Behandlungsvertragsrecht ändert.
Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, versicherungsfremde Leistungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. Andernfalls drohten weiter steigende Beiträge für Versicherte.
Kennen Sie „TOFI’s“? Das sind Menschen, die - salopp gesagt - „thin outside, fat inside“ sind. Dieses Fettverteilungsmuster geht mit multiplen Langzeitkomplikationen einher. Nun wurde in einer Studie entdeckt, dass es ferner ein höheres Risiko für neurologische Erkrankungen und Demenz mit sich bringt.
Angriffe auf Ärzte und ihre Praxisteams sollen künftig strafrechtlich härter verfolgt werden. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung – mahnt aber zugleich, aggressive Vorfälle nicht zum Anlass für einen Generalverdacht gegenüber Patienten zu machen.
GKV ist nicht Golf, IGeL nicht automatisch Mercedes: Das Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbands, Martin Krasney, warnt vor verzerrten Wahrnehmungen von Kassen- und Selbstzahlerleistungen.
Kunsttherapie kann bei chronischen körperlichen Erkrankungen Erschöpfungssymptome lindern. Das Klinikum Nürnberg und die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Nürnberg wollen jetzt in einer Studie klären, ob das auch bei einer Post-Covid-Erkrankung gilt. Betroffene, die daran teilnehmen möchten, sollen sich melden.
Mehr medizinische Präventionsangebote in den Apotheken? Die AOK ist in dem Punkt kein großer Freund der geplanten Apothekenreform. Die Leistungen liefen im Zweifel unkoordiniert und würden auch nicht von der Masse der Apotheker getragen.
Schwangere mit subklinischer Hypothyreose haben bei der Entbindung ein deutlich höheres Risiko für schwere Komplikationen als Frauen mit manifester Hypothyreose. Das zeigt eine große Datenanalyse aus den USA. Die Forschenden fordern ein Umdenken hinsichtlich der Therapie.
Ein internationales Forschungsteam hat ein neues metagenomisches Verfahren entwickelt, mit dem sich Erreger und Antibiotika-Empfindlichkeit bei komplizierten Harnwegsinfektionen innerhalb weniger Stunden bestimmen lassen. Die Methode ist präzise, schnell und kosteneffizient – und könnte den Einsatz von Breitbandantibiotika deutlich reduzieren.
Die S3-Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE)“ ist nach rund zehn Jahren nun in einer aktualisierten Fassung verfügbar. Änderungen betreffen unter anderem die D-Dimer-Bestimmung, den Einsatz von Acetylsalicylsäure (ASS) und „VTE-Risiko-Assessment-Methoden (RAM)“.
Welche Kasse hat besonders viele Abrechnungen beanstandet? Das nimmt die KV Rheinland-Pfalz in ihrem „Regress-Ranking“ unter die Lupe. Platz eins geht – wieder einmal – an die AOK.
Kennen Sie sich aus mit Flussblindheit, Bilharziose oder der Augenwurmkrankheit Loiasis? Der 30. Januar ist der „Welt-Tag der vernachlässigten Tropenkrankheiten“. Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung weist deshalb auf deutsche Projekte hin, die mit Partnern in Afrika parasitische Infektionen bekämpfen – mit Tierarzneien, neuartigen Antibiotika und Diagnosetests für „ressourcenarme Umgebungen“.
Im vergangenen Jahr hat die KV Sachsen eine mobile Augenpraxis gestartet, in der nichtärztliches Personal delegationsfähige Routineuntersuchungen übernimmt. Im änd-Interview erklärt Sachsens KV-Vorsitzender Dr. Stefan Windau, wie das Projekt angelaufen ist, wie die Zusammenarbeit mit Augenkliniken aussieht – und wo es noch hakt.
Die IG Med hat die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Telefon-AU) überprüfen zu wollen, als unzureichende Herangehensweise kritisiert. Nötig sei ein tieferer Blick auf die Ursachen der Probleme.
Bayern und Baden-Württemberg wollen die gesetzlichen Krankenkassen von den Kosten für Bürgergeldempfänger entlasten. Diese sollen künftig komplett aus dem Bundeshaushalt bestritten werden, fordern sie in einer Bundesratsinitiative.
Berlins KV-Chef Dr. Burkhard Ruppert fordert Verbindlichkeit für die Patientensteuerung in der Notfall- und Primärversorgung. In der Vertreterversammlung berichtet er auch von Erfolgen gegen den Ärztemangel und von Maßnahmen für die Versorgung in Krisensituationen.
Angesichts wiederkehrender Engpässe bei Grippeimpfstoffen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung erneut gefordert, die Regressregelungen bei Influenzaimpfstoffen abzuschaffen. Andernfalls lasse sich weder Planungssicherheit herstellen noch die Steigerung der Impfquoten erreichen.
Ein fixierter Patient verbrennt qualvoll in einer Klinik - nun stehen Ärzte und Pflegekräfte vor Gericht. Doch wer hat Schuld? Die Anklage wirft schwere Versäumnisse vor.
Zum 1. Februar tritt eine weitere Änderung der DiGA-Verordnung in Kraft. Hersteller und Branchenverbände kritisieren wachsende Dokumentationspflichten und fürchten, dass Bürokratie die digitale Versorgung ausbremst statt stärkt.
Mit einer neuen Nachwuchskampagne will die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mehr junge Ärztinnen und Ärzte für die Niederlassung gewinnen. Unter dem Titel „Deine Praxis. Dein Freiraum.“ wirbt die KVNO für die Tätigkeit in eigener Praxis und verweist zugleich auf Beratungs- und Förderangebote für den Praxisstart.
In Indien haben sich zwei Menschen mit dem sogenannten Nipah-Virus infiziert, die Fälle traten laut dem Gesundheitsministerium im Bundessaat Westbengalen auf. Kursierende Berichte über weitere Infektionsfälle seien falsch. Das Virus kann eine Enzephalitis auslösen und geht mit einer hohen Sterblichkeit einher.
In einem fraktionsübergreifenden Antrag haben Bundestagsabgeordnete der CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken ein Monitoring der Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) gefordert. Die Antragssteller warnten davor, dass sich der NIPT faktisch zu einem Screening entwickelt habe, mit medizinischen, ethischen und versorgungspolitischen Folgen.
Mit einer mehrmonatigen, bundesweiten Kampagne, Aktionen in den Apotheken und möglichen weiteren Protestmaßnahmen will die Apothekerschaft den Druck auf die Politik erhöhen. Hintergrund ist der seit Jahren ausbleibende Inflationsausgleich bei den Honoraren.
Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) hat gefordert, Gynäkologinnen und Gynäkologen im geplanten Primärarztsystem ausdrücklich als Lotsen zu verankern und den Direktzugang zu sichern
Etwa 95 Prozent der Bevölkerung infizieren sich bis zum 30. Lebensjahr mit dem Epstein-Barr-Virus. Erkranken Erwachsene, verläuft die Infektion häufig schwerer. Wie bei einem 32-Jährigen, der aufgrund einer bislang in der Literatur nicht beschriebenen Komplikation zwei Wochen im Krankenhaus verbringen musste.
Das Geschehen der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt. Zudem nimmt seit einigen Wochen die Aktivität der Respiratorischen Synzytialviren (RSV) zu.
Ein tragbares Armband, das gezielt den Akupunkturpunkt PC6 stimuliert, lindert postoperative Übelkeit nachweislich besser als Metoclopramid. In einer randomisierten Studie erholten sich betroffene Patientinnen deutlich schneller.
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) spricht sich für eine grundlegende Reform der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik aus. Künftig sollen schwere Verletzungen nicht mehr nur nach formalen Kriterien, sondern nach medizinischem Schweregrad erfasst werden.
Die fluoreszenzgestützte Chirurgie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Instrument der onkologischen Chirurgie entwickelt. Durch fluoreszierende Marker können Tumoren, Gefäße und Nerven intraoperativ in Echtzeit sichtbar gemacht werden. Das verbessert die Präzision und erleichtert die Beurteilung von Resektionsrändern.
Die AOK übernimmt ab dem 1. Februar 2026 die Mehrkosten für salbutamolhaltige Dosieraerosole, wenn deren Preis über dem Festbetrag liegt. Hintergrund sind anhaltende Lieferengpässe.
Menschen, die gerne sehr spät schlafen gehen und die Nacht zum Tage machen, leiden häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schuld daran sind wohl am ehesten schlechte Verhaltensweisen, so ein Forscherteam aus Großbritannien.
Erst zur Ersteinschätzung, dann zum Arzt – für diese Form Primärversorgung plädieren die Krankenkassen. Der Hausärzteverband widerspricht. Kritik an den ersten Ideen aus dem Fachdialog des BMG kommt auch von anderen Seiten.
Krankschreibung per Telefon? Hessen will das strenger regeln. Wie die Vorschläge der hessischen Gesundheitsministerin aussehen.
Im Rahmen einer Überprüfung wurde eine „geringfügige Überschreitung der Spezifikationsgrenze bei der Summe der Abbauprodukte am Ende der Haltbarkeit“ festgestellt. Da sich noch Produkte auf dem Markt befinden können, wird das Produkt weiterhin bis zum Ende der Haltbarkeit im Oktober 2026 überwacht.
Der Erfurter Radiologe folgt im Thüringer KV-Vorstand zum 1. September auf Dr. Thomas Schröter. In seiner Antrittsrede fordert Kusch eine Entbudgetierung der Vergütung und warnt vor politischen Leistungsversprechen ohne finanzielle Grundlage.
„Fehlfahrten“ im Rettungsdienst - und wer soll das bezahlen? Krankenkassen setzen sich vor dem Oberverwaltungsgericht im Streit um Rettungsdienstgebühren durch.
Angehende Ärztinnen und Ärzte, die sich verpflichten, später im Land zu arbeiten, werden schon jetzt bei ihrer Studienbewerbung bevorzugt. Bald gilt das auch für Zahnärzte und Apotheker.
Mit einem Bundestagsantrag wollen die Grünen die Versorgung von Kindern und Jugendlichen neu sortieren. In der Anhörung im Gesundheitsausschuss gab es viel Zustimmung von Fachgesellschaften, aber auch den Ruf nach Präzisierung.
In der Anhörung zur geplanten Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Heilberufe stand der zentrale Punkt im Raum: Die Kenntnisprüfung soll für Drittstaaten-Abschlüsse Regelfall werden. Die Bundesärztekammer begrüßt das grundsätzlich – fordert aber hohe Qualitätsstandards.
In der Debatte um ein Primärversorgungskonzept fordern die Kassen, dass in der Versorgung alle „digitalen Möglichkeiten ausgeschöpft“ werden, um „Effizienzreserven zu heben“. Der Vorstand des Zi kommt bei solchen Aussagen ins Grübeln – ein Gastkommentar.